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Mädesüß – Filipendula ulmaria

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 06.01.2015
Mädesüß – Filipendula ulmaria

Bringt den Körper bei Erkältungen auf Trab

Wem der Name Mädesüß nichts sagt, der hat aber vielleicht schon einmal den Namen Geißbart gehört, unter dem das Gewächs auch bekannt ist. Eine besonders ruhmreiche Pflanze ist das Mädesüß sicher nicht. Seine Stärken liegen eher im Verborgenen. So ist das Mädesüß ein häufiger Bestandteil von Teemischungen, welches bei Erkältungskrankheiten eingesetzt wird.

Wogegen hilft Mädesüß?

Mädesüßblüten und Mädesüßkraut eigenen sich hervorragend zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, die mit Fieber einhergehen.

Sowohl die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte als auch der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die Anwendung von Mädesüßblüten und Mädesüßkraut „adjuvant bei Erkältungskrankheiten.“

Wissenswertes über das Mädesüß

Das Mädesüß wird heute immer dann eingesetzt, wenn eine Erkältung mit Fieber und entzündlichen Prozessen einhergeht.

Ursprünglich war die Pflanze eher von kultischer Bedeutung. Keltische Priester, Druiden, nutzten das Mädesüß zusammen mit anderen Heilpflanzen wie Eisenkraut oder Mistel, um drohendes Unheil abzuwehren. Da das Rosengewächs zudem einen angenehmen Duft verbreitet, nutzten die Menschen früher als einen natürlichen Raumduft. Dazu legten sie die oberirdischen Pflanzenbestandteile in ihren Räumen aus und fegten die Pflanze am Abend zusammen.

Wahrscheinlich waren es die Briten, die die medizinische Wirkung des Mädesüß beobachteten. Der englische Botaniker und Berater der Königin Elisabeth I. von England, John Gerad (1545 – 1612) beschrieb wahrscheinlich als Erster die fiebersenkende Wirkung des Mädesüß. Andere Zeitgenossen, wie der deutsche Botaniker und Arzt Hieronymus Bock hingegen, schrieben der Pflanze in erste Linie gallereinigende und Antidurchfall-Wirkungen zu.

Das Mädesüß gehört zu unseren einheimischen Heilpflanzen und kommt zudem in Nordamerika vor. Das Rosengewächs benötigt zum Gedeihen viel Wasser und nährstoffreiche Böden. Deshalb trifft man die Pflanze hierzulande an Wassergräben, Bächen und auf Feuchtwiesen, die nicht oder nur wenig gemäht werden.

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Botanik des Mädesüß

Das Mädesüß ist eine mehrjährige, aufrecht wachende Staude, die zwischen 50 und 100 cm hoch wächst und zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Der kräftige Stängel verzweigt sich im oberen Bereich der Pflanze und ist meist kahl, seltener filzig behaart. Seine gefiederten Blätter setzen sich mit bis zu 5 großen, gezähnten Fiederpaaren zusammen. Sie sind langgestielt, können aber auch sitzend vorkommen. Die zahlreichen endständigen Blütendolden kommen zusammengesetzt vor, wobei die Blütenfarbe gelblich-weiß ist. Sie blühen zwischen Juni bis August.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Mädesüß

Medizinisch werden zwei Wirkstoffe des Mädesüß unterschieden: Mädesüßblüten und Mädesüßkraut. Bei den Mädesüßblüten handelt es sich um die getrockneten Blüten der Heilpflanze. Mädesüßkraut wird aus den getrockneten blühenden Stängelspitzen des Mädesüß gewonnen. In der Medizin und Pharmazie werden Mädesüßblüten teilweise unterschiedlich benannt, wobei stets der gleiche Wirkstoff gemeint ist. Am gebräuchlichsten ist die Bezeichnung Spiraeae flos. Manchmal trifft man jedoch auf die wissenschaftlichen Namen Spiraeae ulmariae flos oder Fillipendulae ulmariae flos.

Dasselbe trifft auf das Mädesüßkraut zu. Am häufigsten wird der medizinische und pharmazeutische Fachausdruck Spiraeae herba gebraucht. Seltener sieht man die Schreibweisen Spiraeae ulmariae herba oder Filipendulae ulmariae herba.

Die Qualität der Mädesüßblüten ist im Deutschen Arznei Codex (DAC) festgelegt. Die Güte die des Mädesüßkrauts ist hingegen im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt und an dem Gehalt an ätherischen Ölen gekoppelt. Die inhaltsstoffliche Zusammensetzung beider Wirkstoffe unterscheidet sich nur geringfügig.

Sowohl die Mädesüßblüten als auch das Mädesüßkraut sind reich an Flavonoiden. Der DAC fordert für Mädesüßblüten einen Mindestgehalt an Flavonoiden von 1,8%, die als Hyperosid berechnet werden. Außerdem enthalten die Wirkstoffe ätherische Öle mit etwa 75% Salicylaldehyd, Phenolglykoside und Gerbstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.