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Matebaum – Ilex paraguariensis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Matebaum – Ilex paraguariensis

Südamerikanische Trendpflanze mit Heilwirkung

Das grimmige Volk, so nennen sich die streitlustigen Indianer Brasiliens und Venezuelas. Die Yanomami-Indianer sind nomadisierende Jäger und Sammler – und der Matestrauch gehört in ihrem reichen Repertoire an natürlicher Arznei zu den wichtigsten Heilpflanzen. Heute ist die Mate fester Teil der hiesigen Popkultur und wird vor allem von jungen Menschen dank ihres interessanten rauchigen Aromas gerne in erfrischenden Getränken konsumiert. In der modernen Naturheilkunde sind die Wirkungen der Matepflanze gut erforscht und medizinisch anerkannt.  

Wobei hilft Mate?

Mateblätter können bei geistiger und körperlicher Erschöpfung und Ermüdung eingesetzt werden.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die therapeutische Anwendung von Mateblättern „bei geistiger und körperlicher Ermüdung.“

Wissenswertes über den Matebaum

In Südamerika gibt es kaum ein Getränk, das reichlicher konsumiert wird als Matetee. Der Tee wird aus den zerkleinerten Blättern des Matebaums hergestellt. Manche Indianerstämme geben zusätzlich kleine Zweigstücke hinzu, um den Geschmack zu verfeinern.

Mate ist das am vielseitigsten verwendete Heilmittel in der südamerikanischen Volksmedizin. „Mit dieser Arznei leben die Indianer lange und auf gesunde Weise, sie schätzen sie sehr“ – diese Worte hat derspanische Mönch Vasquez de Espinosa im Jahre 1628 zu Papier gebracht. Und noch heute wird Matetee, ganz ähnlich wie hier der Kaffee, als anregendes Mittel täglich getrunken. In Brasilien gilt der Matetee als verdauungsfördernd und gut für die Gallensekretbildung. Die traditionelle Volksmedizin verwendet ihn auch als Abführ- und Fiebermittel sowie gegen Gicht.

Angebaut wird Mate in Brasilien, Argentinien und Paraguay. Sein Lebensraum beschränkt sich auf den Bereich zwischen dem 20. und 30. Breitengrad und ist damit sehr speziell. Dass die Mate von ganz besonderem Wert ist, erkannten auch die Jesuiten, die im 17. und 18. Jahrhundert, die südamerikanische Bevölkerung missionierten. Sie waren es auch, die sich im Laufe der Jahrzehnte ein Monopol auf die Herstellung und den Handel mit Mate verschafften.

Nach Europa gelangte Mate etwa zum Ende des 18. Jahrhundertes. Allerdings erfuhr die Pflanze in Europa nie die Wertschätzung wie in Südamerika.

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Botanik des Matebaums

Mate ist ein immergrüner großer Strauch oder Baum, der eine Höhe zwischen 6 bis 12 Metern erreicht und zur Familie der Stechhülsengewächse (Aquifoliaceae) gehört. Die Borke (Rinde) des Matebaumstammes ist hell. Der Stamm verzweigt sich nach oben zu einer länglichen-ovalen Krone. Die derb lederartigen Blätter sind wechselständig und verkehrt eiförmig angeordnet. Sie sind zugespitzt und haben einen gekerbten bis gesägten Rand. Auf der Oberseite sind die Blätter dunkelgrün, unterseitig hellgrün und können eine Länge bis zu 20 cm sowie eine Breite von bis zu 9 cm erreichen.

In den Blattachseln stehen in Büscheln 30 bis 50 weiße Blüten. Sie sind entweder eingeschlechtlich oder getrenntgeschlechtlich (diözisch). Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich runde, rötliche Steinfrüchte, die 4 bis 8 Samen enthalten.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Matebaums

Medizinisch eingesetzt werden die getrockneten Blätter und Blattstiele des Matebaums, die im Februar und März geerntet werden. Medizinischer und pharmazeutischer Fachausdruck für die Mateblätter lautet Mate folium, deren Qualitätsanforderungen im Deutschen Arznei Codex (DAC) festgelegt sind. Der DAC unterscheidet wiederum zwei Qualitäten und Handelsformen der Mateblätter. Dazu gehören Grüne Mateblätter (Mate folium viride), deren Koffeingehalt mindestens 0,6% betragen muss, und geröstete Mateblätter (Mate folium tostum) mit einem Mindestkoffeingehalt von 0,4%.

Eine dritte Handelsform für Mateblätter ist das Matepulver. Matepulver besitzt keine eigenständige DAC-Qualitätsbeschreibung.

Wie schon angesprochen enthalten Mateblätter das Purinalkaloid Koffein (Coffein). Ein weiteres vorhandenes Purinalkaloid ist das Theobromin. Darüber hinaus sind in den Mateblättern Kaffesäurederivate, Flavonoide, Triterpensaponine und ätherische Öle zu finden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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