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Thymol

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Geschrieben von 2011-11-15
Zuletzt aktualisiert am 2017-03-1313.03.2017
Thymol

Die Bildung ätherischer Öle erfolgt natürlicherweise in Drüsenzellen von Pflanzen. Thymol ist ein Bestandteil der ätherischen Öle weniger Lippenblütler und wird beispielsweise vom Thymian oder den Ajowansfrüchten produziert und gespeichert. Die Bevorratung der ätherischen Ölen, die auch als flüchtige Öle bezeichnet werden, erfolgt in den produzierenden Zellen selbst, in speziellen Sekreträumen oder in Drüsenzellen, die unterhalb der „Hautoberfläche“ einer Pflanze liegen.

Wissenswertes über das Thymol

Schon in der Antike machten sich die Menschen die Wirkungen des Thymols zu Nutze. Sie beobachteten, dass Pflanzenzubereitungen, z.B. aus Thymian, einen konservierenden Effekt haben. Diese Wirkung nutzten vor allem die alten Ägypter. Sie rieben ihre Toten mit Thymianzweigen ein, und konnten den Leichnam dadurch leichter mumifizieren.

Tatsächlich ist es die Wirkung des Thymols, die dazu beitrug, dass die natürlichen Zersetzungsprozesse nach dem Tod eingedämmt wurden. Thymol besitzt ausgeprägte Wirkungen gegen Bakterien und Pilze, weswegen es damals wie heute von großer Bedeutung ist. Es konserviert.

Aus diesen Gründen wendet man das reine, isolierte Thymol auch heute noch als Konservierungsmittel in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie ein, etwa zum Herstellen von Zahnpasta, Gurgellösungen oder Rasiercremes.

Entdeckt wurde der Wirkstoff, der die chemische Bezeichnung 5-Methyl-2-(methylethyl)phenol, kurz C10H14O trägt, zu Beginn des 18. Jh. von dem brandenburgischen Chemiker und Apotheker Caspar Neumann. Seine Kristallstruktur wurde hingegen erst um 1980 ermittelt.

Herkunft des Thymols

Eine Heilpflanze, die ätherische Öle enthält, produziert nie nur ein einziges flüchtiges Öl, sondern immer verschiedene – manchmal sogar Hunderte. So ist Thymol in nennenswerten Mengen nicht nur in Thymian enthalten, wobei sein Anteil im Thymiankraut als besonders hoch einzustufen ist.

Das flüchtige Öl ist darüber hinaus auch mit einem Anteil von 35 bis 60% der ätherischen Öle in den Ajowansfrüchten vorhanden. Weitere Pflanzen, die Thymol enthalten, sind beispielsweise Oregano und Bohnenkraut.

Übrigens dient Thymol auch als Ausgangstoff zur Herstellung eines anderen ätherischen Öls, dem Menthol.

Neben der Herstellung des Thymols aus Pflanzen, ist es heute möglich und üblich, den Stoff synthetisch aus anderen Substanzen, namentlich m-Kresol und Isopropylchlorid, zu gewinnen. Die Herstellung des Thymols aus diesen Stoffen durch hohen Druck und hohe Temperaturen ist aus ökonomischer Sicht besser, als die Gewinnung des ätherischen Öls durch Wasserdampfdestillation aus Pflanzen.

Übrig bleiben ein weißes, kristallines Pulver oder farblose Kristalle.

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Verwendete Stoffe und Inhaltstoffe des Thymols

Thymol ist deutscher Name, medizinisch verwendeter Wirkstoff und Inhaltstoff in einem. Die Qualität des Thymols wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Medizinische Wirkungen

Da Thymol insbesondere eine ausgeprägte Wirkung gegen Hefe- und Schimmelpilze zeigt, wird es, neben dem Einsatz als Konservierungsmittel, zudem gezielt gegen Pilzinfektionen der Haut eingesetzt.

Zusätzlich wird Thymol in Erkältungsmitteln zusammen mit anderen ätherischen Ölen gebraucht, weil es nachweislich auch gegen Bakterien wirksam ist.

Weder die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte, noch der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) haben die Wirksamkeit des Thymols bisher bewertet.

Dies ist wahrscheinlich der Fall, weil es sich um einen isolierten Inhaltstoff (Wirkstoff) handelt, und nicht um ein Pflanzenbestandteil (z.B. Blätter oder Blüten) oder um ein ätherisches Öl im klassischen Sinne.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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