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Schwarzer Tee – Camellia sinensis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
Schwarzer Tee – Camellia sinensis

Erst Medizin, dann Weltanschauung

Denkt man an Tee, so verbindet man ihn mit einem heute weltweit bekannten und beliebten Getränk, hergestellt aus den getrockneten und besonders behandelten Blättern des Teestrauches. Der Teegenuss und die Entwicklung des Teeanbaus sind eng verbunden mit der Geschichte Chinas.

Medizinische Wirkungen

Die Abgrenzung der Schwarzen Teeblätter zwischen dem Gebrauch als Lebensmittel und Arzneimittel fällt nicht leicht, zumal offizielle medizinische Institutionen wie die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) Schwarzen Tee ausschließlich als Lebensmittel einstufen.

Dennoch konnten dem Schwarzen Tee medizinische Wirkungen nachgewiesen werden. Dazu gehören der innerliche Einsatz bei körperlicher und geistiger Ermüdung, die Anwendung bei DurchfallHarnsteinen und zur Vorbeugung vor Gefäßveränderungen (Arteriosklerose). Äußerlich können Schwarze Teeblätter bei (nässenden) Hauterkrankungen und Ekzemen eingesetzt werden.

Wissenswertes über den Schwarzen Tee

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Angeblich soll der Teestrauch schon vor rund 5000 Jahren bekannt gewesen sein, was allerdings schwer beweisbar ist, weil die ältesten chinesischen Schriftzeichen erst um 1400 v. Chr. nachgewiesen sind. Ganz sicher ist die Erwähnung des Tees (als „TU“) im 3. vorchristlichen Jahrhundert. Wahrscheinlich war er damals und für lange Zeit „nur“ Medizin. Man hat in dieser „vorklassischen“ Teezeit die Blätter gedämpft, zerstoßen und mit vielerlei Zutaten (Ingwer, Salz, Apfelsinenschalen oder Milch) gekocht. Das Getränk war sicherlich keine große Gaumenfreude, aber es hatte viele positive Wirkungen, die auf den Gehalt an Gerbstoffen und an Coffein (früher Teϊn) zurückzuführen sind. Im Gegensatz zum Coffein im Kaffee wird dem Schwarzen Tee jedoch seither eine sanft anregende und belebende Wirkung nachgesagt, während Kaffee schneller und intensiver wirken soll.

Schwarzer Tee soll also langsam beleben, dafür soll die Wirkung länger anhalten und langsamer abklingen. All das erklärt die angenehme, stimulierende Wirkung einer Tasse Tee, der, wie viele chinesische Philosophen schrieben, „die Seele erfreut und das Leben schöner macht“. Als man das im alten China erkannt hatte, wurden der Tee sozusagen zu einer Weltanschauung und der Teegenuss zu einer feierlichen Handlung, die sich in der japanischen Teezeremonie (überwiegend mit Grünem Tee) noch bis heute erhalten hat.

Nach Japan kam der Tee angeblich im 9. Jahrhundert aus China und nach Europa durch die Holländer im 17. Jahrhundert. Von dort aus wurde er dann in England und in Deutschland bekannt.

Botanik des Schwarzen Tees

Der Schwarze Tee ist ein kleiner Baum oder Strauch aus der Familie der Teestrauchgewächse, der wegen Erntezwecken jedoch auf einer Höhe von maximal 1,5 m gehalten wird. Schwarzer Tee wächst in Himalaya-Regionen in Höhenlagen bis über 2300 m ü.d.M. Seine ledrigen Blätter, sind wechselständig angeordnet und immergrün. Die hübschen, gestielten Blüten sind meist alleinstehend oder in Büscheln mit wenigen anderen Blüten. Sie haben je zwischen 4 und 7 Kron- und Kelchblätter, wobei die Blütenblätter am Grunde mit vielen Staubblättern verwachsen sind. Aus ihnen entwickelt sich die grünlich-braune Frucht, die eine holzige Kapsel darstellt und zwischen 1 und 3 Samen in sich trägt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Schwarzen Tees

Zur Herstellung von Schwarzem Tee werden die Blätter des Strauches verwendet. Hierzu durchlaufen die Blätter nach der Ernte mehrere Prozesse. Die Aufbereitung erfolgt nacheinander durch Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren (Sieben). Schwarze Teeblätter dienen in erster Linie als Lebensmittel. Sie besitzen jedoch auch arzneiliche Wirkungen und heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Theae nigrae folium. Da es sich in erster Linie um ein Lebensmittel handelt ist die Qualität der Schwarzen Teeblätter in keinem Arzneibuch festgelegt.

Schwarze Teeblätter enthalten zwischen 2,9 bis 4,2% Coffein, das zu der Inhaltsstoffgruppe der Purinalkaloide gehört, Gerbstoffe, Flavonoide, Triterpensaponine und ätherische Öle.

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