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Spitzwegerich – Plantago lanceolata

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Geschrieben von 2011-02-09
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2626.11.2014
Spitzwegerich – Plantago lanceolata

Schnelle Hilfe bei Wunden und Reizhusten

Viele große Ärzte des Altertums empfahlen den Spitzwegerich (Plantago lanceolata) als Heilpflanze. Nicht nur innerlich wurde er angewandt: Man fand früh heraus, dass der Saft bei innerer Hitze und Entzündungen wirkte, und nahm die Spitzwegerichblätter als kühlendes Verbandsmittel bei äußeren Entzündungen.

Wobei hilft Spitzwegerich?

Der Spitzwegerich ist als Heilkraut seit jeher für seine Wirkung bei Entzündungen bekannt. Heute steht fest, dass sich die innerliche Anwendung der Heilpflanze bei entzündeten Bronchien eignet und bei Halsschmerzen, Husten und Reizhusten lindernd und reizmildernd eingreifen kann. Außerdem ist es bei Entzündungen im Mund und Rachen hilfreich. Wird der Spitzwegerich äußerlich eingesetzt, hilft er nachweislich bei entzündeter Haut.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen den therapeutischen Einsatz des Spitzwegerichkrauts innerlich bei folgenden Anwendungsgebieten: „bei Katarrhen der Luftwege und bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut.“
  • Für die äußere Anwendung befürworten die Kommission E und die Gesellschaften für Phytotherapie die Verwendung des Krautes „bei entzündlichen Veränderungen der Haut.“

Wissenswertes über den Spitzwegerich

Als die verschiedenen Wegericharten erstmals Einzug in die historischen Kräuterbücher fanden, standen vor allem der dem Spitzwegerich verwandten Breitwegerich oder auch der Große Wegerich interessanterweise als Heilpflanzen im Fokus der heilenden Zunft. Der Spitzwegerich hingegen wird noch zum Ende des 19. Jahrhunderts eher stiefmütterlich als Viehfutter wahrgenommen. In der modernen Literatur über Heilpflanzen ist von dieser Verwendung keine Rede mehr. Der Spitzwegerich hat alle anderen Wegerich-Arten als pflanzliches Heilmittel abgelöst. Er wird übrigens auch Wegebreit und Wegetritt genannt, was auf seinen natürlichen Standort an Wegesrändern und Wiesen hindeutet.

Im Mittelalter wurde der Spitzwegerich oder Wegerich gerne und oft zusammen mit anderen Heilpflanzen eingesetzt. Die Äbtissin Hildegard von Bingen setzte die Pflanze beispielsweise als Bestandteil eines Arzneimittels gegen „Verhärtungen der Leber“ als Folge von „Speisen ohne Maß und Auswahl“ ein. Hierfür wurde ein Teil Huflattich mit zwei Teilen „Wegerichwurzel“ klein geschnitten und getrunken.

Schwermütigen Menschen wurde ein Getränk angeraten, das aus Wegerichwurzeln und Schwertel (Wels?), Muskatnuss und Galgant sowie Wasser bestand.

Außerdem wurde die Pflanze zusammen mit komplizierten Ritualen auch bei übermäßigem Geschlechtstrieb sowohl bei Männern als auch bei Frauen eingesetzt.

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Botanik des Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine weitverbreitete, mehrjährige Wiesenpflanze mit einer reichfasrigen Wurzel und gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die lanzettlichen, parallelnervigen Blätter sind zu einer bis zu 40 cm hohen Rosette angeordnet. Aus dieser entspringen aufrechte, bis 80 cm hohe Blütenstängel mit zylindrischen bis kegeligen Ähren. Die Ähren blühen kontinuierlich von unten nach oben auf. Aus ihnen entwickeln sich die Samen, die von ovaler Form sind und bis 3,5 mm groß werden sowie von hellbrauner Farbe sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs

Zu den medizinisch eingesetzten Pflanzenteilen des Spitzwegerichs gehört das Kraut. Spitzwegerichkraut wird zur Blütezeit geerntet und umfasst die frischen oder getrockneten oberirdischen Teile der Pflanze. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt Spitzwegerichkraut Plantaginis lanceolatae herba. Die Qualität des Wirkstoffes ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Spitzwegerichkraut enthält hohe Anteil an Iridoidglykoside (v.a. Aucubin und Catalpol), Schleimstoffe, Phenylethanoide, Kieselsäure, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Hydroycumarine und Phenolcarbonsäuren.

Detaillierte Informationen und wirksame Hausmittel finden Sie in unserem Wirkstoffartikel zum Spitzwegerichkraut.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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