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Passionsblumenkraut – Passiflorae herba

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Passionsblumenkraut – Passiflorae herba

Wirksame Hilfe bei Ruhelosigkeit und Angst – auch für Kinder

Der medizinische Wirkstoff der Passionsblume (Passiflora incarnata) ist ihr Kraut (Passiflorae herba). Passionsblumen haben einen positiven Einfluss auf das Nervensystem. Sie können vor allem durch ihre Beeinflussung der Nervenzellen ihre Aktivität entfalten und wirken nachweislich bei Nervenschwäche, bei einem Ungleichgewicht des unwillkürlichen (vegetativen) Nervensystems (neurovegetative Dystonie) und bei nervösen Unruhezuständen.

Vor allem wenn zusätzlich Angstgefühle und Schlafprobleme auftreten, eignet sich die Anwendung des Wirkstoffs der Passionblumen. Zwar sollten sie nicht bei Säuglingen eingesetzt werden, sie eignen sich aber für die Anwendung bei Kleinkindern ab dem ersten Lebensjahr nach Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Auf einen Blick:

Passionsblumenkraut

  • Wirkt: beruhigend, schlaffördernd, angstlösend und krampflösend
  • Kann eingesetzt werden bei: Nervosität, Ruhelosigkeit, Reizbarkeit mit Einschlafstörungen

Inhaltsstoffe des Passionsblumenkrauts

Passionsblumenkraut enthält einen Mix aus wirksamen Inhaltsstoffen. Aber vor allem eine spezielle Stoffgruppe ist an den Effekten des Krauts maßgeblich beteiligt: die Flavonoide. Zu ihnen gehören als Unterbestandteile auch Isovitexin-2-glucosid, Irsoorienti-2-glucosid und Benzoflavon. 

Diese drei Stoffe sind es, die den medizinischen Effekt des Passionsblumenkrauts wesentlich mitbestimmen und positive Wirkungen auf das Nervensystem entfalten können.

Anwendung bei Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen

Starke Inhaltsstoffe für starke Nerven

Nervosität, Unruhe, Angst und Einschlafprobleme treffen einen in prekären Situationen. Persönliche Probleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder in der Schule und Stress können Einflussfaktoren sein, die das Nervenkostüm schwächen. Was aber tun, wenn die Symptome nicht verschwinden und die Angst und die Schlaflosigkeit zu noch mehr Unruhe führt? Ein Teufelskreis beginnt, den es zu durchbrechen gilt.

Passionsblumen wirken mild und sind zur Langzeitanwendung geeignet. Vor allem aber können sie in den Kreislauf der Unruhe eingreifen und die Symptome lindern. Grund hierfür sind die Inhaltstoffe. Die wichtigsten unter ihnen sind die Flavonoide: Sie beeinflussen die Nervenzellen maßgeblich an ihren Empfangsstellen (GABA-Rezeptoren). Sie können Eiweiße (Proteine) wie Hormone an sich binden und auf weitere Nervenzellen übertragen. In bestimmten (Stress-)Situationen schlägt das Nervensystem daher Alarm.

Vor allem Isovitexin-2-glucosid und Isoorienti-2-glucosid können Rezeptoren der Nervenzellen (GABA-Rezeptoren) positiv beeinflussen und sich an sie binden. Da diese Inhaltstoffe krampflösend, beruhigend und entspannend wirken können, lassen Nervosität und Ruhelosigkeit nach. Körper und Geist beruhigen sich, das Einschlafen fällt leichter.

Für die angstlösende Wirkung soll allerdings ein anderes Flavonoid verantwortlich sein: Das Benzoflavon. Wie dieser Mechanismus im Detail funktioniert, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Entsprechende Studien liefern aber eindeutige Hinweise darauf, dass der Wirkstoff Angstgefühle lindern kann. Spannend in diesem Zusammenhang ist auch die Beobachtung, dass der Inhaltstoff eine Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks bewirken kann. Diese Wirkung kann besonders bei Bluthochdruck wichtig sein, denn sie ist ein Ergebnis aus dem spannungslösenden Effekt der Passionsblumen auf das unwillkürliche Nervensystem.

Ebenfalls im Fokus von unterstützenden Behandlungstherapien mit Passionsblumenkraut-Extrakten können Suchterkrankungen darstellen. Bei Abhängigkeiten von Alkohol, Nikotin, Cannabis und sogar Morphium wurde eine Abnahme der Entzugssymptome beobachtet.

Passionsblumenkraut
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Darreichungsform und Dosierung

Tee

Bei Nervosität und Unruhe mit Einschlafbeschwerden hat sich ein Tee aus Passionsblumenkraut bewährt. Überbrühen Sie hierzu 1 Teelöffel (2 g) des klein geschnittenen Passionsblumenkrautes mit einer Tasse (150 ml) kochendem Wasser und lassen Sie den Passionsblumentee 10 Minuten lang zugedeckt ziehen. Filtern Sie das Kraut anschließend durch ein Teesieb ab.

Dosierung

Trinken Sie entweder 2 bis 3 Tassen des Tees über den Tag verteilt oder, für einen ruhigen Schlaf, eine Tasse etwa ½ Stunde vor dem Zubettgehen.

Passionsblumenkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis 4 bis 8 g) nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Passionsblumenkraut-Extrakte sind als Fertigarzneimittel in Form von Tabletten, Kapseln und Flüssigextrakt erhältlich (Beruhigungsmittel). In Kombination mit anderen Wirkstoffen sind sie vor allem als Beruhigungsmittel und Herzmittel in Form von Tabletten und Dragees erhältlich. Außerdem erhalten Sie den Wirkstoff in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Passionsblumen wirken nachweislich durch ihre angst- und krampflösenden Inhaltstoffe gegen nervöse Unruhe und Reizbarkeit mit Einschlafstörungen.

In der Volksmedizin werden Passionsblumen innerlich bei Depressionen, Hysterie, spastischem Asthma und Nervenschmerzen (Neuralgien) eingesetzt.

Äußerlich wird das Passionsblumenkraut in Form von Waschungen bei Hämorrhoiden eingesetzt.

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
  • Schilcher H: Pflanzlich Psychopharmaka. Eine neue Klassifizierung nach Indikationsgruppen. In: Deutsche Apotheker Zeitung 1995; 135: 1811-1822
  • Schulz V, Hänsel R: Rationale Phytotherapie. 3. Auflage, Berlin, Heidelberg, New-York 1996
  • Tierra M: Westliche Heilkräuter in TCM und Ayurveda. München & Jena 2001

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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