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Rosenblüten – Rosae flos

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Geschrieben von 2012-04-03
Zuletzt aktualisiert am 2018-07-2525.07.2018
Rosenblüten – Rosae flos

Duftende Blüten für eine gesunde Haut 

Weltweit gibt es unzählige Rosenarten, nennenswerte medizinische Wirkungen besitzen allerdings nur wenige davon: Dazu zählen vor allem Rosa gallica und Rosa centifolia sowie deren Varietäten. Bei den medizinisch eingesetzten Pflanzenteilen handelt es sich um die getrockneten Kronblätter der Rose, die während der vollen Blüte gesammelt werden.

Dass die Rose, diese Königin der Blumen, Heilwirkungen besitzt, ist heute etwas in Vergessenheit geraten: Sie nützt aber nachweisbar gegen leichte Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich, wirkt zusammenziehend und hilft bei Entzündungen.

Rosenblüten sollten als Arzneimittel nicht mit dem ätherischen Rosenöl verwechselt werden. Rosenöl, mit seinem wunderbaren Duft, bekleidet in vielen naturheilkundlichen Verfahren, wie der Aromatherapie, einen wichtigen Stellenwert. Es ist aber kein offiziell anerkanntes pflanzliches Arzneimittel, sondern wird in den Bereich der Erfahrungsmedizin oder Volksheilkunde eingegliedert.

Auf einen Blick:

Rosenblüten

  • Wirken: zusammenziehend, antientzündlich
  • Können eingesetzt werden: bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich

Inhaltsstoffe der Rosenblüten

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Rosenblüten sind Gerbstoffe und ätherische Öle. Gerbstoffe besitzen die Eigenschaft, sich auf Oberflächen wie der Schleimhaut mit Eiweißen (Proteinen) zu verbinden. Und zwar unlöslich. Durch diesen Prozess verändern die Proteine ihre Gestalt/Struktur – sie denaturieren. In Folge bewirkt die Verbindung, dass sich die Gewebe zusammenziehen, was zumeist als adstringierende Wirkung beschrieben wird. Diese Gerbstoff-Protein-Reaktion bildet sich auf der Haut eine Schutzschicht, die Krankheitserreger abhält und Entzündungen verhindert.

Unterstützt werden die Gerbstoffe der Rosenblüten durch ihre wohlduftenden ätherischen Öle mit den Hauptkomponenten Citronellol (20 bis 55%) und Geraniol (15 bis 40%). Sie können hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen wirken.

Anwendung bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich

Schützend und antientzündlich für Schleimhäute

Bei Rosenblüten denken wir zumeist an entspannende Düfte, Sinnlichkeit und Romantik. Dabei können Rosenblüten auch ganz rational als pflanzliches Arzneimittel eingesetzt werden. Sie helfen nachweislich gegen Schleimhautentzündungen im Mund und im Rachen – und das hat durchaus Gründe. Rosenblüten enthalten neben ätherischen Ölen jede Menge Gerbstoffe.

Während die ätherischen Öle, die Zellhülle von manchen Bakterien und Pilzen durchbrechen können und einen wachstumshemmenden Einfluss auf die Erbsubstanz der Mikroorganismen ausüben können, wirken die Gerbstoffe in erster Linie zusammenziehend.

Beim Genuss einer Tasse Rosenblütentee erkennt man den Gerbstoffgehalt in den Blüten ganz leicht an einem leicht pelzigen Gefühl im Mund. Genau dieser Effekt ist bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich erwünscht. Die „pelzige“ Oberfläche entsteht, indem sich die Gerbstoffe der Rosenblüten mit den Schleimhautproteinen verbinden. Dadurch fällen die Eiweiße aus und das raue Gefühl entsteht. Dieser Mechanismus bewirkt allerdings auch, dass eine Schutzbarriere gegenüber Krankheitskeimen wie Bakterien entsteht. Ihnen wird das Durchdringen durch die Barriere deutlich erschwert, sodass sich die darunter liegende Schleimhaut regenerieren kann und schließlich abheilt. 

Rosenblüten

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Darreichungsform und Dosierung der Rosenblüten

Rosenblütentee

Rosenblüten können bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen gut als Tee zubereitet werden. Überbrühen Sie hierzu 1 Esslöffel (2 g) der getrockneten Rosenblüten mit 1 großen Tasse (250 ml) heißem Wasser. Lassen Sie den Tee etwa 10 Minuten ziehen, damit sich die Gerbstoffe möglichst vollständig herauslösen können und sieben Sie die Blüten anschließend durch ein Teesieb ab.

Dosierung

Trinken Sie täglich bis zu 3 Tassen Rosenblütentee.

Tee-Kombination

Rosenblüten können zur Behandlung von entzündeten Schleimhäuten im Mund und Rachen gut mit anderen Heilpflanzen kombiniert werden, da sich die Heilpflanzen in ihrer Wirkung untereinander begünstigen können. Für die Rezeptur benötigen Sie:

Überbrühen Sie 1 Esslöffel der Teemischung mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa 10 Minuten lang ziehen, bevor Sie die Pflanzenbestandteile abseihen.

Dosierung

Trinken Sie etwa 3 Tassen der Teemischung täglich, bis die Beschwerden abklingen.

Rosenblüten

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Rosenblüten nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Fertigarzneimittel mit Extrakten aus der Rose sind derzeit nicht erhältlich. Rosenblüten sind in getrockneter Form in ihrer Apotheke als Wirkstoff erhältlich. Daneben existiert eine breite Vielfalt an medizinischen Körperpflegeprodukten mit Rosenblüten, einschließlich Rosenöl.

Rosenblüten nützen nachweislich gegen leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Ihre enthaltenen Inhaltsstoffe wirken dabei antientzündlich und zusammenziehend.

In der Volksmedizin werden Rosenblüten innerlich gegen Durchfall, Tuberkulose, Entzündungen der Atemwege, Asthma, Blutungen und Weißfluss eingesetzt. Äußerlich findet der Wirkstoff bei schlecht heilenden Wunden und bei Lidentzündungen Verwendung.

Quellen:
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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