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Myrtol (Wirkstoff)

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 18.11.2012
Myrtol (Wirkstoff)

Ätherisch-Öl-Kombination für gesunde Atemwege

Myrtol ist Name und Wirkstoff in einem. Es handelt sich um drei verschiedene ätherische Öle, die zusammen den Wirkstoff ergeben.

Myrtol wirkt auf die Atemwege. Dort entfaltet es gezielt seine schleimlösende, entzündungshemmende und schleimhautabschwellende Wirkung.

Zum medizinischen Einsatz eignet sich Myrtol daher nachweislich gut bei akuter oder dauerhafter (chronischer) Nasennebenhöhlenentzündung und zur Behandlung von entzündeten Bronchien.

Auf einen Blick:

Myrtol

  • Wirkt: auswurffördernd, schleimverflüssigend, antioxidativ, entzündungshemmend, schleimhautabschwellend, erweiternd auf die Bronchien
  • Kann eingesetzt werden: bei akuter oder dauerhafter (chronischer) Nasennebenhöhlenentzündung, bei akuter oder chronischer Bronchitis

Inhaltsstoffe von Myrtol

Myrtol setzt sich aus drei wirksamkeitsbestimmenden ätherischen Ölen zusammen, die in ihrem Zusammenspiel positive Wirkungen auf die Atemwege entfalten.

Zu den Hauptkomponenten mit je 25% gehören Cineol und Limonen. Außerdem hat es mit 6,7% einen hohen Anteil an α-Pinen. Diese ätherischen Öle sind es, die die Bronchien erweitern können, auswurffördernd wirken und die Schleimhäute abschwellen lassen können.

Daneben können im Myrtol noch weitere ätherische Öle wie Linalool, Myrtenol oder Myrtenylacetat vorkommen, die jedoch von der Wirkung des Myrtols von untergeordneter Bedeutung sind.

Anwendung bei Nasennebenhöhlenentzündung

Entspannend und verdauungsfördernd auf den Magen-Darmtrakt

Die Nasenschleimhaut ist geschwollen, gerötet und im mittleren Nasengang sitzt ein dickliches, gelbliches Sekret. Kopfschmerzen treten auf.

Spätestens durch eine Röntgenaufnahme kann eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) diagnostiziert werden.

Diese unangenehme Krankheit, die meist Folge einer Erkältung ist, wird meistens durch Viren oder Bakterien ausgelöst.

Myrtol hilft nachweislich gegen die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung. Wie alle ätherischen Öle, ist es dazu in der Lage Bakterien auszuschalten. Das ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung besonders wichtig, weil ein gelbliches Sekret meistens auf eine Infektion durch Bakterien hinweist.

Die Schleimhäute bei einer Nasennebenhöhlenentzündung schwellen hingegen aufgrund einer Entzündungsreaktion an. Weil die ätherischen Öle des Myrtols zusätzlich nachweisbar entzündungshemmend wirken, kommt hierdurch der schleimhautabschwellende Effekt zustande.

Aber das Myrtol kann noch mehr. Fast überall in den Atemwegen befinden sich Schleimhäute, die mit winzigen Härchen überzogen sind, sogenannte Flimmerhärchen. Sie sorgen dafür, dass Fremdstoffe wie Staub aber auch Schleim aus den Atemwegen heraus transportiert werden. Diese Härchen sind aber in ihrer Aktivität bei einer Nasennebenhöhlenentzündung gestört. Sie sitzen durch den zähen Schleim regelrecht fest. Myrtol bewirkt, dass im Bereich der Nasennebenhöhlen vermehrt dünnflüssiges Sekret gebildet wird. Dadurch wird der feste Schleim gelöst und die Flimmerhärchen können wieder aktiv mithelfen, das unerwünschte Sekret auszuscheiden.

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Auswurffördernd bei Bronchitis

Jeder Mensch erleidet im Laufe seines Lebens bis zu 200-mal eine Erkältung. Viren und Bakterien sind allgegenwärtig. Treten sie etwa in Räumen mit vielen Menschen gehäuft auf, muss der Körper Schwerstarbeit leisten, um diese Krankheitserreger abzuwehren.

Das klappt nicht immer. Die Folge ist meistens eine Erkältung, die sich aber weiter zu einer Bronchitis entwickeln kann. In den meisten Fällen wird eine akute Bronchitis durch Viren ausgelöst. Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein und Husten setzen ein. Nach wenigen Tagen kommt es zu Schleimbildung und zu einem Auswurf, der bei einem Befall mit Viren weiß ist, und bei Bakterien eine gelb-grüne Farbe annimmt. Trotzdem behindert der Schleim die Atmung und jeder Atemzug fällt schwer.

Myrtol wirkt erweiternd auf die Bronchien und direkt auf die Bronchialschleimhaut. Es regt einerseits das Bronchialgewebe dazu an, vermehrt dünnflüssiges Sekret zu bilden und dadurch den festen Bronchialschleim zu verflüssigen. Andererseits bewegt es die unzähligen, mikroskopisch kleinen Flimmerhärchen, die den ganzen Bronchialbaum überziehen dazu, ihre Tätigkeit zu erhöhen. Weil es die Aufgabe der Flimmerhärchen ist, Fremdstoffe aus den Atemwegen heraus zu transportieren, sorgen sie deshalb dafür, dass der verflüssigte Schleim ausgeschieden werden kann. Auch aus diesem Grund hilft Myrtol nicht nur bei einer akuten Bronchitis, sondern auch bei einer chronischen.

Myrtol

Darreichungsform und Dosierung von Myrtol

Inhalation

Bei einer Erkältung, Bronchitis oder einer Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Inhalation mit Myrtol gut geeignet. Füllen Sie in eine große, breite Schale etwa ½ Liter heißes (nicht kochendes) Wasser und geben Sie den Inhalt von 1 bis 2 Kapseln (erhältlich in Apotheken) mit Myrtol hinzu. Zur Inhalation legen Sie sich bitte ein großes Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen können.

Dosierung

Inhalieren Sie je nach Intensität der Beschwerden 2 bis 3-mal täglich.

Myrtol

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen des Myrtols nicht bekannt.

Gelegentlich können jedoch Nebenwirkungen wie Magenschmerzen oder Bauchmerzen auftreten. Außerdem kann es in selten und vereinzelt durch die ätherischen Öle zu Übelkeit, Durchfall oder allergischen Reaktionen auf die Haut oder den Kreislauf kommen. Bei bestehenden Gallen- und Nierensteinen sollte vor der Anwendung von Myrtol ein Arzt konsultiert werden. Sehr selten kann Myrtol Gallen- und Nierensteine bewegen.

Nicht angewendet werden darf Myrtol bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, bei entzündlichen Magen-Darmerkrankungen, bei schweren Lebererkrankungen und bei Krankheiten im Bereich der Gallenwege.

Prinzipiell kann Myrtol auch während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Zuvor sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Myrtol in seiner reinen Form darf, wie alle ätherischen Öle, bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich der Nase angewendet werden. Es kann zum Kehlkopfkrampf, verringerter Atemtätigkeit und Atemstillstand kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Myrtol ist als Fertigarzneimittel in Form von Kapseln erhältlich (Mittel gegen entzündliche Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungskrankheiten).

Myrtol setzt sich aus verschiedenen ätherischen Ölen zusammen, die als Komposition nachweislich gegen akute und dauerhafte Nasennebenhöhlenentzündungen sowie gegen Bronchitis nützen.

Myrtol ist ausschließlich in Form von Fertigarzneimitteln erhältlich. In der Volksmedizin wird des nicht eingesetzt.

 

Quellen:
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
  • Teuscher E, Melzig MF, Lindequist U: Biogene Arzneimittel. 6. Auflage, München 2004
  • Wichtl M (Hrsg.): Teedrogen und Phytopharmaka. 5. Auflage, Stuttgart 2009
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.