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Sanddorn – Hippophae rhamnoides

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
Sanddorn – Hippophae rhamnoides

Vitaminreich, heilungsfördernd und robust

Die Sanddornfrucht ist nicht nur sehr schmackhaft, sie ist auch ein Vitaminspender ersten Ranges. Bereitet man aus den Beeren des Dornenbuschs einen frischen Tee oder einen Sanddornsaft, erhält man gerade in der Erkältungszeit eine lecker-potente Unterstützung für gebeutelte Abwehrkräfte. Denn Sanddorn ist reich an wertvollen Fettsäuren, an natürlichem Vitamin C und Vitamin B12 und überflügelt mit seinem Vitamingehalt sogar die gute alte Zitrone. Die vitalisierende Wirkung der Früchte ist nicht nur der westlichen Pflanzenheilkunde bekannt. Sanddorn ist in allen großen Medizinsystemen der Welt von geschätzter Bedeutung und fehlt weder im Medizinschrank traditioneller chinesischer Ärzte, noch im indischen Ayurveda.

Die Wirkungen von Sanddorn auf die Gesundheit

Die Früchte des Sanddornbusches eignen sich, innerlich angewendet, um Infektionskrankheiten wie Erkältungen vorzubeugen. Ihre Inhaltsstoffe unterstützen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und helfen dem Körper bei der Regeneration (Rekonvaleszenz) nach Phasen der Krankheit. Schon 2 Esslöffel Sanddornsaft reichen, um den täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken.

Auch der Haut kann die Pflanze Gutes tun. Sanddornöl, das durch Zentrifugieren des Beerenpresssaftes oder aus den Samen gewonnen wird, besitzt eine nachweislich positive, das heißt reizlindernde und antientzündliche Wirkung bei der Behandlung wunder Haut, zum Beispiel bei Neurodermitis oder Sonnenbrand

Der Sanddorn besitzt in modernen Pflanzenheilkunde eher Newcomer-Status. Daher wurden seine Wirkstoffe weder von der Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte, noch vom europäischen Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) bewertet.

Wissenswertes über den Sanddorn

In Deutschland wächst der Sanddorn überwiegend in Küstenregionen. Dünen mit kalkhaltigen Kies- oder Sandböden mag er gern, aber auch in Auenwäldern und Flußauen der Gebirgsflüsse und auf Felsschutt kommt er vor. Im Binnenland sind Wildvorkommen selten. Im Gebirge gedeiht die Pflanze hierzulande in Höhen bis zu 1500 Metern. In anderen Regionen der Welt, z.B. in Nepal, wird der Sanddorn sogar auf über 3000 Höhenmetern angebaut und ist ein wichtiges Exportprodukt.

In Deutschland wird der dornige Strauch lieber als Ziergehölz angebaut, dessen Früchte bis weit in den Winter hinein am Strauch verbleiben. Auch deshalb hat der Sanddorn in vielen Gärten, Parkanlagen, aber mittlerweile auch im kommerziellen Anbau Verbreitung gefunden. Gepflanzte Sträucher ergeben viel größere Erträge als Wildsträucher. Die Sanddornernte ist alllerdings etwas schwierig, weil die empfindlichen Früchte bei Druck leicht zerplatzen und die Pflanze an sich nicht eben wenig Dornen trägt. Am besten schneidet man die kleinen Früchtebüschel mithilfe einer Schere ab und lässt sie einfach in ein Gefäß fallen.

Der Sanddorn ist als pflanzliches Arzneimittel in Deutschland erst in den letzten Jahren in Mode gekommen. Die traditionelle Naturheilkunde, etwa in Russland, nutzt vor allem das Sanddornöl seit langer Zeit für die Behandlung von Hauterkrankungen.

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Botanik des Sanddorns

Sanddorn ist ein ästiger, dorniger, sommergrüner, mittelhoher Strauch aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). In seltenen Fällen erreicht er sogar Baumhöhe. Er ist zweihäusig: Das heißt, die Sträucher tragen entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die Blüten erscheinen vor den Blättern im April. Während die männlichen Blüten eher unscheinbar daher kommen, stehen die weiblichen in ährigen, armblütigen Trauben. Bei den Sanddornfrüchten handelt es sich um fleischige, beerenartige, um 7 mm lange, blaßgelbe bis orange Steinfrüchte. Sie haben einen etwas unangenehmen Geruch. Die Blätter sind bis 6 cm lang, lineallanzettlich, ganzrandig, oberseits graugrün, unterseitig silbergrau mit dichtstehenden Schildhaaren.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Sanddorns

Zwei Pflanzenteile sind es, die beim Sanddorn als Wirkstoffe von medizinischem und pharmazeutischem Interesse sind: frische oder getrocknete Sanddornfrüchte (Scheinfrüchte) und das fette Öl, das aus den Samen und aus dem Fruchtfleisch gewonnen wird. Es wird als Sanddornöl oder Sanddornkernöl bezeichnet. Der medizinische und pharmazeutische Fachbegriff für Sanddornfrüchte lautet Hippophae rhamnoides fructus, für Sanddornöl Oleum hippophae rhamnoides.

Sanddornfrüchte sind wahre Vitaminbomben. Sie enthalten viel Vitamin C und B-Vitamine, sind reich an Carotinoiden (β-Carotin, γ-Carotin, Lycopin). Ferner enthalten sie Flavonoide, Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Anthocyane. Das fette Öl in den Samen besteht vor allem aus Ölsäure, Isolinolsäure, Linolensäure und Stearinsäure.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.