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Sternanis – Illicum verum

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Geschrieben von 2011-09-15
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2626.11.2014
Sternanis – Illicum verum

Uralte Heilpflanze der Chinesen

Dreimal pro Jahr werden die fast reifen Früchte von dem Sternanisbaum (Illicium verum) geerntet und garantieren dadurch reiche Erträge. Der Sternanisbaum, der wahrscheinlich aus Südchina und Vietnam stammt, ist heute eine wichtige und symbolträchtige Gewürz- und Arzneipflanze.

Wogegen hilft Sternanis?

Wie bereits im alten China in der Erfahrungsheilkunde angewandt, hilft der Extrakt der Sternanisfrüchte nachweislich bei Magen-Darmbeschwerden, die mit Verdauungsstörungen einhergehen. Darüber hinaus haben die Früchte durch ihre Inhaltsstoffe einen nachweislichen Effekt bei entzündlichen Beschwerden der Luftwege.

Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Extrakte aus Sternanisfrüchten bei „ dyspeptischen Beschwerden mit leichten Krämpfen und katarrhalischen Infekten des Respirationstraktes.“

Wissenswertes über den Sternanis

In hübschen sternförmigen Kapseln (Karpellen), deren Form an kleine Boote oder Kanus erinnern, befinden sich die Früchte des Sternanis.

Bereits 3.000 v. Chr. verwendeten die Chinesen diese Früchte zur Verbesserung der Verdauung und des Atems. Aufgrund dieser langen Tradition findet der Sternanis bis heute Anwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Von China und Vietnam aus verbreitete sich der Baum in verschiedenen Gebieten Asiens wie Indien, Japan und auf den Philippinen. In Indien ist der Sternanis in Ayurveda z.B. bei Blähungen, Durchfallerkrankungen und Gelenkentzündungen (Arthritis) gebräuchlich. Die Japaner pflanzen den Baum hingegen gerne als Tempel- und Gräberschmuck an. Außerdem wird die wohlriechende Rinde dieses Baumes als Räuchermittel während kultischer Handlungen gebraucht. Allerdings ist bei der japanischen Art des Sternanis Vorsicht geboten: Seine Inhaltsstoffe gelten als giftig.

Der echte Sternanis (Illicum verum) hingegen ist nicht giftig – ganz im Gegenteil. Zum Ende des 16. Jahrhunderts soll der Sternanis erstmalig von den Philippinen aus nach Europa gelangt sein. Als Heilpflanze hat er bei uns keine wesentliche Bedeutung gewonnen, wohl aber als Schmuck und in Gewürzsträußchen. Vor allem in Bayern und im Salzburger Land hängt der Sternanis in der Wohnung oder wird als Schmuck zum Festkleid getragen. In seiner langen Tradition in Deutschland hat der Sternanis mehrere Namen erhalten: Badian, Chinesischer Anis und Indischer Anis sind einige der gebräuchlichen Synonyme. Medizinisch verwendet wurde er in verdauungsfördernden und blähungstreibenden Zubereitungen. Als feines Gewürz und getrocknete Duftpflanze wird Sternanis auch heute überall dort, wo Anisaroma gefragt ist, zugegeben. So hat er im Backwerk (besonders zu Weihnachten), in der Konditorei und in der Parfümerie einen festen Platz. Vor allem aber ist er in der Likörindustrie gefragt: Er ist Bestandteil von Magenbitter und Likören.

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Botanik des Sternanis

Sternanis ist ein birkenähnlicher immergrüner und bis zu 10 Meter hoch wachsender Baum, der natürlich zur Familie der Sternanisgewächse (Illiciaceae) gehört. Seine Rinde ist birkenartig weiß, die Blätter eiförmig-lanzettlich, ungezahnt und glatt sowie glänzend. Die Blüten des Sternanis sind von meist gelblicher Farbe. Aus ihnen entwickeln sich die kleinen Sterne, die auch als Balgfrüchte bezeichnet werden. Sie entwickeln einen Durchmesser von etwa 2 Zentimetern und bestehen aus acht bootförmigen Karpellen (Kapseln), die sich im reifen Zustand öffnen. Jede Kapsel enthält je einen braunen Samen, der glatt und glänzend ist.

Verwendete Pflanzenteil und Inhaltsstoffe des Sternanis

Der medizinische Wirkstoff des Sternanis sind seine Früchte. Sternanisfrüchte heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Anisi stellati fructus. Die Qualität der Sternanisfrüchte ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören die ätherischen Öle, die sich in ihrer Zusammensetzung kaum von den ätherischen Ölen der Anisfrüchte unterscheiden. Aus diesem Grund wird sowohl aus dem Sternanis als auch aus Anis (Pimpinella anisum) das ätherische Öl mit der Bezeichnung Anisöl (Anisi aetheroleum) gewonnen. Es wird durch Wasserdampfdestillation extrahiert und schwankt bezüglich des Hauptinhaltstoffes (trans-Anethol) um maximal 5%. Daneben enthalten die Sternanisfrüchte fettes Öl, Flavonoide (v.a. Rutin) und Gerbstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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