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Mäusedorn – Ruscus aculeatus

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.01.2012
Mäusedorn – Ruscus aculeatus

Von der praktischen Metzgerhilfe zum hochgeschätzten Heilmittel

Der Mäusedorn erfüllte ursprünglich ganz pragmatische Zwecke. Das zeigt sich schon an seinem deutschen Namen. Der geht nämlich auf die Verwendung des Mäuse fernzuhalten zurück. Zu der Zeit als das Wissen über die Hygiene noch in den Kinderschuhen steckte und Lagerräume für Lebensmittel sowie Kühlschränke noch nicht erfunden waren, mussten die Menschen ihre Lebensmittel vor Mäusen, Ratten und anderem Ungeziefer anders als heute schützten.

Wobei hilft Mäusedorn?

Der Mäusedorn hat hervorragende Wirkungen auf die Blutgefäße. Er hilft nachweislich bei Venenschwäche durch poröse und angegriffene kleinste Adern sowie gegen Hämorrhoiden.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen den therapeutischen Einsatz von Mäusedornwurzel-Extrakten „adjuvant bei chronisch venöser Insuffizienz mit Symptomen wie schmerzhaften, müden und schweren Beinen, Juckreiz und Schwellungen sowie adjuvant bei Hämorrhoiden.“

Wissenswertes über den Mäusedorn

Aus den dornigen Zweigen des Mäusedorns flochten Generationen von deutschen Metzgern (oder deren Knechte) Schnüre, die sie in den aufgehängten Schinken einbanden um gefräßige und schädliche Mäuse von ihrer Ware fernzuhalten.

Auch in England wurde der Mäusedorn von Metzgern verwendet. Dort wird der Strauch auch „Butcher´s broom“ genannt, was so viel wie „des Metzgers Besen“ bedeutet. Gereinigt wurden dort mit der Pflanze die Hackblöcke der örtlichen Metzger.

Medizinisch fand speziell der Wurzelstock des Mäusedorns in früheren Zeiten Anwendung. Er wurde bei entzündeten Venen eingesetzt oder als Abkochung zusammen mit Wein bei Nierensteinen, Kopfschmerzen und sogar gegen Malaria.

Heute weiß man, dass der Wurzelstock des Mäusedorns tatsächlich gegen schwache Venen helfen kann. Die übrigen Anwendungsbereiche fallen hingegen in den Bereich der traditionellen Medizin oder Volksmedizin.

In der freien Natur ist der Mäusedorn, der manchmal auch stechender Mäusedorn genannt wird, heute eher selten zu finden. Er steht sogar unter Naturschutz. Dabei ist er in ganz Europa, Westasien und in Nordafrika heimisch.

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Botanik des Mäusedorns

Der bis zu 1 Meter hoch wachsende Mäusedorn gehört zu der Familie der Mäusedorngewächse (Ruscaceae). Sein aufrecht wachsender Stängel ist holzig und stark verzweigt. Die Blätter des Mäusedorns sind klein, von dreieckiger bis lanzettlicher Form, schuppenförmig und bräunlich. Aus der Mitte der Blätter entspringen die kleinen weiß-grünen Blüten, die entweder einzeln oder in kleinen Gruppen wachsen. Aus ihnen entwickeln sich später kirschgroße Früchte, die den Strauch den ganzen Winter über zieren.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Mäusedorns

Das medizinisch verwendete Pflanzenteil des Mäusedorns ist der Wurzelstock, also die Mäusedornwurzel. Er wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Rusci aculeati rhizoma genannt. Die Anforderungen an die Qualität des Mäusedornwurzelstocks sind durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt. Dieses verlangt u.a., dass der Gehalt an der Inhaltstoffgruppe, der Steroidsaponie mindestens 1% betragen muss.

Die Hauptkomponenten dieser Saponine sind Ruscin und Ruscosid. Außerdem enthält der Mäusedornwurzelstock ätherische Öle und Phytosterole.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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