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Weinlaub (rotes) – Vitis viniferae rubrae folium

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2017-03-2424.03.2017
Weinlaub (rotes) – Vitis viniferae rubrae folium

Rote Blätter für gesunde Venen

Die rote Weinrebe hat zwei medizinische Wirkstoffe: das rote Weinlaub und Traubenkerne. Beide Wirkstoffe wurden in der Vergangenheit gut untersucht und zeigen nachweislich positive Wirkungen auf die Blutgefäße. Weinlaubextrakt wird bei dauerhafter (chronischer) venöser Schwäche eingesetzt, bei der es zu Krampfadern (geweiteten Venen im Unterhautgewebe), Ödembildung aber auch zu Wunden auf der Haut kommen kann.

Auf einen Blick:

Rotes Weinlaub

  • Wirkt: schützend auf die Venenwände, gegen Wassereinlagerungen (Ödeme), entzündungshemmend, antioxidativ
  • Kann eingesetzt werden: dauerhafter Schwäche der Venen (chronisch venöser Insuffizienz)

Inhaltsstoffe von rotem Weinlaub

Rote Weinblätter sind reich an Flavonoiden (bis 3,5 bis 7%). Dieser Inhaltstoffgruppe und besonders der Komponente Quercetin ist die positive Wirkung auf die Venen zuzuordnen. Quercetin zeigt vor allem stärkende Wirkungen auf die kleinen Blutgefäße. Im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen wie Polyphenolen und Anthocyanosiden können die Flavonoide zusätzlich gegen Entzündungsreaktionen und Wasseransammlungen (Ödeme) nützen.

Wirkung bei Venenschwäche

Stärkend auf die Blutgefäße

Frauen sind sehr viel häufiger betroffen als Männer. Gemeint sind Venenerkrankungen, bzw. eine chronische, also dauerhafte Venenschwäche. Gründe hierfür sind vielfältig. Ein möglicher Grund ist, dass Frauen ein schwächeres Bindegewebe als Männer haben. Außerdem können Venenerkrankungen auch durch erbliche Veranlagung oder durch ständiges zu langes Stehen entstehen.

Oft werden zunächst kleine Besenreiter an den Knöcheln sichtbar, die langfristig zu Krampfadern werden können. Es kann aber auch zu Wasseransammlungen in den Geweben (Zwischenzellräumen) kommen. Diese Wasseransammlungen, die sich oft als dicke, geschwollene Beine äußern, heißen Ödeme.

Unser Herz schlägt Tag für Tag etwa 100.000-mal. Dabei pumpt es das Blut selbst in die entlegensten Gebiete unseres Körpers. Am weitesten weg sind die Füße und die Beine (Waden). Damit das Blut aus den Beinen und aus anderen Bereichen des Körpers seinen Weg zurück zum Herzen transportiert werden kann, haben wir in unseren Venen Klappen. Diese Klappen öffnen sich in nur eine Richtung: zurück zum Herz. Diese Eigenschaft ist deshalb so wichtig, weil das Blut ansonsten in den Beinen „versickern“ könnte und sich so ein großer Druck z.B. auf die Waden ausbildet. Schwache und mangelhaft funktionierende (insuffiziente) Klappen können den Blutrückfluss in die Beine (also in die falsche Richtung) nicht mehr verhindern. Diese Erkrankung nennt man chronische Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz auch CVI abgekürzt).

Die CVI wird in 3 Stadien eingeteilt (Einteilung nach Widmer):

  • Stadium I: Es kann zu geschwollenen Knöcheln und eine Verbreitung der Venen vor allem am Fussrand kommen. Die ersten Krampfadern werden sichtbar.
  • Stadium II: In diesem Stadium wird eine chronisch entzündliche Reaktion der Haut bemerkbar, bei der es durch die schlechte Durchblutung zu Entzündungen kommen kann.
  • Stadium III: Die Gefahr des offenen Beines besteht.

In allen drei Stadien können zusätzlich Symptome wie Juckreiz in den Beinen, schwere oder schmerzende Waden oder Füße auftreten.

Die Extrakte aus dem roten Weinlaub helfen erwiesenermaßen gegen die CVI im Stadium I und II. Diese Wirkung geht auf die Inhaltstoffe der Weinblätter zurück: das Flavonoid Quercetin und andere Flavonoide, Polyphenole und Anthocyanoside.

Quercetin wirkt erwiesenermaßen auf die inneren Gewebeschichten der kleinsten Venen. Es kann die Wiederherstellung von gesundem Gewebe nach einer Entzündung begünstigen und vermindert gleichzeitig die Durchlässigkeit der kleinesten Blutgefäße (Kapillare). Durch diese Wirkungen kann Quercetin die Durchblutung der kleinen Blutgefäße verbessern und es erhöht die Sauerstoffversorgung in den Geweben.

Zusätzlich wirkt das Quercetin zusammen mit anderen Inhaltstoffen erwiesenermaßen antioxidativ. Aus diesem Grund werden diese Inhaltstoffe auch als Radikalfänger bezeichnet. Sie greifen in die Entzündungsreaktionen aktiv ein und vermindern dadurch das Entstehen von Stoffen die für eine Entzündungsreaktion notwendig sind. Außerdem wurde diesen Inhaltstoffen eine vorbeugende Wirkung gegen Ödembildungen nachgewiesen.

Die Folge: Die Beine schmerzen weniger und sind weniger dick, der Blutfluss wird verbessert und Kribbeln sowie Spannungsgefühle in den Beinen können nachlassen.

Rote Weinblätter

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Anwendung und Dosierung von rotem Weinlaub

Weinlaub-Umschlag

Als traditionelles Mittel eignet sich ein breiartiger Umschlag mit rotem Weinblättern bei schmerzhaft geschwollenen Beinen. Geben Sie für die Herstellung 2 bis 3 Teelöffel (ca. 3 g) rote Weinblätter in 100 bis 150 ml heißes Wasser und lassen Sie den Auszug etwa 15 Minuten lang köcheln, bis sich eine breiartige Substanz ergibt. Rühren Sie den Brei regelmäßig gut um.

Anwendung

Geben Sie den erkalteten Brei auf eine saubere Mullbinde wickeln Sie diese um die betroffenen Stellen der schmerzhaft geschwollenen Beinen. Decken Sie die Mullbinde mit einem trockenen Verband ab.

Gewechselt werden sollte der Verband 2- bis 3-mal täglich.

Weinlaub-Fußbad

Rote Weinblätter können bei schmerzhaft geschwollenen Beinen, vor allem nach einem langen Tag mit überwiegend stehender Tätigkeit Linderung verschaffen.

Für die Herstellung des Fußbades benötigen Sie etwa 200 g getrocknete rote Weinblätter. Diese werden in eine Fußbadewanne gegeben und mit 3 bis 5 Litern heißem Wasser übergossen. Lassen Sie das Fußbad 15 bis 20 Minuten abkühlen. 

Anwendung

Stellen Sie Ihre Füße am besten abends in ein nicht zu heißes Fußbad und verweilen Sie 10 bis 15 Minuten. Anschließend sollten Sie sich etwa ½ Stunde Ruhe gönnen und die Beine hoch legen, um den Blutrückfluss zu verbessern.

Rote Weinblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 50 bis 720 mg) nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Weinlaubextrakt ist als Fertigarzneimittel in Form von Tabletten und Kapseln erhältlich (Mittel gegen Venenleiden und Leberbeschwerden). Außerdem können Sie die Blätter in getrockneter Form in Ihrer Apotheke erwerben.

Vor allem im frühen Stadium von chronischen Venenerkrankungen sind die Extrakte aus rotem Weinblättern in der Therapie empfehlenswert. Die enthaltenen Flavonoide wirken nachweislich antioxidativ und entzündungshemmend.

In der Volksmedizin wird roter Wein neben Venenerkrankungen gegen Kreislaufstörungen eingesetzt.

 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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