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Rosmarin - Rosmarinus officinalis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2014
Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Rosmarin im Kopf

„Libanotis“ heißt der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) bei den Griechen. Das bedeutet so viel wie Weihrauch. Damit ist bereits ein wesentliches Merkmal dieses Lippenblütlers angesprochen – der nur ihm eigene, stark aromatische Duft. Sicher war es nicht der Duft allein, sondern ebenso sein immergrünes Laub und seine Eigenschaft, selbst auf trockenen, sonnigen Südhängen zu gedeihen, was die Menschen des antiken Griechenlands dazu inspirierte, den Rosmarin als Kultpflanze der Liebesgöttin Aphrodite anzusehen. Studenten trugen dort häufig einen Rosmarinkranz auf dem Kopf, um ihr Gedächtnis zu stärken. Auch heute ist Rosmarin nicht nur ein beliebtes mediterranes Gewürz, sondern noch immer eine populäre Heilpflanze. 

Wobei hilft Rosmarin?

Zu Heilzwecken werden die Blätter und das Rosmarinöl eingesetzt. Die medizinischen Anwendungsgebiete der Rosmarinblätter und des Rosmarinöls sind identisch. Von offizieller Seite liegt allerdings lediglich eine Bewertung der Rosmarinblätter vor.

Rosmarinblätter und Rosmarinöl werden innerlich bei Magen-Darmbeschwerden eingesetzt, vor allem bei Verdauungsproblemen, die sich durch Blähungen äußern können. Äußerlich angewendet hilft Rosmarin nachweislich gegen rheumatische Beschwerden, wie Muskelschmerzen und gegen Kreislaufprobleme, die mit einem zu niedrigem Blutdruck verbunden sind.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die Anwendung von Rosmarinblättern innerlich „bei dyspeptischen Beschwerden“ und äußerlich „als Supportivum bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und Kreislaufbeschwerden.“
  • Diesen Anwendungsbereichen schließt sich der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) an. Außerdem befürwortet ESCOP die äußere Anwendung „zur Wundheilungsförderung und als mildes Antiseptikum.“ 

Wissenswertes über den Rosmarin

Schon bei den alten Griechen begleitete der Rosmarin den Menschen sein Leben lang – als Teil des Grabschmucks auch bis in den Tod hinein. Überraschenderweise ist die Sitte, Rosmarin in die Zeitläufe des menschlichen Lebens einzubinden, von den nördlicheren Völkern übernommen worden und wird in einigen deutschsprachigen Regionen bis heute gepflegt: Brautpaare treten mit einem Rosmarinsträußchen vor den Altar, Rosmarinzweige begleiten Trauerzüge. Nicht selten ist Rosmarin auch an die Stelle von Weihrauch getreten. Wohl auch wegen darum wird der Rosmarin mitunter auch Weihrauchkraut genannt. Weitere traditionelle Synonyme lauten: Kranzenkraut, Hochzeitmaie, Riechkräutlein oder Rosemarie.

Nach den heilkundigen Griechen Doskurides und Plinus, die beide im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung lebten, wurde Rosmarin als Heilpflanze von den alten Kulturvölkern am Mittelmeer nur in begrenztem Umfang genutzt, obwohl er in der ganzen Region beheimatet ist. Erst später gewann er rasant an Bedeutung. Im 8. Jahrhundert brachten Benedektinermönche den Rosmarin nach Mitteleuropa, wo er fortan in den Klostergärten angebaut wurde. Im Mittelalter verbrannte man auf öffentlichen Plätzen und in Krankenzimmern Rosmarin, um sich vor der Pest zu schützen. Bis in die Neuzeit hinein wurde von Kräuterkundigen er als vielseitiges Heilmittel bei den verschiedensten Beschwerden und Leiden eingesetzt. Er wurde, mit Wein verarbeitet, als Mittel bei Gelbsucht empfohlen, zur Stärkung der Sinne und des Gedächtnis. Er half bei Ohnmacht und Erschöpfung, galt als Muntermacher nach Krankheiten, sollte die Stimmung heben, das Sehvermögen stärken, den Altersprozess aufhalten und sogar bei Dummheit helfen. Auch Pfarrer Kneipp war ein Fan des Rosmarins und verschrieb Rosmarinwein bei Herzgebrechen und zur Förderung der Potenz.

Nicht alle der traditionellen Heilversprechen zum Rosmarin sind völlig aus der Luft gegriffen. Die anregenden Wirkungen seiner ätherischen Öle werden nämlich auch heute noch geschätzt. In der Steiermark sagt man übrigens noch heute über intelligente Menschen, sie hätten Rosmarin im Kopf. 

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Botanisches zum Rosmarin

Rosmarin ist ein bis zu 1,8 Meter hoch wachsender Halbstrauch, der zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Die aufrechten oder aufsteigenden Zweige der mehrjährigen Pflanze haben gegenständige, ledige Blätter, die eine Länge von bis zu 40 cm erreichen können. Dadurch, dass die Blätter jedoch nur maximal 3,5 cm breit werden, sehen sie nadelähnlich aus. Sie sind von hellgrüner Farbe und sind oberseitig weiß-filzig behaart. Die Blüten des Rosmarins sind meistens von bläulicher Farbe. Sie können aber auch rosa oder weiß sein und stehen in achselständigen Trauben.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Rosmarins

Die Wirkstoffe des Rosmarins sind seine Blätter und das daraus gewonnene ätherische Öl, das Rosmarinöl. Rosmarinblätter werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Rosmarini folium bezeichnet, Rosmarinöl als Rosmariani aetheroleum.

Die Qualität beider Wirkstoffe ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt, inklusive der Inhaltsstoffe.

Rosmarinblätter sind reich an ätherischen Ölen, vor allem an 1,8-Cineol und Campher. Dies sind auch die wichtigsten Inhaltsstoffe des Rosmarinöls. Zusätzlich enthalten Rosmarinblätter Kaffeesäurederivate, Flavonoide und Triterpene.

Detaillierte Informationen und wirksame Hausmittel finden Sie in unseren Wirkstoffartikeln über die Rosmarinblätter und zum Rosmarinöl.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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