Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Mädesüßkraut – Spiraeae herba

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Mädesüßkraut – Spiraeae herba

Zuverlässig bei Erkältung und Fieber

Zu den medizinischen Wirkstoffen des Mädesüß gehören das Mädesüßkraut, das aus den blühenden, getrockneten Stängelspitzen der Pflanze gewonnen wird und die Mädesüßblüten. Mädesüßkraut enthält Inhaltsstoffe, die dem Aspirin® ähneln und sind eine echte pflanzliches Alternative bei der Behandlung von unkomplizierten Erkältungskrankheiten.

Mädesüßkraut wirkt nachweislich fiebersenkend, kann Entzündungen entgegenwirken und hat einen heilungsfördernden, zusammenziehenden Effekt auf wunde Schleimhautstellen, die bei Erkältungen oft auftreten. Allerdings ist Mädesüßkraut schwächer wirksam als die Blüten des Mädesüß. Ihr Anteil an Inhaltsstoffen, die für die Wirkung zuständig sind (Salizylatverbindungen) ist geringer als in den Blüten.

Auf einen Blick:

Mädesüßkraut 

  • Wirkt: fiebersenkend, entzündungswidrig, schmerzlindernd, zusammenziehend
  • Kann eingesetzt werden: zur Unterstützung bei Erkältungskrankheiten

Inhaltsstoffe des Mädesüßkrauts

Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Phenolglykoside gelten als die wichtigsten Bestandteilen des Mädesüßkrauts. Besonders die Komponenten Monotropitin und Spiraein sind von medizinischem Interesse. Sie gehen während des Trocknungsprozesses in kleine Mengen ätherische Öle über, die nach dem Europäischen Arzneibuch mindestens 0,1% betragen müssen. Die wichtigste Fraktion dieser ätherischen Öle wiederum, bildet das Salicylaldehyd mit einem Anteil von zirka 75%.

Das Salicylaldehyd wird im Körper, in der Leber, weiter umgewandelt. Es entsteht Salizylsäure, die beweisbar entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. Unterstützt wird die Salizylsäure von zwei weiteren Substanzgruppen: den Flavonoiden, die speziell die entzündungshemmende Wirkung stützen, und von Gerbstoffen. Gerbstoffe haben zusammenziehende Eigenschaften und sind besonders beim Abwehren von Krankheitserregern von Interesse.

Unterstützende Anwendung bei Erkältungen

Entzündungshemmend bei fiebrigen Erkältungskrankheiten

Wie bei vielen pflanzlichen Arzneimitteln, beruht auch die Wirkung des Mädesüßkraut auf dem Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe – allen voran die Phenolglykoside, die bei Trocknen des Mädesüßkrauts in ätherisches Öl übergehen und im Körper (in der Leber) zu Salizylsäure umgebaut werden. Salizylsäure kann aktiv in Entzündungsprozesse, wie sie bei fiebrigen Erkältungskrankheiten häufig vorkommen, eingreifen. Entscheidend hierbei ist, dass die Salizylsäure, die sogenannte Cyclooxygenase hemmt. Die Cyclooxygenase ist ein Eiweißbaustein (Enzym), das zur Entstehung von Gewebshormonen wie Prostaglandine benötigt wird. Prostaglandine wiederum verursachen beweisbar Entzündungen und Schmerzen.

Bedingt durch die Tatsache, dass die Salizylsäure die Cyclooxygenase und damit die Prostaglandinentstehung hemmt, kommt es in Folge zum Abklingen von entzündlichen Prozessen bei einer Erkältung. Fieber und Gliederschmerzen lassen nach.

Der Gehalt an ätherischen Ölen und damit an Salizylsäure im Mädesüßkraut ist relativ gering. Trotzdem ist Mädesüßkraut wirkungsvoll. Neben der enthaltenen Salizylsäure, sind nämlich noch zwei weitere Inhaltsstoffgruppen im Sinne einer unterstützenden Wirkung von Interesse. Es handelt sich um Flavonoide und Gerbstoffe. Während die Flavonoide aktiv zur Verminderung des Entzündungsgeschehens beitragen, bilden die Gerbstoffe zusammen mit Proteinen unlösliche Verbindungen, die einen schützenden Effekt auf geschädigte Oberflächen, wie Schleimhäute, entwickeln. Es kommt zu einer Abwehr von Krankheitskeimen, also einer antiseptischen Wirkung.

Mädesüßkraut

Anzeige

Darreichungsform und Dosierung des Mädesüßkrauts

Tee

Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten kann ein Tee aus Mädesüßkraut, das Abklingen der Symptome und den Genesungsprozess unterstützen.

Übergießen Sie 1 Teelöffel (1 bis 2 g) des Mädesüßkrauts mit 1 Tasse (150 ml) siedend heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten zugedeckt ruhen, bevor Sie das Kraut durch ein Teesieb abfiltern.

Dosierung

Trinken Sie mindestens 3 Tassen Mädesüßkrauttee täglich, bis die Beschwerden abklingen.

Tipp! Mädesüßkrauttee kann auch bei Kindern angewendet werden. Vor der Anwendung sollten Sie jedoch Rücksprache mit einem Arzt halten. Die maximale Tagesdosis bei Kindern zwischen 1 bis 4 Jahren liegt bei 1 bis 2 g/ Tag, bei Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren bei 2 bis 3 g/ Tag.

Mädesüßkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (2 bis 6 g) des Mädesüßkrauts nicht bekannt.

Bei bekannter allergischer Reaktion auf Salizylate sollten Sie allerdings auf die Anwendung von Mädesüßkraut verzichten. Zudem wird während der Schwangerschaft und Stillzeit von einem Gebrauch von Mädesüßkraut abgeraten.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Mädesüßkraut sind als Fertigarzneimittel nicht erhältlich.

In der Volksmedizin wird Mädesüßkraut bei „saurem“ Magen, zur Vorbeugung vor Magengeschwüren eingesetzt.

Quellen:
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009
  • Schulte-Löbbert M: Echtes Mädesüß – Das pflanzliche Aspirin. http://www.pta-forum.de/index.php?id=798&type=4, Zugriff am 07.02.2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

News zu Mädesüß – Filipendula ulmaria

In Sommerbäder / Reist jetzt ein jeder / Und lebt famos. / Der arme Dokter / Zuhause hockt er / Patientenlos. / Von Winterszenen / Von schrecklich schönen / Träumt sein Gemüt / Wenn, Dank der Götter / Bei Hundewetter / Sein W...
Die Körpertemperatur pendelt normalerweise um 37° Celsius. Hat sich Ihr Kind eine schwere Erkältung eingefangen und zeigt typische Fiebersymptome wie blasse Haut, Schüttelfrost oder eine „glühende“ Stirn, ist das n...
Alle anzeigen