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Lindenblüten - Tiliae flos

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2017
Lindenblüten - Tiliae flos

Hilfreich bei Husten und Fieber: Lindenblüten

Die medizinischen Wirkstoffe der Linde sind die Blüten des Baumes. Lindenblüten (Tiliae flos) wirken nachweislich reizlindernd bei Husten, gleichzeitig auswurffördernd und schweißtreibend. Der Wirkstoff eignet sich daher hervorragend zur Behandlung von trockenem Reizhusten. Darüber hinaus sind Lindenblüten generell hilfreich bei der Therapie von Erkältungskrankheiten.

Wegen ihrer milden Wirkung sind sie auch zur Behandlung von erkälteten Kindern geeignet. Die Dosierung sollte in diesem Fall jedoch unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Auf einen Blick:

Lindenblüten

  • Wirken: schweißtreibend, reizmildernd, auswurffördernd, fiebersenkend
  • Können eingesetzt werden: bei Erkältungskrankheiten und trockenem Reizhusten

Inhaltsstoffe von Lindenblüten

Lindenblüten enthalten einen wertvollen Mix aus verschiedensten Inhaltsstoffen, die sich wahrscheinlich untereinander begünstigen. Zu den wichtigsten zählen Flavonoide und Hydroxyzimsäurederivate, die fiebersenkende Eigenschaften besitzen sollen. Darüber hinaus verfügen die Blüten über Schleimstoffe, die hustenreizlindernd wirken können.

Weiterhin sind Gerbstoffe, Glykoside und ätherische Öle in den Lindenblüten enthalten, die in Form von alkoholischen Auszügen gegen Krankheitserreger wirksam sein können.

Wirkung bei Erkältungskrankheiten

Schweißtreibend bei Erkältungen

Lindenblüten sind reich an Flavonoiden und Hydroxyzimtsäurederivaten, die nachweislich fiebersenkende Eigenschaften besitzen. Wie der Wirkmechanismus der Inhaltsstoffe im Detail funktioniert, konnte jedoch bis heute noch nicht ermittelt werden.

Genauso verhält es sich mit den schweißtreibenden und der schleimlösenden Wirkungen der Lindenblüten. Auch hier tappen Forscher zur Wirkungsweise noch im Dunkeln.

Zeitweise wurde sogar angenommen, dass die schweißtreibende Wirkung gar nicht von den Lindenblüten herrührt, sondern durch das Trinken von heißem Wasser ausgelöst wird. Diese Annahme konnte jedoch im Rahmen von wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt werden.

Es bleibt also spannend, was zukünftige Untersuchungen zu den Lindenblüten hinsichtlich ihres Wirkmechanismus ergeben werden.

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Wirkung bei Reizhusten

Lindernd bei trockenem Husten

Für die Wirkung der Lindenblüten bei trockenem Reizhusten sind die enthaltenen Schleimstoffe zuständig. Diese legen sich auf gereizte Stellen in Hals oder Rachen und schützen sie vor reizenden Stoffen wie zum Beispiel Staub.

Außerdem können Schleimstoffe entzündungswidrig wirken. Dieser Effekt erklärt sich auch dadurch, dass durch die einhüllende Eigenschaft der Schleimstoffe, Krankheitserregern der Nährboden entzogen wird. Zusätzlich können die enthaltenen Gerbstoffe, Glykoside und ätherische Öle aus den alkoholischen Lindenblüten die keimabtötende Wirkung unterstützen.

Lindenblüten

Anwendung und Dosierung von Lindenblüten

Lindenblütentee

Bei Hustenreiz und bei Erkältungskrankheiten ist ein Lindenblütentee sehr gut geeignet. Diese Anwendungsform ist zudem die Gebräuchlichste bei dem therapeutischen Einsatz von Lindenblüten. Aufgrund seiner schweißtreibenden Wirkung kann man auch ihn gut für eine Schwitzkur einsetzen. Setzen Sie hierzu 1 Teelöffel (2 g) zerkleinerte Lindenblüten mit 1 Tasse (150 ml) kaltem Wasser an und bringen Sie die Mischung langsam zum Sieden. Lassen Sie den Tee anschließend 10 Minuten lang ziehen. Danach werden die Blüten abgesiebt.

Dosierung

Trinken Sie bis zu 3 Tassen Lindenblütentee täglich.

Inhalation

Bei einer Erkältung, Schnupfen oder einer leichten Bronchitis ist eine Inhalation mit Lindenblüten und anderen Wirkstoffen gut geeignet. Hierzu können Sie folgende Rezeptur anwenden:

  • Lindenblüten 40,0 g
  • Kamillenblüten 30,0 g
  • Salbeiblätter 15,0 g
  • Thymiankraut 15,0 g

Füllen Sie in eine große, breite Schale etwa ½ Liter heißes (nicht kochendes) Wasser und geben Sie 2 bis 3 Esslöffel der Mischung hinzu. Zur Inhalation legen Sie sich bitte ein großes Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen können.

Dosierung

Inhalieren Sie je nach Intensität der Beschwerden 2 bis 3-mal täglich.

Lindenblüten

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (2 bis 4 g) der Lindenblüten nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Lindenblüten sind als Arzneitee erhältlich. Außerdem erhalten Sie Lindenblüten in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Lindenblüten wirken nachweislich hustenreizlindernd, schleimlösend, fiebersenkend und schweißtreibend. Der Wirkstoff eignet sich daher sehr gut zur Anwendung bei trockenem Reizhusten und fiebrigen Erkältungskrankheiten.

In der Volksmedizin werden Lindenblüten als entwässerndes, krampflösendes und beruhigendes Mittel eingesetzt.

Quellen:
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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