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Pomeranze - Citrus aurantium

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Geschrieben von 2011-02-11
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2424.11.2014
Pomeranze - Citrus aurantium

Die Pomeranze - Gewürzpflanze und Heilmittel ein Einem

Die Pomeranze ist eine Zitruspflanze und auch als Bitterorange, Bigarade oder Neroli bekannt. Sie sieht der Orange nicht nur zum Verwechseln ähnlich, tatsächlich sind der Geschmack und die Inhaltsstoffe der Früchte annähernd identisch. Darum lassen sich aus beiden Früchten wunderbare Gerichte und Marmeladen zaubern und nicht zuletzt findet die wertvolle Schale der Bitterorange wie jene der Apfelsine medizinischen Einsatz in den gleichen Anwendungsgebieten. Dazu zählen Verdauungsstörungen, Blähungen und Appetitlosigkeit. 

Wobei hilft Pomeranze?

Pomeranzenschalen enthalten bittere Substanzen und ätherische Öle, die besonders bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie bei Appetitlosigkeit wirksam sind.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt den therapeutischen Einsatz der Pomeranzenschalen „bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden.“

Wissenswertes über die Pomeranze

Die Heimat der Pomeranzen ist heute nicht mehr feststellbar. Wahrscheinlich wuchsen die ersten Bäume mit der orangefarbenen Frucht in den südlichen, tropischen Gebieten des Himalayas oder in den Gebirgsregionen Chinas. Fest steht allerdings, dass der Baum vor allem wegen seiner aromatischen Frucht kultiviert wird, und das bereits seit über 4000 Jahren.

In China ist die Frucht damals wie heute ein wichtiges pflanzliches Arzneimittel. Anders als in Deutschland werden in China jedoch die grünen, unreifen Früchte medizinisch eingesetzt. Dafür sind die Anwendungsbereiche überraschend ähnlich. Wie in Deutschland und Europa ordnen Ärzte, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) praktizieren, den Früchten verdauungsverbessernde Eigenschaften zu. Auch bei Appetitlosigkeit werden die Früchte medizinisch eingesetzt. Beide Anwendungsgebiete sind heute wissenschaftlich anerkannt.

Auf den Einsatz von unreifen Pomeranzenfrüchten sollte jedoch in Eigenanwendung abgeraten werden. Besser ist es, sich an einen Therapeuten zu wenden oder die in Deutschland gebräuchlichen reifen Pomeranzenschalen zu verwenden. Sie sind bitter aber durchaus schmackhaft und helfen dem Appetit sowie der Verdauung auf die Sprünge.

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Botanik der Pomeranze

Bei der Pomeranze handelt es sich um einen Baum, der zwischen 5 und 12 m hoch wächst und zu der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) gehört. Die Rinde des Baumes ist glatt und von graubrauner Farbe. Viele kantige Zweige enden in einer runden Baumkrone, die entweder kahl oder stachelig ist. Die Blätter der Pomeranze sind wechselständig angeordnet und von ovaler Form. Sie können eine Länge von bis zu 10 cm erreichen. Oberseitig sind die Blätter von glänzendem grün, unterseitig meist matt und heller. Die wohlduftenden tassenförmigen weißen Blüten stehen einzeln oder mit mehreren Blüten in den Blattachseln. Aus ihnen entwickeln sich die bis zu 7,5 cm großen Früchte, die außer an ihren abgeflachten Enden von kugelförmiger Gestalt sind. Sie haben eine dicke und raue Schale von intensivem Orange. Das Innere der Frucht ist essbar. Die Pomeranzenfrüchte schmecken jedoch sehr viel bitterer als eine herkömmliche Orange.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Pomeranze

Offiziell anerkannte medizinische Verwendungen findet die Schale. Die Pomeranzenschale wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Aurantii pericarpium bezeichnet, wobei Anforderungen an ihre Qualität durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt sind. Manchmal werden Pomeranzenschalen jedoch auch Cortex Aurantii Fructus Amari genannt.

Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören ätherische Öle, vor allem Limonene, bitter schmeckende Flavonoide (Naringenin und Neohesperidin) sowie Furanocumarine.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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