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Anbau der Rosskastanie

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2626.11.2014
Anbau der Rosskastanie Fotolia_©-TwilightArtPictures

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist eine Baumart, der zwar Frostfestigkeit und eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit gegen Luftverschmutzungen zu eigen ist, aber dennoch ist sie nicht gänzlich resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Die Bäume erreichen eine Höhe von bis zu 35 Metern und sind typische Alleengewächse. Auch in Parks und in größeren Gärten sind sie häufig anzutreffen.

Für medizinische Zwecke werden die Wirkstoffe (Samen, Blätter, Blüten und Rinde) zumeist aus Osteuropa importiert. Wer über den Anbau einer Rosskastanie nachdenkt, hat verschiedene Möglichkeiten: Sie kann durch Wurzelstecklinge, durch Okulation und durch Aussaat gezüchtet werden.

Wurzelstecklinge der Rosskastanie

Die Vermehrung der gemeinen Rosskastanie durch Wurzelstecklinge sollte zwischen Anfang und Mitte des Winters durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt ruht das Wurzelwerk und kann sich an seinen neuen Standort gewöhnen, bis im Frühjahr die aktive Wachstumsphase beginnt.

Hierzu wählt man einen gesunden Baum mit einem kräftigen Wuchs aus. Ein Teil des Wurzelwerks wird vorsichtig durch Lockern der obersten Bodenschicht mit einer Grabgabel freigelegt. Dann werden Wurzeln mit einem Durchmesser von einem Zentimeter aufgesucht und der Boden unter ihnen entfernt. 

Jetzt erfolgt mit einer Einhandschere oder Astschere die Abtrennung eines mindestens 30 Zentimeter langen Wurzelstücks mit einem geraden sauberen Schnitt. Der anhängende Boden kann abgeschüttelt werden, sollte aber nicht gewaschen werden.

Im nächsten Schritt wird die Wurzel in fünf Zentimeter lange Stücke zerteilt - die oberen Enden gerade, die unteren abgeschrägt - damit erkennbar ist, in welcher Richtung die Stecklinge einzusetzen sind. Abgeschrägte Stecklinge sind nach unten einzusetzen, bis ihr gerades Ende bis an die Schnittstelle bedeckt ist. Im letzten Schritt werden die Schnittlinge gewässert, etikettiert und zum Bewurzeln an einen kühlen Platz gestellt.

Okulation der Rosskastanie

Eine Vermehrung der Rosskastanie durch die Okulationsmethode sollte im Hoch- bis Spätsommer durchgeführt werden. Hierzu wird ein kräftiger, reifer, neuer Trieb ausgewählt. Sowohl der Trieb als auch die Zunge sollten etwa fünf Milimeter dick sein und gut entwickelte Augen aufweisen. Eine Okulationszunge besteht aus einem schlafenden Auge, einem gestutzten Blattstiel und einem Holzspan.

Nun werden die Blätter vom Trieb abgetrennt und ein Stumpf von drei bis vier Milimetern stehen gelassen. Von der Triebspitze werden schließlich noch die weichen Teile entfernt. Im nächsten Schritt wird etwa zwei Zentimeter unter dem Auge des Triebes fünf Milimeter tief eingeschnitten, in einem Winkel von 30°. Dann wird ein weiterer Schnitt etwa vier Zentimeter oberhalb des ersten gesetzt. Dieser Schnitt wird hinter dem Auge nach unten zu dem ersten Schnitt hinzu geführt. Dadurch löst sich die Okulationszunge vom Trieb. Sie wird nun fest an der ersten Schnittstelle am Blattstiel befestigt und festgebunden. Dabei werden das Auge und der Blattstiel frei gelassen. Geht das Auge an, fällt der Blattstiel nach spätestens 14 Tagen ab.

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Aussaat der Rosskastaniensamen

Für eine Aussaat der Rosskastaniensamen ist die Herbstzeit am besten geeignet. Sie ist vergleichsweise einfach gegenüber den anderen Vermehrungsmethoden. Die abgefallenen reifen Kastanien werden gesammelt. Dann entfernt man die Schalen und die Samen werden sofort in einen Topf mit einem Durchmesser von 10 bis 15 Zentimetern eingepflanzt. Eine andere Möglichkeit ist es, die Samen in feuchtem Torf bei 3°C zu lagern und in der Mitte des Winters in einzelne, zuvor beschriftete Töpfe auszusäen. Besitzt die Kastanie mindestens drei Blattpaare, kann sie ins Freiland ausgepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge der Rosskastanie

Die Rosskastanie ist relativ unempfindlich und wird nur von wenigen Krankheiten und Schädlingen befallen. Der einzig nennenswerte Schädling ist die Miniermotte. Sie befällt die Blätter, nicht aber die Früchte. Die Blätter verfärben sich bei einem Befall braun und fallen früher ab. Danach entwickelt der Baum wieder neue Triebe, die wieder von der Motte angegriffen werden. Deshalb wird der Baum gleich doppelt geschädigt. In diesen abgefallenen Blättern überwintern die Motten, sodass sie den Baum im nächsten Frühjahr wieder attackieren können. Bei einer rechtzeitigen Entfernung des befallenen Laubes kann eine erneute Erkrankung bis zu 80 Prozent eingedämmt werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.