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Umckaloabo / Pelargonie – Pelargonium sidoides

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Geschrieben von 2011-09-16
Zuletzt aktualisiert am 2014-09-1818.09.2014
Umckaloabo / Pelargonie – Pelargonium sidoides

Kleiner Strauch mit großer Wirkung

Als der Engländer Charles Henry Stevens vor über 100 Jahren in Südafrika an einer Lungentuberkulose litt, gab ihm ein Medizinmann vom Stamme der Zulu einen Sud mit Extrakten aus der Umckaloabowurzel, auch Pelargonienwurzel genannt. Stevens trank den Sud über einen Zeitraum von etwa vier Monaten mehrmals täglich – und wurde gesund.

Der genesene Brite war so begeistert von der Pflanze, dass er in Europa einen Vertrieb mit dem Pulver aus der Wurzel eröffnete. Damit begann die Erfolgsgeschichte des kleinen Strauches Umckaloabo auch in Europa.

Wogegen hilft Umckaloabo?

Durch ihre zusammenziehenden, immunsystemstimulierenden Wirkungen und die Effekte gegen Krankheitskeime (Bakterien und Viren) sind die Extrakte aus der Umckloabowurzel nachweislich gegen akute Atemwegsinfekte (auch Erkältungen) und Infektionen im Hals-Nasen-Ohrenbereich wirksam.

Umckaloabowurzel wurde von der Europäischen Arzneimittel-Kommission bewertet und als traditionelles Mittel bei Erkältungen befürwortet. Verschiedenste klinische Studien (vgl. Umckloabowurzel-Extrakt) belegen die Wirksamkeit der Wurzel bei den genannten Anwendungsgebieten, weswegen die Wurzel-Extrakte 2005 offiziell als Arzneimittel zugelassen wurden.

Wissenswertes über den Umckaloabostrauch

Umckaloabo heißt in der Zulu Sprache „schwerer Husten“ und wird in Südafrika traditionell bei Husten aber auch bei anderen Beschwerden gebraucht. Stevens, der kein Botaniker war, taufte die Pflanze fälschlicherweise auf den Namen der Krankheit. Darum wird sie bis heute in fast allen Lehrbüchern als Umckaloabo bezeichnet.

Genau genommen handelt es sich bei der Umckaloabo-Pflanze auch nicht um eine einzelne Art, sondern um zwei verschiedene. Pelargonium sidoides und Pelargonium reniforme sind eng miteinander verwandt und weisen gleiche Inhaltstoffe auf.

Umckaloabo ist eine eher seltene Pflanze. Der Kleinstrauch kommt fast ausschließlich in Südafrika vor und wird dort bis heute kultiviert.

Das hübsche Gewächs hat im Laufe der Zeit viele Namen bekommen, die zumeist mit ihrem Äußeren und ihrer Herkunft zusammenhängen: Rosengeranie, Kappland Pelargonie, Kalwerbossie und Rabassam.

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Botanik des Umckaloabostrauches

Beide Stammpflanzen, Palargonium sidoides und Pelargonium reniforme, gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Es handelt sich bei ihnen um mehrjährige Rosettenpflanzen, kleine Sträucher, die bis zu 50 Zentimeter hoch wachsen. Die Blätter des Strauches wachsen bis zu neun Zentimeter in die Länge, sind herzförmig und wechselständig angeordnet. Sie sind dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die ihnen eine silbrig-glänzende Farbe verleihen. Der Blattrand der Pflanzen ist gezähnt bis gesägt.

Die Blüten der Sträucher sind fünfzählig und von purpur- bis dunkelroter Farbe. Sie stehen in scheindoldigen Blütenständen zusammen.

Der Wurzelstock ist dick und verzweigt. Er wird etwa im dritten Jahr nach dem Anbau geerntet, da dann der Gehalt an Inhaltstoffen am höchsten ist.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Umckaloabstrauches

Der medizinische Wirkstoff der Umckaloabo-Pflanze ist seine getrocknete Wurzel. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird sie Pelargonii sidoides radix genannt.

Die Qualität der Umckaloabowurzel ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Zu den wichtigsten Inhaltstoffen gehören Gerbstoffe, vor allem Catechingerbstoffe und deren Vorstufen, Cumarine, Flavonoide, Polysterole sowie ätherische Öle.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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