Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Ratanhia – Krameria triandra

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.11.2014
Ratanhia – Krameria triandra

Wirkungsvoller Schutz für Schleimhäute im Mund und im Rachen aus den Anden

Schon die Tatsache das Ratanhia das einzige Exemplar einer Pflanzenfamilie darstellt, lässt vermuten, dass die Pflanze etwas ganz besonders ist. Dennoch ist die Pflanze in Deutschland eher unbekannt. Anders verhält es sich in ihrer Heimat, in Peru.

Wobei hilft Ratanhia?

Die Wurzel der Ratanhia hilft erwiesenermaßen bei Entzündungen im Bereich des Mundes und des Rachens. Sie kann also sehr gut bei Halsschmerzen eingesetzt werden.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die Anwendung „bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.“

ESCOP fügt noch hinzu: „Anwendung bei Mundhöhlenentzündung, Zahnfleischentzündung und Halsschmerzen.“

Wissenswertes über Ratanhia

Das am meisten verwendete Zahn- und Mundpflegemittel der Inka war die Ratanhiawurzel. Das aus der Wurzel hergestellte Pulver wird heute in vielen südamerikanischen Mundwässern verwendet, die die Zähne festigen und weiß machen sollen. Auch in Deutschland sind Extrakte aus der Ratanhiawurzel in Mundwässern und in Zahnpasta erhältlich.

Besonders geschätzt war die Ratanhia in Chile, Bolivien und Peru außerdem als Abführmittel, obwohl die Inhaltsstoffe der Pflanze nach heutigem Kenntnisstand eher „stopfende“ Eigenschaften besitzen.

Nach Deutschland gelangte die Heilpflanze erstmals 1819 und wurde bereits 1827 im Preußischen Arzneibuch gelistet.

Zu verdanken ist die Entdeckung von Ratanhia auch für die westliche Welt, dem spanischen Botaniker Hipólito Ruiz López (1754 – 1815), der die Pflanze im Jahre 1799 in Huánuco, einer Stadt in den peruanischen Anden und in Lima, der Hauptstadt Perus, fand. Begeistert von dem Einsatz der Ureinwohner als Zahnerhaltungsmittel brachte er die Heilpflanze zunächst nach Spanien, wo sie von Ärzten untersucht und ihre Wirkungen getestet wurde. Von dort aus wurde die Pflanze in den darauffolgenden Jahrzehnten in ganz Europa verbreitet. Außer zur medizinischen Anwendung fand die blaurote Abkochung der Wurzel der Ratanhiapflanze zum Färben von Wein Verwendung.

Anzeige

Botanik von Ratanhia

Ratanhia ist ein bis zu 1 Meter hoch wachsender Strauch aus der Familie der Krameriagewächse (Krameriaceae). Ihre kräftigen Wurzen bestehen aus einer bis zu 10 cm langen Hauptwurzel, von der längere, wiederum ästig verzweigte Nebenwurzeln ausgehen. Aus der Hauptwurzel entspringt der kurze Stamm mit seinen bis zu 1 Meter langen, niederliegenden Ästen. An diesen Ästen gliedern sich die wechselständig angeordneten, kleinen und dicken Blätter an, die gerade einmal eine Länge von 1 cm erreichen. Sie sind länglich-eiförmig, haben einen glatten Rand und schließen zum Blattende mit einer stacheligen Spitze ab. Auch die Blüten, die als endständige Trauben stehen, sind kein, können aber länger als die Blätter werden. Sie haben 4 purpurrote, abfallende Kronblätter und beherbergen in ihrem inneren 3 Staubblätter und einen borstig behaarten, eiförmigen Fruchtknoten. Nach der Blütezeit entwickeln sich aus dieser Blüte rotschwarze Früchte (Nüsse), die mit borstigen Stacheln besetzt sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe von Ratanhia

Zu medizinischen Zwecken wird die getrocknete Wurzel der Ratanhiapflanze verwendet. Sie heißt in der pharmazeutischen und medizinischen Fachsprache Ratanhiae radix. Die Ansprüche an die Qualität der Ratanhiawurzel sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgeschrieben.

Die Ratanhiawurzel enthält wertvolle Gerbstoffe, vor allem Catechingerbstoffe sowie Neolignane.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.