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Liebstöckelwurzel – Levistici radix

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Geschrieben von 2011-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-2020.11.2014
Liebstöckelwurzel – Levistici radix

Bekannt als Gewürzpflanze, hilft aber auch bei Harnwegsbeschwerden

Der medizinisch interessante Pflanzenteil beim Liebstöckel (auch: Maggikraut) ist der getrocknete Wurzelstock (Rhizom). Die Pflanze gehört wie zum Beispiel auch die Brennnessel, Bärentraube oder Löwenzahn zu den entwässernden Kräutern und ist besonders zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Harnwegserkrankungen sowie zur Vorbeugung von Nierengrieß geeignet. Dabei tragen die ätherischen Öle der Liebstöckelwurzel den wichtigsten Teil zu der Wirkung bei, weil sie nachweislich entwässernd, keimhemmend und gleichzeitig krampflösend wirken.

In der Volksmedizin wird die Liebstöckelwurzel bei Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, bei Atemwegserkrankungen und bei Wassereinlagerungen eingesetzt.

Auf einen Blick:

Liebstöckelwurzel

  • Wirkt: krampflösend, entwässernd
  • Kann eingesetzt werden: zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Beschwerden der ableitenden Harnwege, zur Prophylaxe bei Nierengrieß

Wirksame Inhaltsstoffe der Liebstöckelwurzel

Für die medizinischen Wirkungen der Pflanze sind die enthaltenen ätherischen Öle mit ihrer Hauptkomponente dem Alkylphthalide (Geruchsträger), E- und A-Ligustilid sowie Butylphthalid verantwortlich, die in der Wurzel schlummern. Ihr Anteil schwankt dabei zwischen 0,4 bis 1,7%.

Wie die meisten ätherischen Öle wirken auch die ätherisch-Öl-Komponenten in der Liebstöckelwurzel keimhemmend. Beim Liebstöckel ist aber vor allem die entwässende und krampflösende Wirkung ausgeprägt.

Neben den erwünschten Inhaltsstoffen in der Liebstöckelwurzel, kommen zusätzlich Cumarine (z.B. Furanocumarine) vor. Diese Komponenten können bei sehr hellhäutigen Personen bei UV-Bestrahlung und langem Sonnenbaden zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen.

Wirkung bei entzündeten ableitenden Harnwegen

Unterstützend bei Harnwegsentzündungen

Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege sind nicht nur unangenehm und schmerzhaft, sie kehren vor allem auch gerne wieder zurück. Daher ist es besonders wichtig bei bestehenden Entzündungen der ableitenden Harnwege, die Organe einerseits durchzuspülen und andererseits die schädlichen Mikroorganismen zu hemmen.

Liebstöckelwurzeln erfüllen gleich beide Zwecke. Ihre enthaltenen ätherischen Öle zeigen nachweislich keimhemmende Aktivitäten und wirken gleichzeitig entwässernd. Dabei kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Harnsäuren und Stickstoff.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist es jedoch viel zu trinken, am besten 2 Liter Wasser oder mehr. Geeignet sind auch ungesüßte Früchte- oder Kräutertees, die keine zusätzliche entwässernde Wirkung besitzen. Ansonsten würde dem Körper einerseits zu viel Flüssigkeit entzogen werden, was sich anfänglich beispielsweise durch Konzentrationsstörungen bemerkbar machen kann. Andererseits würden dem Organismus langfristig auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium fehlen.

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Vorbeugende Wirkung bei Nierengrieß

Durchspülend bei erhöhter Gefahr der Nierensteinbildung

Zusammen mit dem Wasser aus Nahrungsmitteln sollte ein erwachsender Mensch etwa 2600 ml Wasser täglich zu sich nehmen. Und das macht durchaus Sinn, besonders um die Nieren ausreichend durchzuspülen. Noch wichtiger wird eine „Durchspülungstherapie“, wenn bekannt wurde, dass sich Nierengrieß in den Filterorgangen gebildet hat. Beim Nierengrieß handelt es sich nämlich die Vorstufe von Nierensteinen, der jedoch (noch) mit dem Urin ausgespült werden kann.

Liebstöckelwurzeln werden unter vielen Heilpflanzen nicht nur geschmacklich als angenehm betrachtet, sondern wirken darüber hinaus durch ihre ätherischen Öle nachweislich entwässernd. Damit wirkt die Wurzel bei entsprechendem Wasserkonsum durchspülend und lässt sich am besten kurmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 3 Wochen anwenden.

Liebstöckelwurzel

Anwendung und Dosierung der Liebstöckelwurzel

Liebstöckel-Tee

Sowohl bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege als auch zur Durchspülungstherapie ist die Liebstöckelwurzel gut geeignet. Überbrühen Sie hierzu ½ Teelöffel (1,5 g) der Liebstöckelwurzel mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wasser und gießen Sie die Wurzel nach 10 bis 15 Minuten durch ein Teesieb ab.

Dosierung

Liebstöckel-Tee kann mehrmals täglich getrunken werden. Wegen seiner entwässernden Wirkung ist ein kurmäßiger Gebrauch über 1 bis 3 Wochen empfehlenswert. Achten Sie wegen der entwässernden Wirkung bitte unbedingt darauf, dass Sie neben dem Liebstöckel-Tee mindestens 2 Liter Wasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees trinken und damit Ihren Flüssigkeitshaushalt positiv beeinflussen.

Liebstöckelwurzel

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (4 bis 8 g) der Liebstöckelwurzel nicht bekannt.

Allerdings sollten besonders hellhäutige Personen Sonnenbäder und UV-Therapien während des Gebrauchs der Liebstöckelwurzel verringern oder meiden. Es kann zu erhöhter Lichtempfindlichkeit kommen.

Liebstöckelwurzeln dürfen nicht angewendet werden, wenn sie an einer eingeschränkten Nierentätigkeit leiden oder Ödeme (Wassereinlagerungen) aufgrund verminderter Herz- und Nierenfunktion auftreten.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus der Liebstöckelwurzel sind als Fertigarzneimittel in Kombination mit anderen Heilpflanzen in Form von Dragees, Tropfen und als Flüssigkeit erhältlich.

Liebstöckelwurzeln wirken bei Entzündungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung bei Nierengrieß nachweislich entwässernd und damit durchspülend. Außerdem kann der Wirkstoff Krankheitskeime hemmen und krampflösend wirken.

 

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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