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Traditionelle Anwendung der Pfefferminze

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2014
Traditionelle Anwendung der Pfefferminze

Die Pfefferminze ist eine Heilpflanze, die nahezu weltweit eingesetzt wird. Ihre Einsatzbereiche und Wirkungen sind im Vergleich zu vielen anderen Heilpflanzen jedoch weniger an Traditionen und Volksheilkunde gebunden. Ihr medizinischer Einsatz erfolgt fast ausschließlich aufgrund ihrer offiziell anerkannten Wirkungen, denn die Pfefferminze ist eine Kulturpflanze, die in der freien Wildbahn so gut wie nicht zu finden ist. Bei der Suche nach traditionellen Anwendungsbereichen muss daher der Fokus auf die Vorgänger der Pfefferminze – auf die Minzen gelenkt werden.

Minze in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM werden zwei Minzenarten medizinisch eingesetzt, die bei identischen Anwendungsgebieten gebraucht werden. Beide tragen den selben deutschen Namen: Chinesische Ackerminze. Die botanischen Bezeichnungen lauten Mentha haplocalyx oder Mentha arvensis. Medizinisch verwendet wird das Kraut der Minzen, also die gesamten oberirdischen Pflanzenteile.

Teilweise wird das Minzenkraut wie in der westlichen Medizin angewendet, oft aber auch völlig anders:

Wird es zur Ausleitung von Wind (Kälte) gebraucht, wird es bei Fieber, Kopfschmerzen, Husten und bei Schweißlosigkeit angewendet. Soll es oberflächlich wirken, kommt es zusätzlich bei Schweißfüßen und bei kälten Händen zum Einsatz.

Außerdem soll es bei Ausschlägen durch Fieber und Masern im Frühstadium wirksam sein sowie bei geröteten Augen und Benommenheit helfen. Außerdem findet das Minzenkraut bei Frauenbeschwerden und Menstruationsunregelmäßigkeiten Einsatz.

Minze in der Japanischen Phytotherapie – Kampo-Medizin

In der Kampo-Medizin, die eng mit der TCM verwandt ist, wird ebenfalls die Chinesische Ackerminze (Mentha arvensis) verwendet.

Hier wird sie zur Beseitigung von Wind (Kälte) eingesetzt, soll Hitze vermindern (häufig Entzündungen), den Rachen beruhigen, Kopf und Augen kühlen und gegen Hautausschläge helfen.

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Minze in der Indischen Medizin und Ayurveda

Die Minze nimmt in der Indischen Medizin und im Ayurveda vor allem einen hohen kulinarischen Stellenwert ein. Minzblätter sind Bestandteil zahlreicher Rezepte und Speisen – vor allem zur Förderung der Verdauung. Minzöl oder Pfefferminzöl findet häufig in Kombination mit anderem ätherischen Duft Ölen Anwendung als Bestandteil von Massageölen und Parfüms.

Extrakte aus der Minze werden zur Entschlackung, als Antiseptikum, gegen Blähungen und Schmerzen wie Kopfschmerzen und Bauchschmerzen verwendet.

Traditionelle Medizin der Indianer Nordamerikas

Medizinmänner und -frauen waren für viele Indianerstämme Nordamerikas Arzt, Psychologe, Priester und Wahrsager in einer Person. Sie setzten die Minze zu rituellen Zwecken ein und in der Medizin ganz gezielt bei Übelkeit, Erbrechen sowie bei Magen-Darmbeschwerden.

Traditionelle Anwendung in Mittel- und Südamerika

Von den Indianern Südamerikas wird die Minze Hierbauena („gutes Kraut“) genannt. Es ist vor allem in der täglichen Ernährung von Bedeutung und wird zur Teezubereitung auch mit anderen Pflanzen wie Melisse kombiniert. Alleine wird die Minze gegen Erkältungen und zusammen mit Campher zur Insektenabwehr eingesetzt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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