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Geschichte der Sägepalme (Sabal)

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Geschrieben von 2011-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2014-08-2525.08.2014
Geschichte der Sägepalme (Sabal) Fotolia_©MichaelRoush

Die Indianer der nordamerikanischen Südstaatenregionen haben die Früchte der Sägepalme schon vor über tausend Jahren als Nahrungs- und Arzneimittel gebraucht. Aber auch den Maya waren die Extrakte als „universelles Tonikum“ bekannt. Von den Bahamasbewohnern und den dorthin verschleppten Sklaven ist die Anwendung der Pflanze gegen Libidoverlust und Impotenz bekannt. Oft wurden Sägepalmenfrüchte aber einfach als Lebensmittel verzehrt, da sie wegen ihres hohen Fettanteils ausgesprochen nahrhaft sind.

Bester Freund des gereiften Mannes

In manchen Gebieten Amerikas sind Sägepalmenfrüchte lapidar als „bester Freund des alten Mannes“ geläufig. Die Wirkung auf die Prostata (Vorsteherdrüse) müssen die Menschen schon lange – vielleicht indirekt beobachtet haben. Heute ist bekannt, dass die Früchte der Palme tatsächlich Linderung bei einer vergrößerten Prostata verschaffen können. Bei einer vergrößerten Vorsteherdrüse kann für Mann das Wasserlassen zu einer echten Qual werden. Dass die Früchte der Sägepalme Männern bei schmerzhaftem Wasserlassen helfen können, wurde allerdings erst in 19. und 20. Jahrhundert näher beobachtet – wohl wegen lange fehlender anatomischer Kenntnisse. Diese Beobachtung wurde später wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Heute werden die Früchte der Sägepalme oft mit Extrakten aus der Brennnesselwurzel kombiniert, da sich beide Wirkstoffe untereinander begünstigen können.

In Amerika werden die Früchte wegen dieser Wirkung daher auch manchmal als „pflanzlicher Katheter“ bezeichnet, weil die Extrakte einen Effekt auf den Blasenboden und die Prostata besitzen.

Früher glaubte man dort, dass die Früchte auch die Spermienproduktion ankurbeln könne und die Lust beim Mann erhöhe. Da Sägepalmenfrüchte jedoch das männliche Sexualhormon Testosteron in einen schwächer wirkenden Botenstoff umwandeln, ist diese Wirkung eher unwahrscheinlich. Bei Frauen soll der Verzehr der Früchte als Tee eine Brustvergrößerung bewirken.

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Namensgebung der Sägepalme

Die langen, fächerförmigen Blätter der Sägepalme sind gesägt. Dieser Eigenschaft hat die Sägepalme ihren deutschen Namen zu verdanken.

Der Name Sabal kann von der indianischen Bezeichnung für Palme abgeleitet werden. Ebenso bedeutet ihr lateinischer Beiname  „gesägt“.

Ein wissenschaftliches Synonym der Sägepalme lautet Serenoa repens. Hierbei handelt es sich um die gleiche Pflanze. Serenoa lässt sich ebenfalls von dem lateinischen Wort serratus (sägeförmig) ableiten. Der Beiname repens lässt auf das kriechende Rhizom Rückschlüsse zu. Es bedeutet „kriechend“.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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  Wirksamer Pflanzenteil:
Sägepalmenfrüchte – Sabal fructus
Sägepalmenfrüchte
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
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