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Sanddornöl – Oleum hippophae rhamnoides

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 21.01.2016
Sanddornöl – Oleum hippophae rhamnoides

Sanddornöl enthält zahlreiche wertvolle Fettsäuren, die positive Eigenschaften auf die Regeneration der Haut entfalten können. Der Wirkstoff wird daher vorrangig äußerlich bei Erkrankungen oder Schädigungen der Haut eingesetzt. Dazu zählen Sonnenbrand, Verbrennungen, Akne oder Neurodermitis. Der Sanddorn besitzt zwei medizinische Wirkstoffe: das fette Öl (Sanddornöl), das durch Kaltpressung aus den Samen und dem Fruchtfleisch der Sanddornfrüchte gewonnen wird, und die Sanddornfrüchte.

Sanddornöl gehört in Deutschland noch nicht lange zu den populären pflanzlichen Wirkstoffen und ist aus diesem Grund (noch) nicht offiziell medizinisch bewertet worden. Andererseits wurde das Sanddornöl in den vergangen Jahren gut untersucht und es liegen eindeutige Belege für die Wirksamkeit des fetten Öls vor.

Auf einen Blick:

Sanddornöl

  • Wirkt: regenerierend auf die Haut, hautpflegend, entzündungsmindernd
  • Kann eingesetzt werden: bei Hauterkrankungen und Hautschäden

Inhaltsstoffe des Sanddornöls

Zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen des Sanddornöls zählen die enthaltenen fetten Öle, Vitamin E und Carotinoide. Die fetten Öle setzen sich vorrangig aus Linolsäure, Linolensäure, Isolinolsäure, Ölsäure, Palmitoleinsäure und Stearinsäure zusammen.

Wie bei vielen pflanzlichen Wirkstoffen begünstigen sich die Inhaltsstoffe des Sanddornöls untereinander und können dadurch ihre positiven Wirkungen entfalten. Daneben ist jedoch bekannt, dass manche Inhaltsstoffe über spezielle Wirkungen verfügen. Besonders die Linolsäure und Linolensäure wirken lindernd auf die Beschwerden bei Neurodermitis (atopisches Ekzem). Ölsäure hingegen kann sich begünstigend auf die Blutfettwerte auswirken.

Das enthaltende Vitamin E ist zudem als Radikalfänger bekannt und kann Zellschäden vermindern. Zu guter Letzt ist Sanddornöl reich an Carotinoiden, die schützend auf die Haut- und Schleimhautfunktion wirken können.

Wirkung bei Hauterkrankungen

Beruhigt empfindliche und geschädigte Haut

Sanddornöl ist als pflanzlicher Wirkstoff eine Art Alleskönner für geschützte und schnell heilende Haut. Die Zusammensetzung des Wirkstoffes ähnelt der unserer natürlichen Hautoberfläche und kann dadurch Erkrankungen und Schäden lindern. Seine hohen Anteile an Linol- und Linolensäure sowie an Palmitoleinsäure machen das Sandornöl besonders wertvoll, weil diese Fettsäuren die natürliche Schutzfunktion der Haut untermauern und gleichzeitig beruhigend und balancierend auf die Haut wirken. Zusätzlich kann das enthaltene Vitamin E vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Vitamin E gehört zu den Radikalfängern, d.h. es kann schädlichen (reaktiven) Sauerstoff- und Stickstoffatmen entgegenwirken, die durch ihre chemischen Reaktionen Proteine, Fettsäuren oder die Erbsubstanz (DNA) verändern können.

Sanddornöl ist von kräftiger orangener Farbe, was auf seinen Carotingehalt hindeutet. Wie das Vitamin E sind auch die Carotinoide als Radikalfänger bekannt. Sie können die Haut bei äußerer Anwendung von UV-Strahlung schützen.

Sanddornöl
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Anwendung und Dosierung von Sanddornöl

Cremes

Sanddornöl ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der vielfach zu kosmetischen Zwecken eingesetzt wird, z.B. in Form von Tagespflegen oder Augencremes. Entscheidend ist der Gehalt an Sanddornöl bei kosmetischen Produkten. Erkundigen Sie sich bitte vor dem Kauf eines solchen Produktes bei unabhängigen Stellen, z.B. Stiftung Warentest, wie das Produkt abgeschnitten hat. Anders verhält es sich bei dem reinen Sanddornöl. Es ist hochkonzentriert, sollte jedoch ebenfalls vor dem Kauf auf Qualität(-Siegel) geprüft werden. Im Zweifelsfall erhalten sie hochwertige Ware stets in Apotheken.

Einsatzgebiete

Bei Wunden, Verbrennungen, Entzündungen aber auch bei Neurodermitis kann das reine Sanddornöl (erhältlich in Apotheken und Reformhäusern) schützend und heilungsfördernd auf die Haut wirken.

Anwendung

Geben Sie 1 bis 2 Tropfen des Sanddornöls aus die zu behandelnde Hautstelle und massieren Sie das Öl vorsichtig ein. Bitte beachten Sie, dass Sanddornöl wegen seines Carotingehalts färbt.

Sanddornöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis 5 bis 10 g) des Sanddornöls nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Sanddornöl ist als Fertigarzneimittel bislang noch nicht verfügbar. Als Hautpflegeprodukt ist es in Form von Creme und  Milch erhältlich.

Sanddornöl konnte in jüngster Zeit wundheilungsfördernde und leberschützende, Wirkungen nachgewiesen werden. Medizinisch eingesetzt kann der Wirkstoff wegen seinen regenerierenden Eigenschaften bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Verbrennungen oder Sonnenallergien werden.

In der Volksmedizin wird Sanddornöl wie oben beschrieben eingesetzt.

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
  • Lama YCh, Ghimier SK, Aumeeruddy-Thomas Y: Medical Plants of Dolpo. Kathmandu 2001
  • Kasper H: Ernährungsmedizin und Diätetik. 9. Auflage, München & Jena 2000
  • Kubelka W, Länger R: Phytokodex. 2. Auflage, Gablitz 2001

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.