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Roggenpollen – Pollinis siccum extractum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.11.2014
Roggenpollen – Pollinis siccum extractum

Wirksame Pollen bei Problemen der kleinen Drüse des Mannes

Die medizinischen Wirkstoffe des Roggens sind eine während der Blütezeit geernteten Pollen. Außerdem können den Roggenpollen als Wirkstoff, in geringen Mengen, auch Wiesen-Lieschgraspollen (max. 10%) und Maispollen (circa 3%) hinzugefügt werden.

Roggenpollen können bei entzündeten Harnwegen helfen, wenn diese durch eine vergrößerte Prostata verursacht werden. Durch die Bekämpfung der Entzündung kann es zu einer Erleichterung beim Wasserlassen kommen. Zusätzlich gibt es Hinweise dafür, dass es durch Roggenpollen zu einer Stärkung des Schließmuskels kommt, der für das Wasserlassen nötig ist, und dadurch einer Harnstauung entgegengewirkt wird.

Auf einen Blick:

Roggenpollen

  • Wirken: entgegenwirkend einer Harnstauung, entzündungshemmend, krampflösend, verbessernd auf die Schließmuskulatur der Harnorgane
  • Können eingesetzt werden: bei Beschwerden beim Wasserlassen durch eine vergrößerte Prostata

Inhaltsstoffe der Roggenpollen

Von medizinischem und pharmazeutischem Interesse ist das inhaltsstoffliche Gemisch in den Roggenpollen. Es setzt sich zu gut 20% aus Eiweißbausteinen (Aminosäuren), 1% Phytosterolen, Kohlenhydraten und Fettsäuren zusammen. Zusammen und nur als Extrakt-Auszug sollen die Inhaltsstoffe auf verschiedene Entzündungsvorgänge im Körper wirken können. Dabei sollen einerseits entzündliche Vorgänge im Bereich der Prostata gehemmt werden und andererseits kann es zu einer Stärkung des Schließmuskels, der umgangssprachlich „Austreiber der Harnblase“ genannt wird (Detrusor Muskel), kommen.

Anwendung bei Beschwerden beim Wasserlassen durch eine vergrößerte Prostata (Prostataadenom)

Antientzündlich und stärkend auf die Harnorgane des Mannes

Eingeteilt wird das Prostataadenom nach Alken in Stadium I bis III. Es liegen einige Hinweise dafür vor, dass Roggenpollen bei Problemen und Schmerzen beim Wasserlassen einer gutartig vergrößerten Vorsteherdrüse (Prostataadenom) im Stadium I bis II helfen können. In dem ersten Stadium (Reizstadium) treten Beschwerden durch einen abgeschwächten Harnstrahls auf, der mit einem erhöhten Harndrang und einem verlängerten Zeitraum bis die ersten Tropfen die Blase verlassen, verbunden ist. Im Stadium II (Restharnstadium) ist die Prostata größer geworden und führt dazu, dass der Durchmesser der Harnröhre geringer wird. Dadurch kann es zu einer unvollständigen Entleerung der Blase kommen, was zu wiederkehrenden Harnweginfekten führen kann und das Gefühl des ständigen Harndrangs verstärkt. Roggenpollen sollen einerseits entzündlichen Vorgängen entgegenwirken können und andererseits einen stärkenden Einfluss auf den Schließmuskel der Harnblase haben.

An Entzündungsprozessen sind grundsätzlich Enzyme und Fettsäuren beteiligt, durch die wiederum entzündungsauslösende Hormone wie Prostaglandine und Leukotriene gebildet werden können. Diese Hormone können bei übermäßiger Bildung Entzündungen verursachen. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Roggenpollen bewirken, dass die Bildung dieser Gewebshormone gehemmt wird, weil sie nämlich bereits im Vorfeld die Produktion der benötigen Enzyme vermindern. Diese Enzyme heißen Cyclooxygenase und Lipoxygenase. Durch diese Eigenschaften können Roggenpollen sowohl Entzündungen entgegenwirken, als auch schmerzlindernd wirken.

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass Roggenpollen zwar die Symptome der gutartigen Prostatavergrößerung vermindern können, die Ursache aber weiter bestehen bleibt.

Die Beschwerden sollten also weiterhin regelmäßig durch einen Arzt kontrolliert werden.

Roggenpollen

Darreichungsform und Dosierung der Roggenpollen

Roggenpollen sollen ausschließlich in Form von standardisierten Fertigarzneimitteln eingesetzt werden, um eine konstante Dosis erreichen zu können. Bitte beachten Sie, dass der Wirkungseintritt frühestens nach 3 Wochen erfolgt. Es kann jedoch auch 6 Wochen dauern, bis die Beschwerden nachlassen.

Roggenpollen

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Roggenpollen nicht bekannt.

In sehr seltenen Fällen wurden als Nebenwirkungen Magen-Darmbeschwerden oder allergische Reaktionen beobachtet.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Roggenpollen sind als Fertigarzneimittel derzeit nicht erhältlich.

In der Volksmedizin werden Roggenpollen nach derzeitigem Kenntnisstand (April 2012) nicht eingesetzt.

Quellen:
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. 4. Auflage, München & Jena 2010
  • Strobl M: Δ-Sterole und Δ-Sterolglykoside aus Samen von Curcurbita pepo L.: Isolierung und Strukturaufklärung. Dissertationsschrift: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/1813/1/Strobl_Matthias_A_P.pdf, Zugriff am 24.04.2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.