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Steinklee - Melilotus officinalis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
Steinklee - Melilotus officinalis

Duftende Pflanze für starke Venen

Bei Spaziergängen oder Wanderungen im Sommer ist dem einem oder anderen bestimmt schon einmal entlang des Wegesrandes, auf Weiden oder auf brach liegenden Flächen der waldmeisterähnliche Duft des Steinklees aufgefallen. Während der Waldmeister jedoch – wie sein Name sagt – in Wälder wächst, liebt der Steinklee eher sonnige Standorte. Insgesamt ist er jedoch eine anspruchslose Pflanze.

Welche Wirkung hat Steinklee?

Die medizinischen Wirkungen des Steinkleekrauts sind sehr speziell. Der Wirkstoff kann von innen heraus Blutgefäße stabilisieren und wiederstandfähiger machen. Deshalb wird Steinkleekraut innerlich bei chronischer Venenschwäche (CVI), zur unterstützenden Behandlung von Spätfolgen der CVI, oberflächlich entzündeten Venen, Hämorrhoiden und Lymphstauungen eingesetzt. Äußerlich finden Steinkleekraut-Extrakte zur Behandlung von Prellungen, Quetschungen und Blutergüssen Anwendung.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die innerliche Anwendung des Steinkleekrauts „bei chronisch venöser Insuffizienz, besonders bei Schmerzen, Schweregefühl in den Beinen, Wadenkrämpfen, Juckreiz und Schwellungen, adjuvant bei Thrombophlebitis, adjuvant beim postthrombotischen Syndrom, adjuvant bei Hämorrhoiden, adjuvant bei Lymphstauungen“ und äußerlich „bei Prellungen, Verstauchungen und oberflächlichen Blutergüssen.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) fast sich in seiner Empfehlung kürzer und befürwortet die Anwendung von Steinkleekraut-Extrakten „bei Krampfaderleiden“ und dessen Begleitsymptome wie „schmerzhafte, schwere Beine, Juckreiz oder nächtliche Wadenkrämpfe“.

Wissenswertes über den Steinklee

Das Interessante am Steinklee ist, dass er über sehr ähnliche Inhaltsstoffe wie der Waldmeister verfügt, weswegen er den typischen Geruch ausströmt. Der Steinklee, der auch Honigklee oder Echter Steinklee heißt, gehört zwar nicht zu den bekanntesten einheimischen Heilpflanzen. Dennoch verfügt die Heilpflanze über hervorragende Qualitäten, wenn es um die Behandlung von Venenleiden geht und hat damit anderen Heilpflanzen Einiges voraus.

Die Wirkung des Steinklees hatten bereits die Heilkundigen im Altertum erkannt. Die Pflanze kommt nicht nur in Deutschland vor, sondern ist beinahe überall auf der Welt Zuhause. Wohl aus diesem Grund kannten und beschrieben vor allem griechische Gelehrte schon im 1. Jahrhundert v. Chr. den Steinklee. Lange Zeit über wurde die Pflanze äußerlich bei Geschwüren z.B. an den Geschlechtsorgangen oder des Afters eingesetzt. Innerlich fand sie als Beruhigungs- und Schmerzmittel Anwendung. Auch wenn sich die meisten dieser Anwendungsbereiche nicht wissenschaftlich beweisen ließen, so ging mancher medizinischer Gebrauch in die richtige Richtung. Steinkleekraut hilft beispielsweise nachweislich gegen Hämorrhoiden – allerdings innerlich angewandt.

Wer den hübsch blühenden Steinklee anbauen möchte, hat es relativ leicht. Wie alle Kleearten bevorzugt auch der Steinklee sandige, kalkhaltige Böden. Er ist eine anspruchslose Pflanze, die auch Trockenheit und Frost gut verträgt.

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Botanik des Steinklees

Steinklee ist ein zweijähriges Kraut aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) mit einer spindelförmigen Wurzel und 30 bis 150 cm langem, niederliegendem, verzweigtem Stängel. Er ist gerillt und krautig. Die gestielten Blätter oder Blättchen des Steinklees sind 3-zählig, mit gezahntem Rand. Seine traubenartigen Blütenstände wachsen aus den Blattachseln und stehen mit einiger Entfernung zu den Blättern. Sie sind nektarreich und Gelb. Die Blütezeit des Steinklees ist von Juni bis September.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Steinklees

Zu medizinischen Zwecken werden von dem Steinklee seine Blätter und blühenden Zweige – also die oberirdische Pflanze – eingesetzt. Als pflanzlicher Wirkstoff heißen diese Pflanzenteile Steinkleekraut. Steinkleekraut kann frisch oder getrocknet eingesetzt werden. Es heißt in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Meliloti herba. Die Anforderungen an die Qualität des Steinkleekrauts sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Steinkleekraut enthält bis zu 0,3% Hydroxy-Cumarinderivate, die zumeist in glykosidischer Form vorliegen. Außerdem enthält das Kraut freie, flüchtige Cumarine, Saponine und Flavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.