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Traditionelle Anwendung des Lavendels

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2014-02-2727.02.2014
Traditionelle Anwendung des Lavendels Fotolia_©gudrun

Der Lavendel (Lavandula angustifolia) ist zwar eine typisch europäische Heilpflanze, er besitzt aber auch in der Indischen Medizin und im Ayurveda einen hohen Stellenwert. Dies ist nicht verwunderlich, da die Inder insbesondere für ihre Massagen seit jeher Duftöle einsetzen, die wohltuend auf Körper und Geist wirken sollen.

In anderen Medizinsystemen, etwa der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), spielt der Lavendel kaum eine Bedeutung. Lediglich hierzulande werden die Wirkungsweisen und Kräfte der Pflanze aus der TCM abgeleitet und auf hiesige Bedürfnisse übertagen. Der Einsatz der Wirkstoffe in deutschen TCM Praxen ist daher zu befürworten, zumal in Deutschland qualitativ hochwertige Ware erhältlich ist. Es handelt sich aber nicht um eine TCM Pflanze im eigentlichen Sinne.

Lavendel in der Traditionellen Europäische Medizin (TEM)

In Europa gibt es zwar keine einheitliche traditionelle Medizin wie etwa in China. Dennoch lassen sich manche Behandlungsmethoden, die auf naturheilkundlichen Therapien fußen, als TEM zusammen fassen. Hierzu gehören beispielsweise die Kneip´schen Therapieverfahren oder die ausleitende Verfahren.

Der Lavendel wurde seit jeher in der TEM eingesetzt. Heute sind die Wirkungen gut untersucht und die meisten Anwendungsgebiete wie etwa Unruhe sind offiziell anerkannt.

Vor allem in der Bädertherapie finden Lavendelblüten-Extrakte häufig Anwendung. Ob als Voll-, Fuß- oder Armbad, Lavendelblüten werden wegen ihrer kreislaufstabilisierenden Wirkungen gerne eingesetzt. Auch als Duftsäckchen zum besseren Einschlafen sind die Blüten beliebt.

In zahlreichen Cremes wird zudem Lavendelöl verwendet. Es soll positive Wirkungen auf die Haut besitzen.

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Lavendel in Indischer Medizin und Ayurveda

In der Indischen Medizin und Ayurveda werden sowohl die getrockneten Lavendelblüten als auch Lavendelöl eingesetzt.

Innerlich setzen die Inder Lavendelblüten-Extrakte gegen Blähungen, Migräne, Ohnmachtsanfälle und Schwindel ein. Außerdem wird den Extrakten eine entgiftende Wirkung nachgesagt, die gegen Darmbakterien hilfreich sein soll.

Der Sud abgekochter Lavendelblüten wird gegen Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen und gegen Zahnschmerzen eingesetzt. Wohl mit Aberglauben verbunden ist der Einsatz von Lavendelblüten, der schwangere Frauen vor dem Abstoßen des ungeborenen Kindes schützen soll, ebenso wie vor dem plötzlichen Kindestod nach der Geburt.

Wird das Öl auf die Schläfen einmassiert, so soll es beruhigend wirken und den Blutdruck senken. Als Ölmaske wird Lavendelöl von den Indern bei Hauterkrankungen verwendet, wie Ekzeme oder Schuppenflechte. Deshalb sind Lavendel-Extrakte auch häufig in indischen Kosmetikprodukten zu finden.

Als ein Tonikum zubereitet, soll Lavendelöl gegen Ohnmacht, Zittern, Krämpfe und Koliken helfen. Lavendelöl mit Wasser kann zudem als Gurgellösung bei Heiserkeit eingesetzt werden.

Lavendelblüten und Lavendelöl sind zudem ein wichtiger Bestandteil in der indischen und ayurvedischen Ernährung. Medizin und Ernährung werden in Indien eher als zwei sich gegenseitig bedingende Faktoren betrachtet. Deshalb finden sich Lavendel-Extrakte auch als Bestandteil von Soßen, Suppen und Puddings.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.