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Holunderblüten – Sambuci flos

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Geschrieben von 2011-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2018-05-0303.05.2018
Holunderblüten – Sambuci flos

Schweißtreibend bei Erkältung, Fieber und Schüttelfrost

Die Blüten des Holunder können Ende Mai bis Juni geerntet werden. Die Blütenstände werden dabei in Gänze beschnitten und an einem schattigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Nach dem Trocknen werden die Stängel abgeschnitten und die Blüten in dunklen Gläsern aufbewahrt. Man bekommt getrocknete Holunderbküten aber auch problemlos in der Apotheke. Sie wirken nachweislich schweißtreibend, wohltuend auf die Atemwege und stärkend auf das Immunsystem. Sie eignen sich daher, zum Beispiel als Holunderblütentee, hervorragend zum Einsatz bei Erkältungen – auch wenn diese mit Fieber und Schüttelfrost verbunden sind.

Der europäische Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel HMPC hat Holunderblüten basierend auf langjähriger Erfahrung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Der Wirkstoff besitzt dabei keine Nebenwirkungen und kannin kleinen Mengen sogar bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt werden. Die Dosierung sollte dabei aber besser mit dem Arzt abgeklärt werden.

In der Volksmedizin werden Holunderblüten als Gurgelwasser bei Atemwegserkrankungen, Husten, Schnupfen, Kehlkopfentzündungen, Grippe, Atemnot und bei schlechtem Körpergeruch eingesetzt. Ferner bei Rheuma, bei Gicht und Hautkrankheiten und als harntreibendes Mittel.

Auf einen Blick:

Holunderblüten als pflanzlicher Wirkstoff

  • wirken: schweißtreibend, antioxidativ, steigernd auf die Sekretbildung in den Bronchien, immunstimmulierend
  • können eingesetzt werden: bei Erkältungskrankheiten, Fieber, Schüttelfrost

Inhaltsstoffe von Holunderblüten

Wie bei den meisten pflanzlichen Wirkstoffen gibt es auch bei den Holunderblüten keinen Inhaltsstoff, der alleinig für die Wirkung verantwortlich ist. Sie enthalten aber einen besonders hohen Anteil an Flavonoiden (v.a. Rutin), die im Allgemeinen entzündungshemmend wirken können, aber auch Hydroxyphenylcarbonsäuren, ätherische Öle und weitere interessante Inhaltsstoffe. Vermutlich ist es erst das Zusammenwirken der Substanzen in den Blüten, die die Wirkung gegen Erkältungskrankheiten auslöst.

Außerdem wird die Wirkung von Glykosiden in den Holunderblüten diskutiert. Ihnen wird eine schweißtreibende Wirkung nachgesagt.

Wirkung bei Erkältungskrankheiten

Der Wirkmechanismus der Holunderblüten ist noch nicht geklärt. Mit anderen Worten: Es ist unbestritten, dass Holunderblüten schweißtreibend wirken und somit gegen Erkältungen, Fieber und Schüttelfrost helfen – man weiß aber nicht, welche Prozesse dafür verantwortlich sind.

Vermutet wird, dass manche Glykoside, die in den Holunderblüten enthalten sind, die schweißtreibende Wirkung hervorrufen. Aber auch hier verfolgen Wissenschaftler bis heute nur eine undeutliche Spur.

Ähnlich verhält es sich mit weiteren Wirkungen der Holunderblüten. So stellten Wissenschaftler beispielsweise fest, dass Holunderblüten eine Steigerung der Produktion von Bronchialsekreten bewirken können, dass die Extrakte antioxidativ wirken können – also schützend vor Zellschädigungen und das Immunsystem stärken können, indem sie das Wachstum von tierischen Krankheitserregern hemmt.

Alles in allem steht der Wissenschaft noch eine spannende Aufgabe bevor, um den Wirkmechanismus der Holunderblüten zu entschlüsseln.

Holunderblüten

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Anwendung, Rezepte und Dosierung

Holunderblütentee

Bei Erkältungskrankheiten, auch wenn sie von Fieber und Schüttelfrost begleitet werden, gehören Holunderblüten zu den pflanzlichen Heilmitteln der ersten Wahl. Überbrühen Sie hierzu 2 bis 3 Teelöffel (3 bis 4 g) der Holunderblüten mit 1 Tasse (150 ml) heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen, bevor Sie die Blüten absieben.

Dosierung

Trinken Sie täglich 1 bis 2 Tassen Holunderblütentee möglichst heiß und bevorzugt in der zweiten Tageshälfte, bis die Beschwerden nachlassen.

Erkältungstee

Holunderblüten können sehr gut mit anderen Heilpflanzen zu einem Erkältungstee kombiniert werden, vor allem wenn diese in Kombination mit Atemwegserkrankungen, Fieber und/oder Schüttelfrost auftreten. Für diese Teemischung benötigen Sie:

Übergießen Sie hierzu einen gestrichenen Esslöffel der Teemischung mit einer großen Tasse (250 ml) kochendem Wassers und lassen Sie den Tee zehn Minuten lang zugedeckt ruhen. Sieben Sie die Mischung anschließend durch einen Teefilter ab.

Dosierung

Trinken Sie bis zu dreimal täglich eine Tasse des Tees.

Holunderblütensirup

Holunder wirkt unspezifisch immunstimulierend und hilft unter anderem bei Husten und Halsschmerzen. Hierfür kann auch ein selbstgemachter Holunderblütensirup zum Einsatz kommen, den man natürlich auch für leckere Drinks mit Sekt oder Mineralwasser verwenden kann. Und das geht so:

  • Holunderblütendolden 20 Stk
  • Zucker 1 kg
  • Zitronensäure 20 g
  • Bio-Zitronen 3 Stk

1,5 Liter Wasser aufkochen, den Zucker hineinrühren und köcheln lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen und die Zitronensäure einrühren. Die Blütendolden in ein großes Glasgefäß geben, Zitronen in Scheiben schneiden und dazugeben. Mit der kalten Zuckerlösung übergießen und fünf Tage zugedeckt stehen lassen, zwischendurch immer mal wieder durchschütteln. Abgießen, in Flaschen abfüllen und kühl lagern.

Holunderblüten

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (10 bis 15 g) der Holunderblüten nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Holunderblüten sind als Fertigarzneimittel bisher nicht als Monopräparat verfügbar. In Kombination mit anderen Heilpflanzen sind sie als Dragees, Brausetabletten, Tropfen und Sirup erhältlich (Mittel gegen Entzündungen der Nasennebenhöhlen). Außerdem erhalten Sie die Blüten in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Holunderblüten gehören zu den ganz alten pflanzlichen Arzneimitteln, welche bei Erkältungskrankheiten eingesetzt werden. Dieser Einsatzbereich wurde von offizieller medizinischer Seite bestätigt, ebenso wie die Anwendung bei Fieber und Schüttelfrost.

 

Quellen:
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. 4. Auflage, München 2010
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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