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Löwenzahn - Taraxacum officinalis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 29.10.2014
Löwenzahn - Taraxacum officinalis

Ein unterschätztes Multitalent unter den Heilkräutern

Wegen seiner beinahe grenzenlosen Anspruchslosigkeit ist der Löwenzahn wohl das Wald- und Wiesengewächs überhaupt. Überall ist die Pflanze zu finden, selbst auf sogenannten Ruderalstandorten wie Schuttplätzen und Müllhalden. Brachland also, auf dem es botanisches Leben eigentlich besonders schwer hat. Man sollte den Löwenzahn also nicht unterschätzen, denn auch in der modernen Pflanzenheilkunde hat er längst Wurzeln geschlagen. Dabei ist es vor allem der Reichtum an Bitterstoffen, der den Löwenzahn als Heilpflanze so wirksam macht.

Wobei hilft Löwenzahn?

Die positiven Wirkungen des Löwenzahns auf unsere Gesundheit sind breit gefächert. Seine Extrakte wirken einerseits auf den Magen-Darmtrakt. Die Pflanze hilft außerdem nachweislich anregend auf die Produktion von Verdauungssäften und daher effektiv gegen Appetitlosigkeit

Ferner kann das Kraut Magen-Darmbeschwerden vorbeugen und Gallenbeschwerden lindern. Zusätzlich haben speziell die Löwenzahnblätter eine entwässernde Wirkung, die bei Harnwegsinfekten nützlich ist. Jüngste Untersuchungen ergaben außerdem, dass Löwenzahn-Extrakte gegen trockene Haut helfen können.

In der Apotheke können Sie Löwenzahn als Frischpflanzenpresssaft kaufen, außerdem ist der Pflanzenwirkstoff in Kombination mit anderen Heilkräutern als Dragees und Tropfen erhältlich. Die Wurzeln und Blätter des Löwenzahns sind auch in der reinen, getrockneten Form zu haben, mit der sich wirksame Hausmittelchen wie zum Beispiel ein Löwenzahntee herstellen lassen. 

Detaillierte Informationen zur Wirkweise, außerdem Hinweise und Rezepte zur medizinischen Anwendung des Löwenzahns können Sie hier nachlesen.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Löwenzahnwurzel mit -kraut zur therapeutischen Behandlung „bei Störungen des Galleflusses, Appetitlosigkeit, bei dyspeptischen Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen sowie zur Anregung der Diurese.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) unterteilt die Anwendungsbereiche unterdessen nach Pflanzenbestandteilen. ESCOP befürwortet die Anwendung von Löwenzahnblättern „zur Anregung der Diurese“ und die Wurzel „bei Gallenwegstörungen, Dyspepsie und Appetitlosigkeit.“
  • Auch die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die ganze Pflanze zur Anwendung.

Wissenswertes über den Löwenzahn

Die Pflanze hat alleine im deutschen Sprachraum fast 500 verschiedene Namen. Zu den bekanntesten Synonymen gehören wohl: Pusteblume, Gemeiner Löwenzahn und Wiesen-Löwenzahn.

Die Pflanze ist alles andere als anspruchsvoll, sogar Schutthalden genügen ihm als Standort und Lebensraum. Wenn Löwenzahn gesammelt wird, sollte man ihn möglichst weit abseits der Straße ernten. Junge und unbelastete Löwenzahnblätter eignen sich hervorragend für einen Frühjahrssalat, der die Verdauung in Schwung bringt.

Um eine medizinische Wirkung zu erzielen, eignen sich jedoch standardisierte Löwenzahnpräparate oder Tee aus der Apotheke oder dem Reformhaus besser.

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Botanik des Löwenzahns

Der Löwenzahn ist eine gesellige Pflanze, die zwischen zehn und 40 Zentimetern hoch wächst und zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae/Compositae) gehört. Seine lange Pfahlwurzel bohrt sich tief ins Erdreich hinein, von der kleine, dünne Seitenwurzeln abzweigen. Die grasgrünen rosettenständigen Blätter sind typisch für den Löwenzahn. Sie sind länglich, stark gelappt, fiederspaltig oder gezähnt.

Auf dem Löwenzahnstängel befindet sich nur ein Kopf. Der Stängel ist innen hohl und außen behaart. In ihm befindet sich der Milchsaft des Löwenzahns.

Die Blütenköpfe des Löwenzahns erreichen eine Breite von bis zu sechs Zentimetern. Sie sind zurückgeschlagen und linealisch. Die Blüte ist gelb und blüht zwischen April und Juli.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Löwenzahns

Löwenzahn kommt bekanntermaßen sehr häufig vor und kann sich auch nach einer Wurzelernte regenerieren. Deshalb ist es unproblematisch, dass die Medizin seine ganze Wurzel verwendet. Die korrekte deutsche Schreibweise hierzu lautet: Löwenzahnwurzel mit -kraut. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt es: Taraxaci herba cum radice.

Die Qualität des Löwenzahn als Heilpflanze ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Er enthält vor allem Bitterstoffe, die ihn als Heilkraut so wertvoll machen. Vor allem sind das Taraxaxacin, Eudesmolide und Germacronolide. Weiterhin sind Triterpene, Phytosterole, Falvonoide und Phenylcarbonsäuren enthalten

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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