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Rosmarinblätter – Rosmarini folium

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2014
Rosmarinblätter – Rosmarini folium

Nadelartige Blätter bei Magen-Darmbeschwerden, Rheuma und Kreislaufproblemen

Rosmarin wird in der Pflanzenheilkunde innerlich wie äußerlich verwendet. Bei innerer Anwendung helfen seine Blätter nachweislich bei Magen-Darmbeschwerden, vor allem bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Verdauungsproblemen. Äußerlich angewandt kann Rosmarin erwiesenermaßen bei leichter Kreislaufschwäche helfen und auch zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden.

Auf einen Blick:

Rosmarinblätter

  • Wirken innerlich angewandt: krampflösend, schützend auf die Leberzellen, steigernd auf die Schlagkraft des Herzens, steigernd auf die Durchblutung des Herzens
  • Wirken äußerlich angewandt: durchblutungsfördernd, hautreizend
  • Können innerlich eingesetzt werden: bei Magen-Darmbeschwerden
  • Können äußerlich eingesetzt werden: bei Kreislaufproblemen, bei rheumatischen Erkrankungen

Inhaltsstoffe der Rosmarinblätter

Der Rosmarin ist eine ätherisch-Öl Heilpflanze. Die wichtigsten Vertreter der enthaltenen ätherischen Öle sind 1,8-Cineol, Champfer und α-Pinen. Von Interesse ist vor allem das 1,8-Cineol, weil es die Wirkung der Rosmarinblätter beschleunigen kann. Insgesamt ist es jedoch erst das Zusammenspiel der enthaltenen Wirkstoffe, das für die Heilwirkung der Pflanze verantwortlich ist.

Wirkung bei Magen-Darmbeschwerden

Entspannend und verdauungsfördernd auf den Magen-Darmtrakt

Blähungen, Bauchschermerzen und Aufstoßen sind nur einige der unangenehmen Symptome, die für Magen-Darmbeschwerden kennzeichnend sind. Grund für diese Probleme ist vermutlich die zu langsame Weitergabe der Nahrung im Magen selber und weiter in den Darm.

Rosmarinblätter schmecken etwas bitter und sehr aromatisch. Schon ihr Duft lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Inhaltsstoffe der Rosmarinblätter regen die Produktion von Verdauungssäften und Speichel an. Dadurch wird die Nahrung bereits im Mund „gleitfähiger“ und Zucker (Kohlenhydrate) werden aufgespalten.

Gleichzeitig wirkt der Extrakt auf die Gallensaftproduktion. Auf sanfte Art erhält die Leber den Befehl, mehr Gallensäfte zu produzieren und auszuschütten. Aus diesem Grund wird vor allem die Fettverdauung erleichtert, was wiederum gegen Blähungen und Bauchschmerzen helfen kann.

Neben der Gallensaftproduktion entfaltet der Wirkstoff eine leicht entkrampfende Wirkung speziell an den Gallenwegen und im Dünndarm. Die Verdauung wird also einerseits angekurbelt und andererseits wirkt sich der Extrakt entspannend auf die Muskeln im Verdauungstrakt aus.

Zusätzlich wurde ihnen eine schützende Wirkung auf die Leberzellen nachgewiesen. Dieses Ergebnis stammt zwar aus Laborversuchen, zeigte aber, dass Stoffe, die für die Leber giftig sind, vermindert werden konnte.

Außerdem besitzt Rosmarin eine bakterienhemmende Wirkung, die vor allem gegen Helicobacter pylori Bakterien nützlich ist. Diese Bakterien können enorme Magen-Darmbeschwerden auslösen und sind üblicherweise schulmedizinisch zu behandeln. Sie werden das Bakterium nicht vollständig ausschalten können, sie können aber einen wertvollen unterstützenden Beitrag in der Therapie liefern.

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Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen

Antientzündlich bei Muskelschmerzen und Rheuma

Muskelschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Muskelkater (kleinste Muskelfaserrisse) oder Verhärtungen der Muskulatur (Myogelosen) sind typische Beispiele für eher leicht zu behandelnde und nicht dauerhafte Muskelschmerzen.

Schmerzen, die durch Rheuma (Weichteilrheumatismus) entstehen, treten hingegen immer wieder auf und oft gehen sie mit einer Entzündungsreaktion einher.

Rosmarinblättern wirken bei äußerlicher Anwendung zweigleisig und können daher Muskelschmerzen und rheumatischen Beschwerden entgegenwirken.Sie reizen die Haut und das darunter liegende Gewebe und lösen durch diesen Effekt eine Durchblutungsförderung aus. Gleichzeitig wird Einfluss auf entzündungsauslösende Stoffe genommen, z.B. Prostaglandine, die Entstehung der schmerz- und entzündungsauslösenden Stoffe werden hemmt.

Wirkung bei niedrigem Blutdruck

Anregend auf den Kreislauf

Sinkt der Blutdruck auf unter 105/60 mmHG, so spricht man von zu niedrigem Blutdruck oder arterieller Hypotonie. Grundsätzlich ist ein niedriger Blutdruck weniger problematisch als ein zu hoher, weil die Gefahr an Herz-Kreislauferkrankungen zu leiden dadurch sinkt. Fühlt man sich jedoch unwohl mit dem niedrigen Blutdruck und leidet man gar unter starkem Schwindel und Ohnmachtsanfällen, dann können Rosmarinblätter genau das Richtige sein, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Sie können ihre Wirkung direkt auf das Herz entfalten. Sie steigern die Kraft des Herzens in dem die Muskelzellen dazu angeregt werden, sich kräftiger zusammen zu ziehen. Dadurch kann es zu einem leichten Blutdruckanstieg kommen.

Durch diesen Effekt kommt es parallel zu einer Durchblutungsförderung des Herzens.

Rosmarinblätter

Anwendung und Dosierung der Rosmarinblätter

Rosmarintee

Bei Magen-Darmproblemen, besonders bei Blähungen, ist ein Teeaufguss mit Rosmarinblättern gut geeignet. Überbrühen Sie hierzu 1 Teelöffel (2 g) fein geschnittene Rosmarinblätter mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wasser. Decken Sie den Tee ab und lassen ihn 15 Minuten ziehen. Danach werden die Blätter abgesiebt.

Dosierung

Trinken Sie den Rosmarintee bis zu dreimal täglich, am besten ½ Stunde vor den Mahlzeiten.

Vollbad

Bei leichten Kreislaufproblemen und bei rheumatischen Beschwerden ist ein Rosmarinblätter-Vollbad eine hilfreiche unterstützende Arzneianwendung. Geben Sie hierzu 50 g getrocknete Rosmarinblätter in 1 Liter kaltes Wasser und kochen Sie die Mischung kurz auf. Lassen Sie den Ansatz Mischung 15 bis 30 Minuten zugedeckt ziehen. Sieben Sie die Blätter anschließend ab und geben den Aufguss in das Vollbad.

Anwendung

Baden Sie 10 bis 20 Minuten in dem Rosmarinblätter-Vollbad. Die Badetemperatur sollte maximal 38°C betragen.

Rosmarinblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (4 bis 6 g) der Rosmarinblätter nicht bekannt.

Wenn Sie jedoch an Gallenwegserkrankungen wie Gallensteine leiden, halten Sie bitte vor der inneren Anwendung von Rosmarinblättern Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Rosmarinblätter in Form von Badezusätzen sollten darüber hinaus bei folgenden Beschwerden nicht eingesetzt werden: offene Wunden, Infektionskrankheiten und Fieber, Herzschwäche, schwere Kreislauferkrankungen.

Schwangere, Stillende und Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren, sollten ebenfalls vor der Anwendung Rücksprache mit einem Arzt halten. Untersuchungen zur Unbedenklichkeit liegen bisher noch nicht vor.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Rosmarinblättern sind als Fertigarzneimittel in Form von Monopräparaten (noch) nicht erhältlich. In Kombination mit anderen Pflanzen sind Rosmarinblätter in Form von Dragees und Flüssigkeit zum Einnehmen verfügbar (Mittel gegen Harnwegsbeschwerden). Außerdem erhalten Sie die Blätter in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Rosmarinblätter können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Bei innerer Anwendung wirken die Inhaltstoffe des Wirkstoffes blähungswidrig und entspannend auf die Gallenwege und den Dünndarm. Sie eigenen sich daher nachweislich zur Behandlung von Magen-Darmbeschwerden.

Äußerlich eingesetzt, entfaltet der Rosmarin seine durchblutungsfördernde und gewebsreizende Wirkung. Der Wirkstoff nützt erwiesenermaßen gegen Kreislaufbeschwerden und kann unterstützend bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

In der Volksmedizin werden Rosmarinblätter bei koronaren Herzkrankheiten, zur Appetitanregung, zur Anregung der Magensaftbildung und bei Lebererkrankungen eingesetzt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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