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Propolis – Apis mellifera

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2016
Propolis – Apis mellifera

Medizin von der Biene

Propolis ist ein Gemisch aus Harz, Bienenwachs und Bienenspeichel, das von der Honigbiene produziert wird. Es besitzt nachweislich keimhemmende Eigenschaften, sowohl auf Bakterien und Viren als auch auf Pilze. Außerdem sollen seine Inhaltsstoffe zwar die Zellneubildung anregen können, gleichzeitig aber übermäßige Zell- und Gewebebildung (Narben) nach Hautverletzungen verhindern können. Der Wirkstoff wird daher als traditionelles Arzneimittel neben der Anwendung bei Hautverletzungen, gegen Entzündungen der Haut sowie Schleimhautentzündungen, bei Atemwegserkrankungen, Mandelentzündung und bei Entzündungen der ableitenden Harnwege eingesetzt.

Auf einen Blick:
  • Wirkt: gegen Keime wie Bakterien, Pilze und Viren, entzündungshemmend, stimulierend auf das Immunsystem, fördernd auf die Zellerneuerung, hemmend auf das Zell- und Gewebewachstum
  • Kann äußerlich eingesetzt werden: bei Hautverletzungen und –entzündungen, gegen Schleimhautentzündungen
  • Kann innerlich eingesetzt werden: bei Atemwegserkrankungen, Mandelentzündung, gegen Entzündungen der ableitenden Harnwege

Inhaltsstoffe von Propolis

Für die Wirkung von Propolis sind verschiedenste Inhaltsstoffe des Kittharzes verantwortlich. Die meisten von ihnen fallen in die große Gruppe der Flavonoide. An der antibakteriellen Wirkung sollen beispielsweise die Inhaltsstoffe Pinocembrin, Galangin und Polyisoprenylbenzophenone beteiligt sein. Gegen Pilzerkrankungen scheinen hingegen die Komponenten Pinocembrin sowie Kaffeesäureester zu wirken. Dem Inhaltsstoff Acacetin wurden entzündungshemmende und leberschützende Eigenschaften zugeordnet, wobei die zellerneuernde Wirkung auf die Substanzen Luteolin und Apigenin zurückgehen.

Zu guter Letzt sollen die Komponenten Benzyl- und Phenylethylcaffeat hemmend auf übermäßige Zell- und Gewebeneubildung, wie dies häufig bei Narbenbildung der Fall ist.

Wirkung bei Haut- und Schleimhauterkrankungen

Heilungsfördernd bei Verletzungen und Entzündungen

Wenn es um die Heilungsförderung von verletzter, entzündeter Haut oder Schleimhaut geht, liefert Propolis eine ganze Bandbreite von förderlichen Eigenschaften. Oftmals liegen nach Verletzungen bakterielle Infektionen vor, oder zumindest besteht die Gefahr einer Infektion.

Propolis kann die Zellteilung speziell von Bakterien verhindern. Dabei zerstört die Substanz nachweislich die Zellhülle der Keime und greift in den Stoffwechsel ein. Dieser Mechanismus funktioniert in ähnlicher Form auch bei Pilzen und Viren. Bei Vieren (speziell Hepes-Viren) gibt es jedoch die Besonderheit zu beachten, dass der Virus noch nicht in die befallene Zelle eingedrungen sein darf. Befindet er sich auf der Oberfläche der Zelle, in der er sich vermehren will, kann der Virus durch Propolis zerstört werden. Dies trifft besonders auf Herpes-Viren zu.

Darüber hinaus verfügt Propolis zudem über Eigenschaften der Zellerneuerung bei Verletzungen, indem der Wirkstoff das Immunsystem aktiviert. Andererseits, und das macht Propolis zu etwas ganz besonderen, hemmt das Kittharz das übermäßige Wachstum von Zellen und Geweben, und beugt damit Narbenbildungen vor.

Außerdem soll der Wirkstoff nachweislich in das Kaskadensystem von Entzündungsabläufen eingreifen können. Dabei soll Propolis die Bausteine (Enzyme) die zur Bildung von entzündungsauslösenden Hormonen benötigt werden in ihrer Bildung und Ausschüttung hemmen. Als Folge gehen entzündliche Reaktionen zurück.

Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums von Propolis eignet sich dieses zur Behandlung verschiedenster Hauterkrankungen. Dazu gehört neben den bereits genannten auch die Anwendung bei Acne vulgaris, Hautpilzerkrankungen, Furunkeln und Karbunkeln.

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Wirkung bei Atemwegserkrankungen

Antiinfektwirkung bei Erkrankungen der Atemwege

Propolis hat bei Atemwegserkrankungen eine Sonderstellung inne. Die meisten Atemwegsinfektionen (banale Infekte) werden nämlich durch Viren ausgelöst. Nach einem Tag, manchmal auch erst nach einer Woche beginnt die Nase zu laufen, Halsschmerzen stellen sich ein, bis es schließlich zu Husten, Kopf- und Gliederschmerzen kommt.

Propolis wirkt nachweislich keimhemmend auf Viren, örtlich betäubend und antientzündlich. Diese Wirkung ist zwar im Allgemeinen gut bekannt, aber aufgrund fehlender Studien von der Wissenschaft noch nicht anerkannt.

Als problematisch erweist sich bei der Anerkennung des Wirkstoffes vor allem, dass Propolis je nach Herkunft eine sehr unterschiedliche Qualität hat und auch die inhaltsstoffliche Zusammensetzung stark schwanken kann. Immerhin: viele Menschen berichten aus persönlicher Erfahrung, dass Propolis die Symptome von Atemwegsinfekten spürbar lindert.

Anwendung bei Mandelentzündung

Unterstützend bei Infektionen im Hals- und Rachenraum

Eine Mandelentzündung wird fast immer durch Bakterien ausgelöst. Die häufigsten Zeichen sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Da Propolis einen ausgeprägten antibakteriellen Wirkmechanismus entfalten können soll, wird der Wirkstoff oft zur Unterstützung in Verbindung mit einer Antibiotikatherapie empfohlen. Propolis soll hierbei die Zellhülle der Keime schädigen und so in das Bakterium eindringen können. Innen angelangt kann es die Erbsubstanz des Keims so beeinflussen, dass sich dieser nicht mehr vermehren kann.

Wirkung bei Entzündungen der Harnwege

Entzündungshemmend auf Keime der ableitenden Harnwege

Die Wirkung von Propolis bei Harnwegsentzündungen ist noch nicht richtig erforscht. Bekannt ist jedoch die allgemeine antientzündliche Wirkung von Propolis, durch die keimhemmenden Eigenschaften. Dieser Mechanismus wird ausführlich unter dem Punkt „Anwendung bei Haut- und Schleimhauterkrankungen“ besprochen.

Propolis

Anwendung und Dosierung von Propolis

Die meisten Propolis Zubereitungen sind in Form von homöopathischen Zubereitungen erhältlich, die aber nicht sicher wirksam sind. Es gibt jedoch eine einfache Art der inneren Anwendung.

Propolis

Bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, Atemwegserkrankungen (Grippe) sowie bei Entzündungen der Harnwege kann das gereinigte Kittharz gekaut werden.

Anwendung

Kauen Sie den gereinigten Wirkstoff (2 bis 3 g) 1- bis 2-mal täglich, bis die Symptome nachlassen.

Propolis-Tinktur

Besonders für äußere Anwendungsgebiete ist ein alkoholischer Auszug aus Propolis gut geeignet. Sie benötigen:

  • 1 verschließbare Flasche (1 Liter)
  • 100 g Rohpropolis
  • 1 Liter Weingeist (96%ig)

Lösen Sie das Kittharz in dem Weingeist auf und lassen das ganze 14 Tage stehen. Schütteln Sie die Mischung gelegentlich. Nach Ablauf der Zeit sieben Sie den Auszug durch einen Kaffeefilter. Anschließend kann die Tinktur in kleine Fläschchen gefüllt werden.

Anwendung

Bepinseln Sie entzündete Stellen auf der Haut oder im Mund mit der Tinktur mehrmals täglich. Bei großflächigen Hauterkrankungen kann die Tinktur auch verdünnt (1 Teil Propolis-Tinktur, 3 Teile Wasser) angewendet werden. Tränken Sie ein kleines Handtuch in der Tinktur. Legen Sie es auf die entsprechende Hautstelle und decken Sie es mit einem trockenen Tuch ab. Die Substanz sollte bis zu 15 Minuten einwirken können.

Propolis

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 3 bis 6 g) von Propolis nicht bekannt.

Als Nebenwirkungen können jedoch Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen und Kontaktallergien auftreten. Nicht anzuwenden sind Propoliszubereitungen, wenn eine Allergie gegenüber dem Wirkstoff, Perubalsam, Pappelknospen und Zimtzubereitungen bekannt sind.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Propolis ist Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Propolis ist ein traditionelles Arzneimittel mit einem breiten Wirkspektrum, das wegen seiner keimhemmenden Eigenschaften besonders beliebt ist. Es kann äußerlich bei Haut- und Schleimhautverletzungen sowie Entzündungen eingesetzt werden, soll bei Grippesymptomen, unterstützend bei Mandelentzündungen und bei Entzündungen der ableitenden Harnwege wirksam sein.

In der Volksmedizin entsprechend der traditionellen Anwendungsbereiche eingesetzt.

Quellen:
  • Ammon HPT (Hrsg): Hunnius – Pharmazeutisches Wörterbuch. 9. Auflage, Berlin 2004
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. München & Jena 2010

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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