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Olivenbaum – Olea europaea

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.03.2014
Olivenbaum – Olea europaea

Subtropischer Baum: geschätzt in der Ernährung und als Heilmittel

In Deutschland kennt jeder die grünen oder dunkelblauen Oliven, die in allen möglichen Variationen angeboten werden. Oliven haben den Ruf gesund zu sein; man würde aber nicht auf die Idee kommen und die ovalen, bitter schmeckenden Früchtchen als Arzneimittel bezeichnen. Etwas anders verhält es sich mit den Blättern des Olivenbaums und mit dem Öl aus seinen Früchten.

Wogegen hilft die Olive?

Olivenblätter und Olivenöl sind keine offiziell anerkannten Wirkstoffe. Speziell die Olivenblätter werden jedoch traditionell gegen Bluthochdruck eingesetzt. Olivenöl ist ein Lebensmittel, dessen Inhaltsstoffe senkend auf den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel wirken können. Außerdem gibt es Hinweise, dass ausgewählte Bestandteile des Olivenöls vor Dickdarmkrebs und Brustkrebs schützen kann. Beide Wirkstoffe sind unbedenklich für die Anwendung. Dennoch hat die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte Olivenblätter und Olivenöl negativ bewertet, da ausreichende Belege für die Wirksamkeit beider Stoffe fehlen.

Wissenswertes über den Olivenbaum

Im Mittelmeerraum und in Nordafrika schätzen die Menschen den Olivenbaum seit jeher. Dort ist er der Baum der Bäume und galt lange als ein Geschenk der Götter. So war der Olivenbaum für die alten Griechen heilig. Wurde ein Sohn geboren, wurde ein Olivenbaumzeig (Ölzweig) an die Haustür gehängt, Sieger der Olympischen Spiele wurden mit Kränzen aus Ölbaumzweigen geehrt. Heute werden Olivenbäume nicht weniger geachtet, ihre Bedeutung hat sich lediglich verändert. So werden Olivenbäume im großen Stil kultiviert und dienen zur Unterhaltssicherung von unzähligen Menschen. Fährt man beispielsweise durch die marokkanische Stadt Marrakech, so fällt auf, dass beinahe jede landwirtschaftlich nutzbare Fläche zum Anbau von Olivenbäumen dient. Olivenbäume gedeihen gut in subtropischen Gebieten mit einer Temperaturspanne von 5 bis 25°C. Sie benötigen lange, heiße Sommer zum vollen Ausreifen der Früchte, aber Winter mit ausreichend niedrigen Temperaturen um den Kältebedarf der jeweiligen Sorten zu befriedigen. Im Freiland blühen und fruchten Olivenbäume meist drei bis vier Jahre nach der Pflanzung. Die Ernten steigen im Allgemeinen an, bis die Bäume etwa 15 Jahre alt sind, und bleiben dann etwa konstant. Zu Nahrungsmittelzwecken werden Oliven bearbeitet, um sie zu entbittern. Für diese Fermentation sollten die Früchte vollreif, aber noch grün sein. Sollen sie dagegen ohne Fermentation verzehrt werden, erntet man sie, wenn sie schwarz und fest sind und legt sie in trockenes Salz ein. Für die Ölgewinnung verbleiben die Früchte bis zur Vollreife am Baum.

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Botanik des Olivenbaums

Oliven sind immergrüne Bäume oder Sträucher aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae), die eine Höhe von bis zu 12 Metern und einen Durchmesser von 7 bis 9 Metern erreichen. Während ihre Rinde hell und rutenförmig ist, sind ihre Zweige kantig oder rundlich, erst filzig und später dornig oder dornlos. An diesen Zweigen gliedern sich die lang-ovalen, manchmal auch spitzen oder herzförmigen Blätter an, die an der Spitze einen Stachel besitzen. Sie sind ledrig, oberseitig dunkelgrün sowie glänzend und unterseitig hell und filzig behaart. Die Blüten des Olivenbaums sitzen in Trauben. Sie sind weiß, blattachselständig und zusammengesetzt. Aus ihnen entwickeln sich die ovalen Steinfrüchte, die meist einen Samen in sich tragen, glatt, kahl anfangs grün und später dunkelblau bis schwarz sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Olivenbaums

Vom Olivenbaum können zwei pflanzliche Produkte medizinisch eingesetzt werden: Olivenblätter für eine traditionelle Anwendung, und Olivenöl als Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Während Olivenblätter aus den getrockneten Laubblättern des Gewächses gewonnen werden, stellt man Olivenöl durch Kaltpressung aus den Steinfrüchten (Oliven) her.

Die medizinische und pharmazeutische Fachbezeichnung für Olivenblätter lautet Oleae folium, die für Olivenöl Oleum olivarum. Qualitätsanforderungen für Olivenblätter liegen bislang in keinem Arzneibuch vor. Dennoch sind ihre Inhaltsstoffe gut bekannt. Sie enthalten Iridoide, vor allem Oleuropein (6 bis 9%), Triterpene, Flavonoide und Chalkone.

Olivenöl hingegen wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt. Es ist reich an Ölsäure (einfach ungesättigte Fettsäure), Palmitinsäure, Triterpenen und Steroiden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.