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Lärchenterpentin – Terebinthina Laricina

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Lärchenterpentin – Terebinthina Laricina

Wertvoller Balsam aus ätherischen Ölen und Harzen

Der medizinische Wirkstoff der Lärche ist das Lärchenterpentin, das durch Anbohren der Stämme der Lärche gewonnen wird. Lärchenterpentin ist ein Balsam (Harzsaft), dessen ätherischen Öle und Harz über stark keimabtötende, gewebereizende und schleimlösende Eigenschaften verfügen.

Der Wirkstoff ist bei bestimmungsgemäßem Einsatz ein sehr gutes Mittel, das nachweislich bei entzündlichen Atemwegserkrankungen, Nerven- und rheumatischen Beschwerden sowie bei Furunkeln (schmerzhaft entzündeter Haarbalg) helfen kann.

Auf einen Blick:

Lärchenterpentin

  • Wirkt: gegen Krankheitskeime (antiseptisch), gewebeschleimlösend, schleimlösend
  • Kann äußerlich eingesetzt werden: bei entzündeten Atemwegen, bei rheumatischen Beschwerden, Nervenschmerzen, Furunkeln

Inhaltstoffe des Lärchenterpentins

Lärchenterpentin setzt sich überwiegend aus ätherischen Ölen (14 bis 20%) und Harzen (50 bis 65%) zusammen, wobei die Wirkungen in erster Linie auf die enthaltenen ätherischen Öle zurückgehen.

Je nachdem wie das Lärchenterpentin angewendet wird, wirken die ätherischen Öle, z.B. durch Einatmung, nachweisbar schleimlösend auf festsitzendes Sekret in den Atemwegen.

Gleichzeitig tötet es Bakterien und andere Krankheitserreger ab. Bei äußerem Gebrauch hingegen, bewirken die flüchten Öle beweisbar, dass das örtliche Gewebe gereizt wird und sich hierdurch die Durchblutung verbessert.

Zusätzlich wirken Harze ganz allgemein abtötend auf Krankheitskeime, hautreizend und teilweise entzündungshemmend. Sie dürften die ätherischen Öle also in ihrer Wirkung unterstützen.

Anwendung bei Entzündungen der Atemwege

Antientzündlich und schleimlösen auf die Atemwege

Lärchenterpentin besteht überwiegend aus ätherischen Ölen, die über eine positive Einflussnahme auf die Atemwege verfügen. Einerseits tötet es Krankheitserreger ab und kann darüber hinaus Schleim lösen.

Werden die ätherischen Öle des Lärchenterpentins niedrig dosiert eingesetzt, bewirken sie nachweislich ihre Einlagerung in die Zellwände der Atemwege. Dies betrifft vor allem Stoffe, die in den Atemwegen vorkommen wie kleinste Eiweiße (Enzyme) oder Empfangsstellen (Rezeptoren).

Diese Wirkung ist bei entzündlichen Atemwegerkrankungen wichtig, weil sie dazu führen kann, dass Krankheitserreger wie Bakterien ausgeschaltet werden können. Dies erfolgt, indem die ätherischen Öle in den Stoffwechsel der Keime eingreifen und sie an ihrer Vermehrung hindern oder sofort abtöten.

Die zweite wichtige Wirkung des Lärchenterpentins betrifft den schleimlösenden Effekt in den Atemwegen.

Eine Erkältung beginnt oft mit einem Reizhusten, der sich nach einiger Zeit löst und durch den Auswurf von Schleim sichtbar wird. Manchmal lässt sich der Schleim jedoch nicht so einfach lösen.

Hier greift ein weiterer Mechanismus des Lärchenterpentins. Es sorgt dafür, dass sich der Schleim besser löst und abgehustet werden kann. Auf reflektorischem Weg werden über einen Gehirnnerv (Vagusnerv) die Bronchialdrüsen dazu angeregt vermehrt dünnflüssiges Sekret zu bilden. Dadurch verflüssigt sich der Schleim und kann abgehustet werden.

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Anwendung bei rheumatischen Problemen und Nervenschmerzen

Durchblutungsfördernd bei Rheuma und Nervenbeschwerden

Morgendliche Gelenksteife, entzündete und abgeänderte Gelenke sowie Veränderungen im Blutbild können Hinweise sein, die auf Rheuma hindeuten.

Nervenschmerzen gehen hingegen vom Nerven selbst aus oder durch eine Abweichung innerhalb der Nervenbahnen, was zu Durchblutungsstörungen frühen kann. Allerdings können Nervenschmerzen auch durch Bakterien ausgelöst werden.

Lärchenterpentin hilft beweisbar gegen schlechte Durchblutung als auch gegen Bakterien (Wirkung gegen Bakterien: s. Anwendung bei Furunkeln).

Die Inhaltstoffe des Lärchenterpentins, die ätherischen Öle, bewirken nachweislich, dass die Hautstellen (Gewebe), auf denen der Wirkstoff aufgetragen wird, gereizt werden, was in diesem Fall positiv ist. Die kleinen Blutgefäße unter der Haut erweitern sich und die Gewebe werden somit besser durchblutet. Dadurch können sich Muskeln und Nerven entspannen und die Schmerzen nehmen in der Folge ab.

Anwendung bei Furunkeln

Antibakteriell bei entzündeten Haarfollikeln

Bei einem Furunkel handelt es sich um eine durch Bakterien (Streptokokken) verursachte Hautinfektion. Es zeigt sich durch mehr oder weniger große, spannende Knoten im Bereich der Haarfollikel. Meist haben sie einen Eiterherd im Zentrum.

Lärchenterpentin hat stark antibakterielle Wirkungen, die dazu führen können, dass die Streptokokken-Bakterien absterben. Dabei greifen sie durch ihre Fähigkeit durch die dünne Fettschicht (Lipoidschicht) direkt in den Stoffwechsel der Erreger ein und wirken so hemmend auf die Vermehrung oder töten das Bakterium direkt ab.

Wichtig! Bei Furunkeln im Nasenbereich werden üblicherweise Antibiotika eingenommen, da sich die Infektion ins Gehirn ausbreiten kann.

Lärchenterpentin

Darreichungsform und Dosierung des Lärchenterpentins

Salbe/ Einreibung

Sowohl bei Atemwegserkrankungen, als auch bei rheumatischen Beschwerden, Nervenschmerzen sowie bei Furunkeln eignet sich eine Einreibung mit verdünntem Lärchenterpentin.

Achten Sie unbedingt darauf, dass sie kein unverdünntes Lärchenterpentin einatmen. Es kann zu schweren Entzündungen der Atemwege führen.

Risikoarm ist die Anwendung von 10 bis 20% Lärchenterpentin. Sie benötigen einen sauberen Mörser (Rührschale) und Pistill (Rührstab), in dem Sie die Ausgangsstoffe füllen. Geben Sie für die Herstellung 10 g bzw. 20 g des Lärchenterpentins auf 90 g bzw. 80 g Salbengrundlage, z.B. Eucerin.

Verrühren Sie beide Wirkstoffe solange bis sich eine gleichmäßige Masse ergeben hat. Anschließend wird die Lärchenterpentin-Salbe ein zuvor beschriftetes und verschließbares Gefäß, z.B. Salbendose, gefüllt.

Anwendung

Tragen Sie die Lärchenterpentin-Salbe bis zu 3-mal täglich auf die betroffene Hautstelle, bzw. Brust auf. Meiden Sie bitte direkten Gesichtskontakt.

Lärchenterpentin

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen des Lärchenterpentins nicht bekannt.

Wird der Wirkstoff in großen Dosen angewendet, können Nierenschäden auftreten. Bei großflächiger Anwendung können zudem Schäden im Zentralnervensystem (ZNS) entstehen. Lärchenterpentin sollte nicht zur Inhalation angewendet werden. Es kann zu entzündlichen Reizungen der Atemwege kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Lärchenterpentin ist als Fertigarzneimittel in Kombination mit anderen Pflanzen in Form von Salbe erhältlich.

Lärchenterpentin wirkt nachweislich durch seine Wirkungen gegen Krankheitskeime bei entzündeten Atemwegserkrankungen aber auch gegen Furunkel (schmerzhaft entzündeter Haarbalg). Es löst darüber hinaus festsitzenden Bronchialschleim und kann bei rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen Linderung verschaffen.

In der Volksmedizin wird Lärchenterpentin gegen Ekzeme und Schuppenflechte sowie bei chronischer Bronchitis eingesetzt.

Quellen:
  • Berkow R, Beers MH, Fletcher AJ (Hrsg): Handbuch Gesundheit. München 1999
  • Blaschek W, Hänsel R, Keller K, et al. (Hrsg): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Drogen L-Z, Folgeband 3, Berlin, Heidelberg, New York 1998
  • Teuscher E, Melzig MF, Lindequist U.: Biogene Arzneimittel. 6. Auflage, Stuttgart 2004

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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