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Rotes Seifenkraut – Saponaria officinalis

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Geschrieben von 2011-11-08
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2626.11.2014
Rotes Seifenkraut – Saponaria officinalis

Früher war Seifenkraut die Seife für arme Leute und Mönche. Bringt man die Pflanze nämlich mit Wasser in Berührung, so beginnt sie einen reinigenden seifenähnlichen Schaum zu bilden, der tatsächlich Fette und Öle lösen kann. Als pflanzliches Arzneimittel macht man sich diese Wirkung traditionell in einem anderen Bereich zu Nutzen. Nämlich zur Reinigung der Atemwege bei Husten und Bronchitis. 

Wobei hilft Seifenkraut?

Das rote Seifenkraut, das heißt die Wurzel der Pflanze (Rhizom), ist eines der ganz alten pflanzlichen Arzneimittel, die effektiv gegen festsitzenden Husten wirken, da es das Lösen und den Auswurf von Bronchialsekret fördert.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die rote Seifenwurzel „bei Katarrhen der oberen Luftwege.“

Wissenswertes über das Seifenkraut

Lange Zeit war das rote Seifenkraut in der Volksheilkunde die wahrscheinlich wichtigste Pflanze unter den hustenlösenden Mitteln. Die Menschen erkannten bereits im 16. Jahrhundert die Heilwirkungen des weiß bis rosarot blühenden Nelkengewächses und fanden heraus, dass das rote Seifenkraut positive Wirkungen auf die Atemwege haben kann. Seinerzeit wurde es auch gegen Lepra, bösartige Geschwüre und von den Hebammen zur Abstoßung der Nachgeburt eingesetzt. Auch seinen Nutzen als pflanzliches Waschmittel kannte man gut. Sowohl zur Körperhygiene als auch zur Reinigung der Kleidung fand das Seifenkraut Verwendung.

Nachdem die wissenschaftsbasierte Medizin mehr und mehr Einzug erhielt und auch die ersten Waschmittel auf chemischer Basis entwickelt wurden, hatte dies eine Verdrängung des roten Seifenkrautes zur Folge, weswegen die Pflanze heute nur noch von relativ geringer Bedeutung in der Pflanzenheilkunde ist. Trotzdem ist das Seifenkraut wegen seiner langen Tradition im Laufe der Jahrhunderte mit vielen sinnverwandten Wörtern verewigt worden.

Sein botanischer Name Saponaria leitet sich von dem lateinischen Wort für Seife ab. Auch die bekannten Synonyme deuten auf den traditionellen Gebrauch der Pflanze hin: Hustenwurzel, Waschlaugenkraut, Gemeines oder Gebräuchliches Seifenkraut, Madenwurzel oder Rote Speichelwurzel sind einige ihrer sinnverwandten Wörter.

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Botanik des roten Seifenkrauts

Das hübsch blühende und gesellige rote Seifenkraut wächst zwischen 20 und 80 cm hoch. Es gehört zu der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Der stielrunde, flauschig behaarte Stängel des roten Seifenkrauts verzweigt sich nach oben hin ästig und kreuzartig gegenständig. Die drei-nervigen Blätter haben eine längliche bis lanzettliche Form und sind kurz gestielt. Die rosa-roten oder weißen Blüten der Pflanze sind als Trauben angeordnet und haben einen verwachsenen Kelch, der 5-zähnig ist. Die Frucht entwickelt sich nach der Blüte. Sie ist eine Kapsel, die aufspringt, wenn sie reif ist. Dann verteilen sich die vielen kleinen Samen aus denen sich neue Pflanzen bilden.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe 

Medizinischer Wirkstoff des roten Seifenkrauts ist die Wurzel. Die rote Seifenkrautwurzel wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Saponariae rubrae radix genannt. Ihre Qualität wurde zuletzt durch im Deutschen Arznei Codex (DAC 72) geregelt.

Zu den wichtigsten Inhaltstoffen der roten Seifenwurzel gehören Saponine, vor allem Saponarioside A und D.

Foto: von Stefan Laarmann - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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