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Thymol (Wirkstoff)

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.11.2016
Thymol (Wirkstoff)

Antiseptischer Wirkstoff aus dem Thymianöl

Thymol ist ein sekundärer Pflanzeninhaltsstoff und natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle von Pflanzen wie Thymian, Oregano oder Ajowan. Als Wirkstoff wird es aus diesen Pflanzen gewonnen oder synthetisch hergestellt. In der Pflanzenheilkunde wird Thymol wegen seiner nachweislichen abtötenden Wirkungen auf Pilze und Bakterien bei Entzündungen der Haut oder der Schleimhäute eingesetzt. Angewendet wird es aber auch bei Erkältungen oder Bronchialproblemen. Aber Vorsicht: Thymol darf medizinisch nur in kleinen Mengen eingesetzt werden da es sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Erbrechen kommen kann. Aus diesem Grund wird der Wirkstoff fast immer in Kombination mit anderen Pflanzen-Extrakten oder ätherischen Ölen eingesetzt.

Auf einen Blick:

Thymol

  • Wirkt: abtötend auf Bakterien und Pilze
  • Kann eingesetzt werden: bei Hautpilz, Entzündungen der Haut- und Schleimhaut, bei bakteriellen Erkrankungen der Atemwege

Inhaltstoffe des Thymols

Thymol ist Wirkstoff und wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoff in einem. Es riecht nach Thymian und bildet in seiner festen Form Kristalle. Es wirkt nachweislich keimtötend (antiseptisch). Besonders gute Wirkungen zeigt es bei der Anwendung gegen Hefe- und Schimmelpilze. Zusätzlich tötet Thymol erwiesenermaßen Bakterien ab und wird deshalb oft bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.

Wirkung bei Pilz- oder bakteriellen Erkrankungen

Keimtötend auf Bakterien und Pilze

Ein geschwächtes Immunsystem bietet die perfekte Grundlage für Krankheitserreger um sich in einem Körper ausbreiten zu können. Dies ist besonders häufig der Fall, wenn eine Erkrankung nicht richtig auskuriert wurde. Bakterien haben jetzt ein leichtes Spiel.

Auch bei Pilzerkrankungen verhält es sich ähnlich. Jeder Mensch hat tagtäglich unbemerkten Kontakt zu Pilzen. Sie befinden sich beispielsweise in Schwimmbädern, in Saunen, in Blumenerde oder auf Tieren und Menschen. Sehen kann man die diese Pilze meistens nicht und sie müssen auch nicht zwingend Krankheiten auslösen.

Schaden können Pilze nur – mit denen übrigens nicht die Pilze aus der Lebensmittelindustrie (Hefe, Käse-Schimmelpilze) gemeint sind – wenn die Haut oder die Nägel vorgeschädigt sind, z.B. durch kleine Hautverletzungen, bei ständigem Aufenthalt an feuchten Orten, inneren Erkrankungen oder durch engen Kontakt mit Personen oder Tieren, die bereits an einer Pilzinfektion leiden.

Alle ätherischen Öle wirken mehr oder weniger stark keimtötend auf Bakterien und Pilze. Bei Thymol ist diese Wirkung überwiegend gegen Hefe- und Schimmelpilze besonders ausgeprägt. Warum ist das so bedeutsam? Vor allem Hefepilze können beim Menschen juckende und schmerzhafte Hautpilzerkrankungen (z.B. Fußpilz) auslösen. Schimmelpilze können sogar Organe befallen.

Kommt nun das Thymol zu Einsatz, versucht es zunächst die Hülle der Krankheitserreger zu stören. Wie alle Zellen brauchen auch Bakterien und Pilze eine Grundlage um sich zu vermehren. Häufig sind dies kleinste Eiweiße, sogenannte Enzyme oder die Erbsubstanz der Erreger. Thymol bewirkt, dass genau diese Stoffe an ihrer Regeneration und Vermehrung gestört (ausgeschaltet) werden. Bakterien lassen sich daher relativ schnell abtöten, bei Pilzen dauert dieser meistens Prozess länger – ist jedoch effektiv.

Aus diesen Gründen macht der Einsatz von Thymol sowohl bei Pilzerkrankungen als auch bei entzündeter Haut- und Schleimhaut sowie bei bakteriell verursachten Atemwegserkrankungen durchaus Sinn. Der Wirkstoff kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, den Körper zurück ins Gleichgewicht zu bringen.

Thymol

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Anwendung und Dosierung von Thymol

Thymol wird in der Praxis fast ausschließlich in Kombination mit anderen Pflanzen-Extrakten oder ätherischen Ölen eingesetzt.

Es darf nur in kleinen Mengen angewendet werden, da es ansonsten Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, Thymol nur in Form von standardisierten Fertigarzneimitteln anzuwenden.

 
Thymol

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken von bestimmungsgemäßen Dosen des Thymols sind nicht bekannt.

Allerdings ist die Dosis ab der Vergiftungserscheinungen auftreten können, relativ gering. Bei Erwachsenen können ab innerlich aufgenommenen Dosen von 4,0 g Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Außerdem kann der langfristige Gebrauch von Thymol die Größe und Funktion der Schilddrüse negativ beeinträchtigen. Es kann zur Kropfbildung kommen.

Wie bei allen ätherischen Ölen ist auch beim Umgang mit dem Thymol bei Säuglingen und Kleinkindern äußerste Vorsicht angebracht. Bei Anwendung im Gesicht, speziell im Bereich der Nase, kann es zu Kehlkopfkrämpfen, Unterdrückung der Atmung und Erstickung kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Thymol ist als Fertigarzneimittel in Kombination mit anderen ätherischen Ölen und Pflanzen-Extrakten in Form von Salbe, Creme und Flüssigkeit zum Gurgeln erhältlich (Mittel gegen Erkältungskrankheiten).

Thymol weißt starke Wirkungen gegen Pilze und Bakterien auf. Es wird daher bei (Haut-) Pilzerkrankungen, bei entzündeter Haut und Schleimhaut sowie entzündlichen Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Hinweise zur Anwendung in der Volksmedizin des Thymols liegen nicht vor.

Quellen:
  • Ammon HPT (Hrsg): Hunnius – Pharmazeutisches Wörterbuch. 9. Auflage, Berlin 2004
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. 8. Auflage, Heidelberg 2007
  • Teuscher E, Melzig MF, Lindequist U: Biogene Arzneimittel. 6. Auflage, München 2004
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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