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Lavendelblüten - Lavandulae flos

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Lavendelblüten - Lavandulae flos

Starke Wirkung bei Unruhe, Magen-Darmbeschwerden und Kreislaufproblemen

Lavendel (Lavandula angustifolia) besitzt als Heilpflanze zwei medizinische Wirkstoffe: Die Lavendelblüten (Lavandulae flos) und das daraus gewonnene Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum).

Lavendelblüten entfalten ihre Wirkungen an verschiedenen Orten im Körper. Zum einen wirken sie nachweislich beruhigend und entspannend auf das Zentralnervensystem (ZNS) und können daher nervöser Unruhe und Schlafstörungen entgegenwirken.

Gleichzeitig helfen sie erwiesenermaßen bei Magen-Darmproblemen wie Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Blähungen sowie bei nervös bedingten Darmbeschwerden, die sich auch durch Durchfälle äußern können.

Äußerlich angewendet helfen Lavendelblüten zudem bei Kreislaufbeschwerden, die die Funktion des Herzens betreffen. So kann Lavendel beispielsweise bei übermäßigen und unangenehmen Herzklopfen beruhigen .

Auf einen Blick:

Lavendelblüten

  • Wirken innerlich angewandt: beruhigend, entspannend, blähungstreibend, gallesaftbildend
  • Wirken äußerlich angewandt: gewebereizend
  • Können innerlich eingesetzt werden: bei Unruhe, nervöser Erschöpfung, Schlafstörungen, Magen-Darmbeschwerden
  • Können äußerliche eingesetzt werden: bei Kreislaufbeschwerden

Inhaltsstoffe der Lavendelblüten

Vor allem zwei Komponenten der Lavendelblüten sind für die medizinischen Wirkungen verantwortlich. Zu ihnen gehören in erster Linie die ätherischen Öle Linalylacetat und Linalool. Sie wirken nachweisbar beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Weiterhin enthalten Lavendelblüten Gerbstoffe, sogenannte Lamiaceengerbstoffe. Sie können – innerlich angewandt – leichtem Durchfall entgegenwirken.

Anwendung der Lavendelblüten bei Nervosität, Unruhe, Verdauungsbeschwerden und Kreislaufstörungen

Beruhigung für Körper und Geist

Lavendelblüten haben vor allem beruhigende Effekte auf das Zentralnervensystem (ZNS) und auf den Magen-Darmbereich. Außerdem können sie auch anregend auf den Gallefluss wirken, weswegen sie bei Verdauungsproblemen hilfreich sein können.

Das ZNS besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Beide liegen zentral auf der Mittelachse des Körpers. Das Gehirn ist das zentrale Steuerorgan des Nervensystems und leitet Befehle über das Rückenmark in andere Bereiche des Körpers bzw. es empfängt und verarbeitet Reize aus anderen Gebieten des Körpers.

Stress, Anspannung, schwierige private und berufliche Situationen oder Angst können sich langfristig auf die Gesundheit auswirken. Nicht selten sind innere Unruhe, Rastlosigkeit oder Ein- und Durchschlafstörungen die Folge. Auch Magenbeschwerden bis hin zu Durchfall oder Herzbeschwerden wie Herzklopfen können auftreten.

Die ätherischen Öle der Lavendelblüten können diesen Beschwerden nachweislich entgegenwirken, weil sie das ZNS direkt beeinflussen können – oder besser gesagt, sie wirken beruhigend und entspannend.

Körper und Geist kommen zur Ruhe, Nervosität und Unruhe lassen nach und auch das Einschlafen fällt deutlich leichter: Ausgeschlafen lässt sich der Alltag einfach besser bewältigen.

Diese beruhigenden Wirkungen können auch bei Magen-Darmbeschwerden wie dem Reizmagen-Syndrom nützlich sein. Das Reizmagen-Syndrom äußert sich häufig durch Symptome wie Aufstoßen, Übelkeit bis Erbrechen, Appetitlosigkeit und Blähungen. Weiterhin sind die Blüten auch bei dem sogenannten Roemheld-Syndrom erwiesenermaßen hilfreich. Dieses Syndrom äußert sich durch Gasansammlungen im Bauchraum besonders nach dem Verzehr schwer verdaulicher Speisen, was zu starken Bauchschmerzen führen kann.

Andererseits kann Lavendel jedoch auch eine Zunahme des Galleflusses bewirken. Die Galle ist Bestandteil der Leber und maßgeblich für die Fettverdauung verantwortlich. Dadurch, dass Lavendelblüten die Produktion von Gallensäften ankurbeln können, wird auch die Verdauung leichter und Magen-Darmbeschwerden werden gemildert oder treten erst gar nicht ein.

Zusätzlich bewirken die enthaltenen Gerbstoffe, dass leichte Durchfälle bei der innerlichen Einnahme eingedämmt werden können.

Neben all den positiven Wirkungen der Lavendelblüten bei innerlicher Einnahme, hilft der Wirkstoff – äußerlich eingesetzt – zudem auch bei Kreislaufbeschwerden, die vor allem die Funktion des Herzmuskels betreffen (funktionelle Herzbeschwerden). Durch die beruhigende und ausgleichende Wirkung kann sich der Herzschlag normalisieren und unangenehmes Herzklopfen oder Herzrasen kann weniger werden.

Lavendelblüen

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Darreichungsform und Dosierung der Lavandelblüten

Lavendelblüten sind ein hilfreiches pflanzliches Arzneimittel, die bei Unruhe und Schlafbeschwerden eingesetzt werden können. Sie eigenen sich gut für die Einnahme mit anderen Heilpflanzen wie Passionsblumenkraut oder Baldrianwurzel.

Tee

Bei Unruhe und bei (nervös bedingten) Magen-Darmbeschwerden eignet sich die Einnahme eines Lavendelblütentees. Überbrühen Sie für die Teeherstellung 1 bis 2 Teelöffel (1 bis 1,5 g) getrocknete Lavendelblüten mit einer Tasse (150 ml) heißem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten lagen zugedeckt ruhen. Filtern Sie die Blüten anschließend ab.

Dosierung

Trinken Sie den Lavendelblütentee 3-mal täglich.

Vollbad

Zusätzlich zum Tee eignet sich auch die Anwendung der Lavendelblüten als Vollbad. Gießen Sie hierzu auf 20 bis 100 g von den getrockneten Blüten auf 2 Liter heißes Wasser und lassen die Mischung 5 bis 10 Minuten lang köcheln. Anschließend werden die Blüten abgesiebt und der Aufguss wird in das Vollbad gegeben.

Anwendung

Die Badetemperatur sollte maximal 38°C betragen und die Badezeit sollte 15 Minuten nicht überschreiten.

Lavendelblütenkissen

In der Volksmedizin werden als Einschlafhilfe schon lange Kräuterkissen mit getrockneten Lavendelblüten eingesetzt. Für die Herstellung eignet sich ein kleiner Kissenbezug z.B. 30 x 20 cm, der aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen besteht. Dieser wird mit Lavendelblüten gefüllt und verschlossen.

Anwendung

Legen Sie das Lavendelkissen auf Ihr Kopfkissen. So atmen Sie allabendlich die wohltuenden Dämpfe ein. Wechseln Sie die Lavendelblüten nach zirka 6 Wochen aus, wenn die ätherischen Öle verflogen sind.

Lavendelblüen 

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Lavendelblüten nicht bekannt. In selten Fällen können allergische Reaktionen auftreten.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Lavendelblüten sind als Fertigarzneimittel bisher nicht erhältlich. Jedoch erhalten Sie die Blüten in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Durch die erwiesene beruhigende Wirkung auf das Zentralnervensystem (ZNS) nützen Lavendelblüten vor allem gegen Unruhe, Nervosität und Einschlafstörungen. Wegen ihres zusätzlich anregenden Effekts auf die Gallesaftproduktion nützen sie gleichzeitig bei Magen-Darmbeschwerden wie Appetitlosigkeit, Blähungen, Bauchschmerzen und nervösen Darmbeschwerden.

Äußerlich angewendet helfen sie zudem erwiesenermaßen bei funktionellen Herzbeschwerden.

In der Volksmedizin werden Lavendelblüten innerlich gegen Kopfschmerzen und Migräne, Krämpfen und Asthma bronichiale eingesetzt.

Äußerlich werden Lavendelblüten als Einschlafhilfe in Form von Kräuterkissen verwendet.

 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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