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Roggen – Secale cereale

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Geschrieben von 2012-04-30
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2525.11.2014
Roggen – Secale cereale

Brotgetreide bei Beschwerden durch vergrößerte Prostata

Für den ersten Moment führt der Ausspruch „Roggen kann gegen eine drückende Blase durch vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostata) helfen“ wohl bei den meisten Menschen zu Stirnrunzeln. Warum wird der Roggen dann nicht durch die Nahrungsmittelindustrie stärker angepriesen? Die Erklärung hierzu lautet: Es kommt auf die verwendeten Bestandteile des Roggens an.

Wogegen hilft Roggen?

Für den Einsatz von Roggenpollen-Extrakten liegen einige Hinweise dafür vor, dass der Wirkstoff bei Beschwerden beim Wasserlassen durch eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse Prostata) hilfreich ist. Roggenpollen-Extrakte wurden von Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zwar im Jahre 1995 positiv bewertet. Es erfolgte aber keine Berücksichtigung der Monographie durch den Bundesanzeiger, weswegen heute keine offizielle Bewertung vorliegt.

Für den Einsatz von Roggenpollen-Extrakten liegen einige Hinweise dafür vor, dass der Wirkstoff bei Beschwerden beim Wasserlassen durch eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) hilfreich ist. Roggenpollen-Extrakte wurden von Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zwar im Jahre 1995 positiv bewertet. Es erfolgte aber keine Berücksichtigung der Monographie durch den Bundesanzeiger, weswegen heute keine offizielle Bewertung vorliegt.

Wissenswertes über den Roggen

Roggen gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Brotgetreidesorten in Deutschland. Die Blütezeit des Getreides liegt zwischen Mai und Juni. Während dieser Zeit bildet der Roggen an seinen langen Ähren auch Pollen aus. Diese Pollen sind es, die medizinisch bei Prostatabeschwerden genutzt werden können. Die Getreidekörner an sich haben also keinen Einfluss auf eine vergrößerte Vorsteherdrüse.

Die frühsten Formen des Roggens konnten bereits um 6.600 v.Chr. in Nordsyrien, also in der Steinzeit nachgewiesen werden. Wahrscheinlich begannen die Menschen das Getreide in den darauffolgenden Jahrhunderten oder Jahrtausenden zu kultivieren. Als gesichert gilt, dass der Roggen ab dem 4. Jahrtausend v.Chr., in der Stein-Kupfer-Zeit, in der nördlichen Türkei domestiziert wurde. Vor dort aus setzte er seinen Siegeszug weiter fort. Einige tausend Jahre später wurde er auch in den kühleren und nasseren Gebieten Europas kultiviert. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten bietet der Roggen einige Vorteile: Er gedeiht auch auf armen Böden, verträgt Frost und Trockenheit.

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Botanik des Roggens

Roggen ist ein 1,5 bis 2 m hoch wachsendes Gras, das üblicherweise einjährig angebaut wird, und zu der Familie der Süßgräsergewächse (Poaceae) gehört. Es ist leicht durch seine bläulich-grüne bis silbrige Färbung zu identifizieren. Als Kulturpflanze oder Ährengras besitzt das Getreide bis zu 16 cm lange Ähren mit Deckspelzen, die begrannt sind.

Während der Roggenblüte von Mitte Mai bis Ende Juni entwickelt der Roggen unzählige Pollen, die zur Fremdbefruchtung dienen. Das unreife Korn ist grünlich bis bläulich, oval-lanzettlich und längsseitig tief gerillt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Roggens

Die medizinisch verwendeten Pflanzenteile vom Roggen sind seine Pollen. Sie werden während der Roggenblüte mit speziellen Maschinen von den Ähren des Roggens abgesaugt. Roggenpollen heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Pollinis siccum extractum. Die Qualitätsanforderungen sind derzeit in noch keinem Arzneibuch festgelegt. Roggenpollen enthalten bis zu 20% Aminosäuren sowie etwa 1% Phytosterole, außerdem Kohlenhydrate und Fettsäuren. In der medizinischen Fachliteratur werden Roggenpollen-Extrakte (Pollinis siccum extractum) als Wirkstoff angegeben. Bei genauer Betrachtung müssen aber noch zwei weitere Pflanzenbestandteile berücksichtigt werden, da der Roggenpollen-Extrakt lediglich zu 90% vom Roggen gewonnen wird. Zusätzlich kann der Wirkstoff bis zu 10% Pollen vom Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense) und etwa 3% Maispollen (Zhea mays) enthalten.

Deshalb handelt es sich genau genommen um einen zusammengesetzten Wirkstoff, und nicht um ein Monopräparat. Da in der Literatur jedoch die übrigen Bestandteile in der Wirkstoffbezeichnung (Pollinis siccum extractum) nicht berücksichtigt werden, soll auch auf DocJones.de an der ursprünglichen Namensgebung (Roggenpollen-Extrakt) festgehalten werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.