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Anbau der Melisse

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 10.02.2017
Anbau der Melisse

Die Melisse entwickelt ihre hübschen bläulich-weißlichen Blüten zwischen Juli und August. Wer die Heilpflanze selbst anbauen möchte, sollte beachten, dass sie am besten auf nährstoffreichen, nicht zu trockenen aber durchlässigen Böden im Halbschatten gedeiht. Auch sollte der Anbaustandort Luftbewegungen zugänglich sein und trotzdem vor Frost geschützt werden können.

Für die Vermehrung der Melisse eignen sich am besten die Aussaat und die Stecklingsmethode.

Die Pflanze ist relativ anfällig für Krankheiten und Schädlinge, daher ist es wichtig, einen geeigneten Standort für ihren Anbau auszuwählen. Auch auf chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung reagiert die Melisse ausgesprochen empfindlich. Das Anbaubeet sollte daher mehrmals gehackt und das Unkraut gejätet werden. Auf unkrautfreier Fläche wird die Melisse schnell wuchern und Unkraut dadurch auf natürliche Weise verdrängen.

Aussaat der Melisse

Viele Kräuter, darunter auch die Melisse können sortenrein aus selbst gesammeltem Saatgut nachgezogen werden. Hierzu müssen die Samen von anderen Sorten getrennt und bei ausreichender Wärme eingepflanzt werden. Selbstverständlich lässt sich das Saatgut aber auch im Fachhandel erwerben. 

Die Aussaat ist die am wenigsten aufwändige Methode zur Aufzucht der Melisse.

Zum Ausbringen des Saatgutes wird der Melissensamen im Frühjahr in seicht gedrillte Saatbeete oder in Blumentöpfe eingesetzt und angepresst. Die Felder oder Töpfe sollten beschriftet und nach der Aussaat nur wenig gegossen werden. Außerdem ist nach der Keimung der Pflanzen im Freiland eine Ausdünnung nötig, wenn die Keimlinge untereinander konkurrieren.

Stecklingsvermehrung der Melisse

Stecklinge kann man von den ersten zarten Trieben zu Beginn der Wachstumsperiode schneiden, wenn sie sich am leichtesten bewurzeln, oder von reiferen Trieben später im Jahr.

Bei der Melisse werden am besten im Frühjahr zehn Zentimeter lange Stecklinge von gesunden, neuen Trieben direkt über einem Knoten abgeschnitten. Damit die Stecklinge nicht austrocknen, werden sie in einem Eimer in Wasser gelegt.

Parallel sollte ein Blumentopf (13 Zentimeter Durchmesser) mit angefeuchteter Setzlingserde vorbereitet werden. Der Stängel wird nun knapp unter einem Knoten abgeschnitten und alle Blätter, bis auf die zwei bis drei obersten, werden entfernt.

Nun erfolgt das Stecken der Stecklinge in die Erde, bis die Blätter knapp über dem Boden liegen. Der Abstand zwischen den Stecklingen sollte hierbei etwa fünf Zentimeter betragen.

Die Stecklinge sollten nun gut angedrückt, gewässert und beschriftet werden. Jetzt erfolgt das Überstülpen einer Kunststofftüte, die oben offen ist. Von Stöckchen am Topfrand wird verhindert, dass sich die Stecklingsblätter berühren können. Am besten werden die Melissenstecklinge an einem leicht beschatteten Ort bei etwa 20°C gelagert.

Wenn sich die Stecklinge gut bewurzelt haben (nach zirka vier Wochen), können sie aus dem Topf geklopft und auseinander gezogen werden. Der Wurzelballen sollte allerdings beibehalten bleiben. Die kleinen Melissenpflanzen können jetzt in einen größeren Blumentopf mit handelsüblicher Blumenerde und einige Wochen später ins Freiland gepflanzt werden.

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Krankheiten und Schädlinge der Melisse

Als häufigste Erkrankungen kommen bei der Melisse die Blattfleckenkrankheit (Septoria melissae), der Echte Mehltau (Erysiphe galeopsidis) und der Rost (Puccinia menthae) vor. Verschiedene Viren (Virosen) können zu Mischkrankheiten führen, die sich durch abgestorbene dunkelbraune oder schwarze Stellen an den Blättern bemerkbar machen.

Gefährdet ist die Melisse auch durch Fraß- und Saugschäden von Insekten.

Fraßschäden werden oft durch Raupen von Kleinschmetterlingen (z.B. Cuephasia wahlbomiana), durch den Grünen Schildkäfer (Cassida viridis), durch Raupen vom Braunen Bär (Arctia caja) oder von der Ampfereule (Acronicta rumicis) ausgelöst.

Vor allem Wanzenarten wie Lygus pratensis oder Zikaden z.B. Eupteryx atropunctata können Saugschäden an der Pflanze hervorrufen, die die typische Weißfleckigkeit ergibt und sich stark qualitätsmindert auswirken kann.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.