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Rettich (Schwarzer) – Raphanus sativus

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.11.2014
Rettich (Schwarzer) – Raphanus sativus

Scharfes Feldgemüse für Verdauung und Atemwege

Dass die scharf schmeckende Wurzel des schwarzen Rettich nicht nur ein leckeres Gemüse, sondern auch medizinisch wertvoll ist, ist der traditionellen Pflanzenheilkunde lange bekannt. Die ältesten Hinweise zur Nutzung der Rübe stammen aus Nordchina. Über die Anfänge der europäischen „Rettichkultur“ ist indes wenig bekannt.

Wobei hilft Schwarzer Rettich?

Die Wurzel des Schwarzen Rettich (auch: Winterrettich) ist ein nahrhaftes Wintergemüse, das die Verdauung in Schwung bringt. Die reichlich in der Rübe enthaltenen Senföle regen die Produktion von Gallensaft an, die für die Zersetzung von Nahrungsfetten wichtig ist. Darum ist der Rettich in der Lage, Verdauungsstörungen mit Bauchschmerzen und Blähungen zu lindern. 

Extrahiert man wiederum einen Rettichsaft oder Rettichsirup aus der Rübe, erhält man eine wirksame Pflanzenarznei gegen Atemwegserkrankungen und hartnäckigen Husten

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die therapeutische Anwendung der Schwarzen Rettichwurzel „bei dyspeptischen Beschwerden, insbesondere infolge von Dyskinesien der Gallenwege und bei Katarrhen der oberen Luftwege.“

Detailliertere Infos und wirksame Hausmittel finden Sie in unserem Wirkstoffartikel zur Schwarzen Rettichwurzel.

Wissenswertes über den Schwarzen Rettich

Schriftlich erwähnt wird der Schwarze Rettich bereits um 400 v.Chr. Zu dieser Zeit beschränkten sich seine Anbau- und Verwendungsgebiete wahrscheinlich auf die Länder rund um das Mittelmeer.

In Deutschland und der Schweiz fand die Rübe frühestens vom 9. Jahrhundert an Verbreitung. Sie wurde einst in den Klostergärten gezogen. Die Äbtissin und Naturforscherin Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) nennt die Pflanze bereits retich. Im weiteren Verlauf des Mittelalters behält der Schwarze Rettich seine Popularität. Er erscheint in fast allen medizinischen Kräuterbüchern, so bei Otto Brunfeld (1532), Leonhart Fuchs (1543) und Hieronymus Bock (1532).

Liest man heute in botanischen Büchern über den Schwarzen Rettich, fällt auf, dass er seinen botanischen Namen Raphanus sativus mit dem Radieschen und dem Eiszapfen teilt. Tatsächlich gibt es aber einige Unterschiede zwischen den genannten Arten. Bei Rettichen ist die fleischige Wurzel beispielsweise größer, derber und schärfer im Geschmack. Radieschen (Raphanus sativus radicula) sind in allem kleiner, dünnschaliger, zarter und weniger Scharf. Eiszapfen ähneln den Radischen stark. Sie sind praktisch lange, weiße Radieschen.

Der Schwarze Rettich wird in den verschiedensten Gebieten und Klimazonen der Erde angebaut. In Europa und Nordamerika wird Schwarzer Rettich in Hausgärten und gebietsweise in Gartenbaubetrieben gezogen. In Ostasien ist ihr Verbrauch wesentlich größer. Rettiche stehen dort häufiger als in Europa auf dem Speiseplan.

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Botanik des Schwarzen Rettichs

Der Schwarze Rettich kann bis zu 1 m hoch wachsen und gehört zu der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Direkt aus seiner großen, fleischigen Wurzel entspringen seine bis zu 40 cm langen, fiederlappigen Blätter, die unterseitig auf den Blattnerven von kurzen, anliegenden Haaren rau überzogen sind. Sein Stängel ist röhrenartig, ästig verzweigt, gebogen und kann sowohl kahl als auch behaart sein. Oft ist der Stängel violett, was vor allem in den Achseln der Seitenzweige der Fall ist. Der Schwarze Rettich verfügt über eine lockere Blütentraube mit zirka 20 Blüten. Seine roten oder grünen Kelchblätter können bis zu 1 cm lang werden, während die verkehrt eiförmigen Kronblätter violett oder weiß sind, und eine dunkle Aderung aufweisen. Aus ihnen entwickeln sich die Früchte, die auf aufrecht abstehenden Stielen stehen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Schwarzen Rettichs

Medizinischer Wirkstoff des Schwarzen Rettichs ist seine frische Wurzel. Er kann von zwei verschiedenen Schwarzen Rettichen gewonnen werden, die sich botanisch geringfügig unterscheiden. Hierzu gehören die Sorten Raphanus sativus L. var. niger (M.) S.K. und/oder Raphanus sativus L. ssp. niger (M.). D.C. var. albus D.C. Entscheidend für die arzneiliche Wirkung des Schwarzen Rettichs sind aber die Zusammensetzung und der Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen. Dies bei beiden Rettichsorten annähernd identisch.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt der Schwarze Rettich Raphani sativi radix, dessen Anforderungen an die Qualität derzeit in keinem Arzneibuch geregelt wird.

Die Schwarze Rettichwurzel enthält Glucosinolate, bis zu 0,1% vom Frischgewicht. Durch Umwandlungsprozesse (enzymatische Spaltung) wird aus den Glucosinolaten Senföl. Außerdem enthält die Schwarze Rettichwurzel ätherische Öle.

Foto: Wikipedia©goldlocki

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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