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Ernte und Herstellung der Traubensilberkerze

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-11-2121.11.2013
Ernte und Herstellung der Traubensilberkerze Fotolia_©emer

Die Traubensilberkerze zeigt ihre Pracht lieber im Hintergrund. Sie mag es schattig, feucht und eher kühl. Deshalb eignet sich die Pflanze sehr für das gesamte Anbauverfahren bis zur Ernte in Deutschland, wird aber bis heute vorrangig in den USA und in Kanada gezogen. In Europa wird die Pflanze im großen Stil in Norditalien produziert. Aufgrund der hohen Nachfrage in Deutschland und in Europa, ist die Traubensilberkerze für den Anbau bis zur Ernte und zur Arzneimittelproduktion aus gesundheitlichen, wirtschaftlichen und auch unter der Berücksichtigung ökologischer Aspekte gut geeignet. Auch die Einhaltung von Qualitätsmaßstäben können so gut gewährleistet werden, denn für die Herstellung pflanzlicher Arzneimittel liegen – wie für alle Medikamente - strenge Vorschriften vor.

Alleine auf dem deutschen Markt existieren heute etwa 100 verschiedene Arzneimittel mit Traubensilberkerzenwurzelstock-Extrakten.

Ernte des Traubensilberkerzenwurzelstocks

Die Gehalte der Inhaltstoffe schwanken über das Jahr verteilt in der Traubensilberkerze kaum. Daher ist grundsätzlich jede Jahreszeit für eine Ernte geeignet. Dennoch ist das Frühjahr oder der Herbst die bevorzugte Erntezeit, weil die Pflanze dann am wenigsten Wachstumsphasen unterliegt und die Bodenverhältnisse (z.B. frei von Frost) gut für Ernten geeignet sind.

Bevorzugt sollte der Wurzelstock der Traubensilberkerze ab dem 3. Jahr nach dem Anbau geerntet werden – dann ist der Gehalt an Inhaltsstoffen am höchsten.

Kleine Mengen der Wurzel können per Hand geerntet werden. Bei großen Anbauflächen ist der Einsatz von Erntemaschinen wie Schwingsiebroder oder Kartoffelroder besser geeignet. Die Wurzelstöcke werden grob zerteilt (zerrissen), gewaschen und bei 45 bis 50°C bei einer geringen Luftfeuchtigkeit getrocknet.

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Herstellung von Traubensilberkerzenwurzelstock-Extrakten

Die Qualität für Arzneimittel, die Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze enthalten, wird zukünftig im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Vor der eigentlichen Herstellung wird jedoch im ersten Schritt eine Identitätsprüfung des Wurzelstocks durchgeführt, um sicher zu gehen, dass keine falsche Ware vorliegt. Hierzu wird die Fingerpint-Methode angewendet, die sogzusagen ein Sicherheitszertifikat darstellt. Vor allem wird der Wurzelstock auf den Gehalt von Cycloartanderivaten geprüft, da diese typisch für die Traubensilberkerze sind. Der Wurzelstock wird in Lösung gegeben, die durch farbliche Veränderungen mit der Hilfssubstanz (Referenzsubstanz) abgeglichen wird.

Anschließend wird die Gehaltsbestimmung der wichtigsten Inhaltstoffe (Triterpenglykoside) durchgeführt, die mit der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie-Methode (HPLC) ermittelt werden. Der Gehalt der Triterpenglykoside muss mindestens 0,4% betragen.

Für die Herstellung von Fertigarzneimitteln wie Tabletten oder Tropfen werden im letzten Schritt alkoholische und isopropanolische Extrakte verwendet.

Quellen:
  • Brickell Ch (Hrsg.): Die Neue Garten Enzyklopädie. London, New York, München, Melboune, Delhi 2003
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. Heidelberg 2007
  • Liske E: Therapeutic Efficiacy and Safety of Cimicifuga racemosa for Gynecologic Disorders. In: Advances in Therapy 1998; 15(1): 45-53
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. München & Jena 2010
  • theherbprof.com: Black Cohosh – Cimicifuga racemosa. http://www.theherbprof.com/hrbBlackCohosh.htm, Zugriff am: 21.08.2011

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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