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Weihrauchbaum – Boswellia sp.

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
Weihrauchbaum – Boswellia sp.

Kostbares Harz gegen Entzündungen

Dem mythenumrankten Harz des Weihrauchbaumes werden besondere Wirkungen nachgesagt. Eines steht dabei fest: Weihrauch ist in der Kulturgeschichte fest verankert – nicht nur in der römisch-katholischen Liturgie, wo sein Rauch das himmelsteigende Gebet symbolisiert, auch im Orient und im alten Ägypten hatte das Verbrennen des kostbaren Harzes eine zeremonielle Bedeutung. Aber auch die traditionelle Heilkunde macht sich den Saft des knorrigen Baumes zunutze. Im Ayurveda wird ihm eine Wirkung bei Gelenkschmerzen zugeschrieben. Nicht ohne Grund: Die moderne Medizin hat dem Wirkstoff inzwischen entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte nachgewiesen. Arzneimittel auf Weihrauchbasis sind aber in Deutschland bislang (noch) nicht erhältlich.

Wogegen hilft Weihrauch?

Weihrauch ist ein Wirkstoff zwischen Altertum und Moderne. Seine Wirkung gegen chronisch entzündete Dickdarmschleimhäute sowie bei entzündlichen Gelenkerkrankungen (Rheuma) wurden mittlerweile medizinisch offiziell anerkannt. Andere Anwendungsbereiche, z.B. Bronchialasthma, bei denen die Wirksamkeit des Weihrauch-Extraktes unter Wissenschaftlern als belegt gilt, sind hingegen nicht anerkannt.

Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürwortet die Anwendung von Weihrauch „bei Colitis ulcerosa und Osteoarthritis“.

Wissenswertes über den Weihrauchbaum

Weihrauch, oder genauer: der Weihrauchbaum, lässt sich in vielerlei Hinsicht von anderen Heilpflanzen abgrenzen, beginnend bei seinen botanischen Arten. Medizinisch genutzter Weihrauch kann von zwei verschiedenen Bäumen gewonnen werden. Dazu gehört zum einen Boswellia carteri, der auf dem afrikanischen Kontinent wächst, in Somalia und Äthiopien aber auch in südlichen arabischen Ländern.

Die zweite Spezies, botanisch: Boswellia serrata, kommt in Nordindien vor und wird dort seit jeher im Ayurveda oder zu religiösen Zwecken benutzt. Äußerlich (morphologisch) und inhaltsstofflich unterscheiden sich beide Weihraucharten allerdings nur wenig, daher gilt die folgende botanische Beschreibung für beide Arten des Baumes.

In Südeuropa schätzten die Menschen das Harz des Baums, den Weihrauch, bereits in der Antike. Sein angenehm frischer, reinigender Duft verhieß Gutes. Als Bestandteil von Kosmetik- und Reinigungsprodukten, Medizin und religiösen Handlandungen behielt der Weihrauch einen durchgängig hohen Stellenwert in der Kulturgeschichte des Menschen, der mit kaum einer anderen Pflanze vergleichbar ist.

Wissenschaftlich gut untersucht ist Weihrauch ebenfalls. Trotzdem tut man sich in Deutschland auf pharmazeutischer Ebene schwer, was die Zulassung von standardisierten Weihrauch-Fertigarzneimitteln betrifft. Was vielleicht nicht jeder weiß: Es ist möglich, den Wirkstoff über Ihre Apotheke aus dem Ausland zu beziehen, zum Beispiel aus der Schweiz.

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Botanik des Weihrauchbaums

Der Weihrauchbaum ist ein verzweigter, bis zu 18 Meter hoch wachsender Baum aus der Familie der Balsamgewächse (Burseraceae). Insgesamt erscheint er als knorriges Gewächs, weil er an heißen, trockenen Orten gedeiht. Seine kleinen gefiederten Blätter kommen in unterschiedlicher Anzahl vor. Sie sind oval oder oval-lanzettlich und am Rand gesägt. Auch die weißen Blüten sind klein. Sie stehen einzeln auf kurzen Blütenstielen an blattachselständigen Blütenständen. Aus ihnen entwickelt sich eine bis zu 1,2 Zentimeter lange dreieckige Frucht, die im Inneren drei Kammern mit je einem Samen enthält.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Weihrauchbaums

Wird der Stamm des Weihrauchbaums eingeritzt, tritt aus ihm ein flüssiges Gummiharz heraus, das sich an der Luft verfestigt. Dieses Gummiharz ist der medizinische Wirkstoff des Weihrauchbaums und wird kurz als Weihrauch bezeichnet.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt dieses Harz Olibanum indicum. Seine Qualität wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Weihrauch besteht zu etwa 66 Prozent aus Harzen, vor allem aus Boswelliasäuren. Es enthält aber auch ätherische Öle, die für seinen angenehmen Duft verantwortlich sind, sowie Schleimstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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