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Löwenzahnwurzel mit -kraut – Taraxaci herba cum radix

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Geschrieben von 2011-03-31
Zuletzt aktualisiert am 2016-02-1717.02.2016
Löwenzahnwurzel mit -kraut – Taraxaci herba cum radix

Löwenzahnwurzel: Nützlich für Bauch und Haut

Medizinisch wirksamer Pflanzenteil des Löwenzahns (Taraxacum officinalis) ist die ganze Pflanze. Nicht nur das oberirdische Kraut, das heißt die Löwenzahnblätter, wird verwendet, sondern auch seine Wurzel. In der medizinischen Fachsprache heißt der Löwenzahn als Wirkstoff Taraxaci herba cum radice.

Löwenzahn entfaltet seine Wirkungen überwiegend in der Körpermitte. Er regt, etwa als Löwenzsahnsaft gebraucht, dank seiner Bitterstoffe einerseits nachweislich den Gallefluss an und führt zu einer verbesserten Fettverdauung. Er nützt aber auch gegen Magen-Darmbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Zusätzlich zeigt der Löwenzahn als Heilpflanze positive Effekte bei schwachem Appetit, weil er die Verdauungssäfte anregt. Neben all den positiven Wirkungen nützt Löwenzahn zusätzlich erwiesenermaßen zum Durchspülen der Harnwege. 

Zusätzlich kann die Heilpflanze auch bei Hautproblemen helfen: Kürzlich konnte man ihm eine positive Wirkung bei besonders trockener Haut nachweisen.

In der Volksmedizin wird die Löwenzahnwurzel zusammen mit ihrem Kraut bei Erkrankungen der Leber, der Galle, bei Hämorrhoiden und Stauungen im Pfortadersystem, bei Gicht und bei Rheuma, Hauterkrankungen, sowie bei Nieren- und Blasenleiden eingesetzt. Daneben ist der Löwenzahn wohl eine der populärsten Naturheilmittel zur Entgiftung und Überwindung von Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Er soll die Leberfunktion anregen können und beim chronischen Müdigkeitssyndrom helfen können. Löwenzahn zählt neben der Mariendistel und Artischocke zu den wichtigsten „Leberpflanzen“.

In der Frühjahrskur wirkt Löwenzahn stoffwechselfördernd. Grundsätzlich besitzt die Löwenzahnwurzel in jeder Zubereitung Wirkungen. Man kann sie frisch in den Salat schnippeln, als Gemüse kochen und natürlich als Heiltee gegen Verdauungsbeschwerden und zur Durchspülungstherapie.

Auf einen Blick:

Löwenzahnwurzel mit -kraut

  • Wirkt: anregend auf die Gallensaftbildung, appetitanregend, steigernd auf die Magensaftbildung, entwässernd, entzündungshemmend, krampflösend, anregend auf den Stoffwechsel
  • Kann innerlich eingesetzt werden: zur Anregung der Gallensaftproduktion, bei Magen-Darmbeschwerden, zum Durchspülen der Harnorgane, gegen Appetitlosigkeit, bei trockener Haut

Inhaltsstoffe der Löwenzahnwurzel mit -kraut

Die Wirkungen der Löwenzahnwurzel gehen in erster Linie auf die in ihnen enthaltenen Bitterstoffe zurück, deren Hauptkomponenten Taraxacin, Euresmolide und Germacronoide sind. Diese sind für die Wirkungen auf die Verdauung verantwortlich. Sie regen den Verdauungsapparat zur Produktion von Verdauungssäften an und können dadurch auch den Appetit steigern.

Zusätzlich enthält Löwenzahn eine furosemidähnliche Substanz, die für die entwässernde Wirkung der Pflanze zuständig ist.

Wirkung bei Appetitlosigkeit

Anregend auf die Verdauungssäfte

„Mir ist das Gespräch von heute morgen auf den Magen geschlagen... Ich habe keinen Appetit!“ Gelegentlicher Appetitmangel ist noch kein Grund zur Sorge. Nehmen einem aber Faktoren wie Dauerstress, persönliche Probleme oder bestehende Magen-Darmkrankheiten dauerhaft die Lust am Essen, sollte man seinem Körper und Geist mehr Aufmerksamkeit schenken und der Sicherheit halber einen Arzt aufsuchen.

Liegen jedoch keine organischen Beschwerden vor, ist der Löwenzahn ein gutes Mittel, um den Appetit anzukurbeln.

Der Wirkstoff enthält Bitterstoffe, die nachweislich die Produktion von Verdauungssäften anregen – also auch von Speichel. Deshalb bekommt man Hunger. Bei der Anwendung von Löwenzahnwurzel mit -kraut dürfte einem also nicht nur sinnbildlich das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Diese erhöhte Speichelbildung und die Anregung der Verdauungssäfte ist hilfreich, weil alle Nahrungsbestandteile schneller in ihre Einzelteile zerlegt werden können und so schneller in die Blutbahn aufgenommen werden.

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Wirkung bei Magen-Darmbeschwerden

Verdauungsfördernd und blähungstreibend auf den Magen-Darmtrakt

Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen, Blähungen und eine schlechte Verdauung. An diesen Symptomen leidet etwa jeder dritte Bundesbürger regelmäßig. Der häufigste Grund hierfür ist ein Bewegungsmangel des unteren Magenbereichs am Übergang zum Darm (Dünndarm), die zur Stauung der aufgenommenen Nahrung in diesem Bereich führt.

Nimmt man Löwenzahnwurzel-und-kraut vor Mahlzeiten rechtzeitig ein, kann man den Beschwerden zumindest teilweise vorbeugen. Der Wirkstoff enthält Bitterstoffe, die nachweislich auf die Verdauungsorgane wirken. Sie kurbeln einerseits die Produktion von Verdauungssäften wie Speichel, Magensaft oder Galle an und verstärken andererseits die bewegungsbereitschaft des Magens und des Darms. Dadurch lässt sich selbst eine Festtagsmahlzeit leichter verdauen.

Wirkung bei schlechtem Gallefluss

Gut für die Fettverdauung

Schmerzen oder Druck im Oberbauch, Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl und Fettstühle, das alles sind häufige Beschwerden nach einer opulenten und fettreichen Mahlzeit oder auch nach dem Genuss von Hülsenfrüchten. Grund hierfür kann eine verminderte Gallensaftproduktion sein.

Die Galle ist Bestandteil der Leber und für die Fettverdauung zuständig. Bereits während der Mahlzeit erhält die Leber den Befehl, Gallensaft für die Verdauung zu produzieren. Durch den Verzehr besonders fettreicher Speisen, aber auch aufgrund der Einnahme bestimmter Medikamente kann dieser Mechanismus gestört werden. Die Folge: Die Fettverdauung lahmt und mehr oder weniger starke Beschwerden treten auf.

Wird der Löwenzahn frühzeitig angewendet, können die Symptome jedoch deutlich gelindert werden, weil er die Gallesaftbildung aktiv anregt. Wichtig: Gallensteine müssen ausgeschlossen worden sein (s. Risiken und Nebenwirkungen).

Wirkung bei Harnwegsinfekten

Durchspülend bei Harnwegserkrankungen

Die meisten Harnwegsinfektionen entstehen durch aufsteigende Infektionen von Darmbakterien. Kälte, Nässe, Stress, Regelblutung und eine schlechte Immunabwehr sind außerdem nur einige Faktoren, die eine Harnwegsinfektion begünstigen können. Meist sind tatsächlich Harnblase oder Harnleiter des weiblichen Geschlechts betroffen. Symptome sind üblicherweise ein starker Harndrang, Unterbauchschmerzen und brennende Schmerzen bei der Blasenentleerung.

Löwenzahnwurzel-mit-kraut wird offiziell zum Durchspülen der Harnwege empfohlen. Bei einer Harnwegsinfektion ist es jedoch nicht das Mittel der ersten Wahl. Je nach Ausprägung sind hier eher schulmedizinische Arzneimittel in Kombination mit anderen Heilpflanzen geeignet, beispielsweise Brennnesselkraut. Zur Vorbeugung und Unterstützung der Behandlung von Harnwegsinfektionen eigenen sich Löwenzahn-Extrakte allerdings gut, weil sie durchspülend und entwässernd wirken. Hierbei ist auf eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern pro Tag zu achten.

Wirkung bei trockener Haut

Verbesserung der Hautfeuchtigkeit und Elastizität

Durch sehr kalte und trockene Luft, aber auch durch häufiges Baden oder Waschen kann es zu einer Entfettung der Haut kommen. Auch eine krankheitsbedingt verringerte Talgproduktion, die oft mit vermindertem Schwitzen einhergeht, kann zu trockener Haut führen. Auch die Kopfhaut ist hier oft betroffen. Aber auch Neurodermitis oder übermäßige (genetisch bedingte) Hornhautbildung können zu sehr trockener Haut führen.

Auf der Haut bilden sich Schuppen und Juckreiz entsteht, besonders häufig sind Arme und Waden davon betroffen. Das Haar trocknet aus und wird spröde, die Haut am ganzen Körper fühlt sich angespannt an.

Presssaft aus dem Löwenzahn hilft nachweislich gegen trockene Haut. Er kannn die Elastizität erhöhen und für ein entspanntes Hautgefühl sorgen, das sich langfristig auch im äußeren Erscheinungsbild (gesündere Haut und Haare) bemerkbar machen kann.

Löwenzahnwurzel mit -kraut

Anwendung und Dosierung der Löwenzahnwurzel

Wegen der entwässernden Wirkung sollte der Löwenzahn nicht abends angewendet werden.

Löwenzahntee

Bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden kann ein Löwenzahntee gute therapeutische Effekte erzielen. Geben Sie hierzu 1 bis 2 Teelöffel (3 bis 4 g) der Wurzel samt Kraut in einen Topf und übergießen dieses mit 1 Tasse (150 ml) kaltem Wasser. Erhitzen Sie den Tee und lassen ihn kurz aufkochen. Lassen Sie ihn 10 Minuten ziehen und seien den Löwenzahn anschließend ab.

Dosierung

Trinken Sie täglich 3 bis 4 Tassen Löwenzahntee, am besten ½ Stunde vor der Mahlzeit über einen Zeitraum von etwa 1 Monat.

Löwenzahnwurzel-mit-kraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tee: ca. 3 bis 6 g) nicht bekannt. Allerdings ist eine Steigerung der Magensäure möglich, aus denen Magenbeschwerden resultieren können. Außerdem darf Löwenzahn bei einer Allergie gegen Korbblütler nicht angewendet werden. Selten wurden beim Kontakt mit dem frischen Milchsaft des Löwenzahns allergische Hautreaktionen beobachtet.

Sollten bei Ihnen ein Verschluss der Gallenwege, Eiteransammlungen der Gallenblase oder ein Darmverschluss vorliegen, dürfen Sie Löwenzahn nicht anwenden.

Bitte halten Sie bei allen weiteren Gallenleiden vor der Anwendung von Löwenzahnwurzel-mit-kraut Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Löwenzahnwurzeln mit -kraut sind als Fertigarzneimittel als Löwenzahnsaft erhältlich (Frischpflanzenpresssaft bei Störungen des Gallenflusses und Verdauungsbeschwerden). Weiterhin sind die sie in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Dragees und Tropfen verfügbar (hier auch als Mittel gegen Atemwegserkrankungen). Außerdem erhalten Sie Wurzel und Blätter in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Löwenzahnwurzel mit -kraut wirkt nachweislich gegen Störungen des Gallenflusses. Der Wirkstoff spült zudem die Harnwege durch, wirkt gegen Appetitlosigkeit und bei Magen-Darmbeschwerden, wie Völlegefühl und Blähungen. Außerdem belegen jüngste Untersuchungen, dass Löwenzahn bei sehr trockener, entfetteter Haut nützen können.

 
Quellen:
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. München & Jena 2010
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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