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Rose – Rosa gallica / Rosa centifolia

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Geschrieben von 2012-04-03
Zuletzt aktualisiert am 2016-01-2020.01.2016
Rose – Rosa gallica / Rosa centifolia

Die Heilkräfte der Königin der Blumen

Ihre Schönheit ist legendär – schon Königin Kleopatra ließ die Rose in großem Stil kultivieren, um ihre Paläste und Bäder mit den Blüten auszuschmücken und nicht zuletzt, um sie in riesigen Mengen ins alte Rom zu verschiffen. Dort nämlich, in der römischen Dekadenz, feierte die Rose als Symbol von Luxus ihre Hochblüte. Der Legende nach lud Kleopatra römische Staatsgäste gern zu Rosenbädern ein. Erst Caesar, dann Marcus Antonius sollen mit ihr in Rosenmeeren von einem halben Meter Tiefe gebadet haben. 

Zur Blume der Liebe wurde die Rose durch die Griechen, die sie der Göttin Aphrodite weihten. Eine Bedeutung, die die Rose bis heute behalten hat. Seit über 5000 Jahren ist die Pflanze aber auch als Heilmittel bekannt. Auch die heilige Hildegard von Bingen (1089-1179) wusste um ihre Wirkungen und schrieb: „Sammle die Rosenblüten bei Tagesanbruch und lege sie über die Augen – sie machen dieselben klar.“

Medizinisch eingesetzt werden gemeinhin folgende Arten: Die Essig-Rose (Rosa gallica), Apotheker-Rose (R.g. Officinalis), Zentifolie (Rosa centifolia) und Hunds-Rose (R. canina), welche die häufigste europäische Rosenart darstellt.

Die Heilkraft der Rose

Rosenblüten werden bereits seit Jahrtausenden medizinisch eingesetzt. Heute weiß man, dass sie nachweislich gegen leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung nützen.

Ihr feiner, unverwechselbarer Duft kann die Stimmung aufhellen, zum Beispiel als Rosenöl eingesetzt. Die Früchte (Hagebutten) enthalten viel Vitamin C und Mineralien. Damit stärken sie die Abwehrkraft des Körpers und fördern den Stoffwechsel. 

Anerkannte medizinische Wirkungen:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Rosenblüten „bei leichten Entzündungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut.

Wissenswertes über die Rose

Bei den unzähligen, vielfarbigen Rosenarten, die es auf der Welt gibt, verliert man leicht den Überblick. Rosensorten, die zu Heilzwecken eingesetzt werden, tragen entweder den wissenschaftlichen Namen Rosa gallica (Essig-Rose), Rosa gallica officinalis (Apotheker Rose) oder Rosa centifolia (Provence-Rose). Hinsichtlich ihrer botanischen Merkmale unterscheiden sich diese Pflanzen nur geringfügig. Was jedoch aus medizinischer und pharmazeutischer Sicht bedeutsam ist, ist ihre Zusammensetzung an wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen. Dies ist bei den Sorten gegeben, weswegen sich alle Arte identisch einsetzen lassen. Bereits im 1. Jh. n. Chr. wurde die Rose von dem griechischen Arzt und Gelehrten Plinius beschrieben. Seither spielt die stachelige Pflanze sowohl in der Medizin bzw. Naturheilkunde eine Rolle. Ihr besonderer Charme macht sie jedoch in erster Linie zu einem wichtigen Ziergehölz. So wird beispielsweise die Rosa gallica seit dem 13. Jh. kultiviert und gilt als eine der bedeutendsten unserer Gartenrosen.

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Botanik der Rose

Die Rose ist ein gedrungener und dichtbuschig wachsender, bis zu 0,4 bis 1 m hoher Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihre Triebe sind meist rotbraun, wobei junge Triebe meist sehr borstig sind. Während die Triebe mit Stacheln übersät, schlank, dünn und gerade wachsend sind, sind die Zweige der Rose meist unbewehrt. Rosenblätter sind sommergrün, wechselständig, unpaarig gefiedert und 6 bis 10 cm lang. Die Blättchen kommen meist zu fünft vor, selten zu siebend. Sie sind elliptisch bis lanzettlich, 1 bis 3 cm lang, oberseitig sattgrün sowie kahl und unterseitig graugrün und meistens kahl. Ihre Blüten kommen einzeln, seltener zu 2 bis 3, 4 bis 7 cm breit vor. Dabei variiert die Farbe zwischen karminrosa bis dunkelpurpurn. Sie verbreiten den angenehmen Rosenduft und blühen zwischen Juni und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich nach der Blütezeit die bis zu 8 mm dicken, kugeligen Früchte, die rot und sehr frostbeständig sind

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Rose

Das medizinisch gebrauchte Pflanzenteil der Rose ist die Blüte. Eingesetzt werden die während der Vollblüte geernteten und getrockneten Kronblätter der Rosenblüten. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißen Rosenblüten Rosae flos. Die Anforderungen an die Qualität der Rosenblüten sind im Deutschen Arznei Codex (DAC) geregelt. Rosenblüten sind reich an wertvollen Gerbstoffen. Außerdem enthalten sie geruchsbestimmende ätherische Öle wie Citronellol, Geraniol und Nerol.

Nicht zu verwechseln sind Rosenblüten als Wirkstoff mit dem Rosenöl. Rosenöl wird aus den Rosenblüten destilliert, besitzt aber wegen der inhaltsstofflichen Zusammensetzung keine eigenständige offizielle medizinische Bewertung. Allerdings wird es im Deutschen Arzneibuch (DAB) berücksichtigt. Wer also hochwertiges Rosenöl, z.B. für die Aromatherapie anwenden möchte, sollte auf solches mit Arzneibuchqualität zurückgreifen. Es ist von sehr hoher Güte.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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