Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Menthol – Mentholum racemicum/ Levomentholum

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2014
Menthol – Mentholum racemicum/ Levomentholum

Duftender Pflanzenextrakt mit vielseitigen Wirkungen

Öffnet man ein Gefäß mit einer Mentholmischung, strömen einem aus dem weißem, kristallinem Pulver oder den farblosen Kristallen kühle und frische, minzartige Düfte entgegen.

Menthol ist natürlich keine Pflanze, sondern streng genommen ein ätherisches Öl, das selbst wiederum aus ätherischen Ölen bestimmter Pflanzen, nämlich der Minzen, gewonnen werden kann. Die bekannteste darunter ist natürlich die Pfefferminze

Wogegen hilft Menthol?

Verschiedene Untersuchungen konnten nachweisen, dass Menthol erweiternd auf die Blutgefäße wirkt, ein Kältegefühl auslöst und Juckreiz lindern kann. Dank dieser Effekte nutzt man Menthol heute zumeist gegen rheumatische Beschwerden, bei Erkältungen, Nesselsucht und Juckreiz, aber auch bei Migräne. Die Anwendungsgebiete der angenehm duftenden Substanz sind zahlreich.

Menthol ist zugleich Name, medizinisch verwendeter Wirkstoff und Inhaltstoff in einem. Die Qualität des racemischen Menthols wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt, die des Levomenthols ebenfalls.

Eine offizielle Beschreibung der Wirkung des Menthols, beispielsweise durch die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte existiert bisher allerdings noch nicht.

Alles über die Inhaltsstoffe, Anwendungsmöglichkeiten und Wirkmechanismen sowie Risiken und Nebenwirkungen von Menthol als Wirkstoff können Sie hier nachlesen

Wissenswertes über Menthol

Chemisch unterscheidet man beim Menthol zwischen racemischem Menthol und Levomenthol. Die ungeübte Nase würde wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen den beiden Menthol-Arten feststellen, obwohl das racemische Menthol ungefähr dreimal so intensiv duftet wie Levomenthol. Noch interessanter ist aber der folgende Unterschied: Racemisches Menthol ist etwa zehnmal (!) so stark medizinisch wirksam wie Levomenthol. Mit anderen Worten: man müsste die zehnfache Menge Levomenthol anwenden, um den gleichen Effekt wie beim racemischen Menthol zu erreichen.

Bereits vor über 50 Jahren sahen die Forscher Hensel und Zottermann Hinweise dafür, dass Menthol die Kälteempfangstellen (Rezeptoren) der Haut beeinflussen können, und so ein erfrischendes Kältegefühl auf dieser hinterlassen. Dieser Hinweis konnte erst in diesem Jahrtausend bestätigt werden.

Auch ist die Entstehung des Menthols im Gegensatz zu vielen Pflanzen ganz unromantisch, denn Menthol entsteht im Labor. Meistens wird es aus Minzöl (ätherisches Öl) gewonnen, weil es von Natur aus einen hohen Menthol-Anteil aufweist (30 bis 55%). Es kann aber auch aus anderen ätherischen Ölen wie Thymol oder α-Pinen halbsynthetisch (zur Hälfte natürlich) hergestellt werden.

Anzeige

Herkunft von Menthol

Racemisches Menthol wird durch das Einbringen von Wasserstoff in das ätherische Öl Thymol hergestellt, nachdem zuvor andere Stoffe (Diasteromere) abgetrennt wurden.

Levomenthol erhält man aus Minzölen, indem es im Abkühlprozess abgeschleudert wird. Übrig bleiben ein weißes, kristallines Pulver oder farblose Kristalle.

 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.