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Propolis - Kittharz der Honigbienen

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Propolis - Kittharz der Honigbienen

Wirkstoff auf der Schwelle zwischen Kosmetik und Arzneimittel

Bienen sind Honigproduzenten, dass weiß wahrscheinlich jeder. Um den Honig jedoch sicher „einlagern“ zu können, benötigen die fleißigen Honigbienen einen Bienenstock, der seinen Schutz durch eine Kittsubstanz erhält: Propolis.

Wogegen hilft Propolis?

Propolis fällt nach § 109a des Arzneimittelgesetzes zu den traditionell angewandten Arzneimitteln. Es wurde in der Vergangenheit jedoch untersucht und gilt bei verschiedenen Beschwerden als wirksam. Dazu gehören die äußerliche Anwendung bei Hautverletzungen und –entzündungen sowie die Behandlung von Schleimhautentzündungen. Innerlich soll es bei Atemwegserkrankungen, Mandelentzündung und bei Entzündungen der ableitenden Harnwege helfen können.

Wissenswertes über Propolis

Die medizinische Nutzung des Kittharzes der Honigbienen ist nicht neu. Bereits im Altertum waren verschiedene Wirkungen von Propolis bekannt. So balsamierten die Ägypter, zur Zeit der Pharaonen, hochgestellte und wohlhabende Tote mit Hilfe von Propolis ein. Aber auch die Indianer Nordamerikas nutzten Propolis-Wundsalben zur Infektionsbekämpfung.

Heutzutage gilt Propolis, zumindest in Deutschland, eher als Geheimtipp gegen schlechtheilende Wunden, Herpes, Gippeinfektionen etc. Allerdings steigt der Bekanntheitsgrad allmählich, so können z.B. auf Wochenmärkten immer häufiger Propolis-Produkte wie Salben, Seifen oder Tinkturen gekauft werden. Hierbei handelt es sich um Kosmetikprodukte, die strenggenommen keine arzneiliche Wirkung haben. Aber auch diese Nutzung ist grundsätzlich wünschenswert, da sonst das Nebenprodukt der Honigherstellung, keine Verwendung findet.

Von Propolis als Arzneimittel kann erst gesprochen werden, wenn der Anteil des Kittharzes mindestens 10% in einem Produkt beträgt. Ab diesem Gehalt, darf Propolis lediglich von Apothekern und Ärzten vertrieben werden.

Propolis verändert je nach Temperatur seine Konsistenz. Bei warmen Wetter (>30°C) ist es geschmeidig und sehr klebrig. Bei Temperaturen unter 15°C hingegen, ist es spröde und fest.

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Herkunft von Propolis

Propolis ist genau genommen ein Nebenprodukt der Honigbienen, da das Hauptprodukt der Honigbienen bekanntlich der Honig ist. Propolis fällt also nebenbei bei der Herstellung vom Honig an. Es ist ein Gemisch das die Bienen aus Harz von Baumknospen, Bienenwachs und Bienenspeichel herstellen. Gesammelt wird es über die gesamte Flugsaison der Bienen, aber vorwiegend während der Nachmittagsstunden, solange das Harz durch die Sonneneinstrahlung relativ weich ist. Bei Temperaturen unter 20°C finden keine „Propolis-Flüge“ statt. Unter wärmeren Bedingungen aber, bringt eine Biene pro Flug etwa 10 mg Propolis in den Bienenstock. Ein durchschnittliches Bienenvolk sammelt so pro Jahr circa 100 g Propolis.

Sie verteilen das Kittharz im ganzen Bienenstock, um so ihren Wohnsitz vor Infektionen und Zugluft zu schützen. Sein Geruch ist angenehm harzig, wobei die Farbe je nach geographischer Herkunft und botanischem Ausgangsmaterial zwischen braun-gelb, braun-grün und braun-rot variieren kann. In Wasser ist Propolis nahezu unlöslich, in Alkohol löst es sich hingegen gut.

Verwendete Stoffe und Inhaltsstoffe von Propolis

Propolis ist zugleich Name und medizinisch verwendeter Wirkstoff in einem, wird aber in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache auch Apis mellifera genannt. Einheitliche Qualitätsstandards zum Propolis liegen bislang noch nicht vor. Sie dürften auch schwierig zu definieren sein, da die inhaltsstoffliche Zusammensetzung von Propolis je nach Herkunft stark schwanken kann. Grundsätzlich besteht Propolis jedoch aus Wachs, ätherischen Ölen, harzartigen Bestandteilen und enthält neben Pollen, Flavonoidverbindungen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.