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Lärche – Larix decidua

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Lärche – Larix decidua

Anmutiges Nadelgehölz im Hochgebirge

Lärchen gehören zu anmutigsten und „freundlichsten“ Nadelgehölzen weltweit. Sie sind zurzeit des Frühjahrsaustriebes und der prächtigen Herbstfärbung von unvergleichlicher Zartheit und Schönheit. Die Lärche ist daher ein herrlicher Nadelbaum in größeren Gärten und Parkanlagen und stets ein gutes Bindeglied zwischen Nadelbäumen und Laubgehölzen. Ihr Harz hingegen steckt voller medizinischer Besonderheiten.

Wogegen hilft die Lärche?

Lärchenterpentin, der Wirkstoff der Lärche, kann bei vier Anwendungsgebieten verwendet werden. Es hilft nachweislich bei Entzündungen der Luftwege, Nerven- und rheumatische Beschwerden sowie bei Furunkeln (schmerzhafte Entzündung von Haarfollikeln).

Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Lärchenterpentin „bei Katarrhen der Atemwege, rheumatischen oder neuralgischen Beschwerden und gegen Furunkel.“

Wissenswertes über die Lärche

Die außerordentlich frostharte Lärche benötigt als Hochgebirgsbaum nur wenig Wärme. Sie besitzt ein tiefreichendes Wurzelwerk, das den Baum eine große Sturmfestigkeit verleiht und selbst Dürrezeiten gut überstehen lässt.

Lärchennadeln sind sauer und zersetzten sich nur sehr langsam. Das Holz ist harzreich, schwer, zäh und gleichzeitig elastisch. Es ist das härteste und dauerhafteste Holz unserer Nadelbäume, überaus widerstandsfähig gegen Nässe und im Unterwasserbau genauso wertvoll wie die Eiche. Meistens erreichen Lärchen ein Alter zwischen 200 und 400 Jahren. Sie können aber auch bis zu 800 Jahre alt werden.

Im berühmten Stafelwald in Saas Fee, Schweiz, stehen Exemplare die ein Alter zwischen 600 und 800 Jahren erreicht haben.

Grundsätzlich aber findet man das Nadelgehölz auf allen nährstoffreichen, frischen und gut durchlüfteten Böden in der Nadelwaldstufe der Alpen, wo sie bis auf 2400m emporsteigt, und oft in Gesellschaft mit anderen Nadelbäumen auftritt. Hier erfüllt die Lärche, die manchmal auch Europäische Lärche genannt wird, wichtige ökologische Zwecke. Vor allem der Habicht und der Sperber bevorzugen den Baum als Horst.

Lärchen sind lichthungrig. Zur vollen Entwicklung benötigen sie genügend Standraum. Bei Seitendruck durch andere Bäume gibt es unweigerlich Kronschäden.

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Botanik der Lärche

Lärchen sind sommergrüne Bäume die zwischen 25 bis 35 m (manchmal bis 45 m) hoch wachsen und eine Breite von 10 bis 17 m erreichen können. Sie haben meist eine schmal kegelförmige Krone und einen geraden durchgehenden Stamm. Die Äste der Lärche sind waagerecht ausgebreitet oder ansteigend. Ihre Zweige hängen oft lang herab, sind relativ dünn und rasch wachsend.

Bei jungen Trieben ist die Rinde der Lärche kahl und gelblich. Im Alter entwickelt sich eine dunkelrotbraune Schuppenborke. Ihre Blätter (Nadeln) kommen in Büscheln mit je 30 bis 40 Blättern vor. Sie werden zwischen 1 bis 3 cm lang, sind zart, hellgrün und verfärben sich im Herbst erst spät, dann leuchtend gelb bis goldgelb.

Lärchen besitzen weibliche und männliche Blüten. Die weiblichen sind eiförmig, rot und bis zu 1,5 cm lang, die männlichen hingegen haben eine walzen bis eiförmige Gestalt, sind gelb und kleiner als die weiblichen. Sie blühen im April

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Lärche

Der medizinisch verwendete Wirkstoff der Lärche ist das Lärchenterpentin. Lärchenterpentin ist ein Balsam, das durch das Anbohren der Stämme der Lärche (Larix decidua) gewonnen wird. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird Lärchenterpentin als Terebinthina Laricina bezeichnet. Die Anforderungen an die Qualität des Lärchenterpentins sind durch die Schweizerische Pharmakopöe (Ph.Helv.) festgelegt.

Lärchenterpentin kann bis zu 20% ätherische Öle enthalten. Meistens liegt der Anteil jedoch zwischen 14 bis 15%. Das am häufigsten vorkommende ätherische Öl mit etwa 70% macht das α-Pinen aus. Daneben enthält es etwa 10% Δ-Caren und 6,5% β-Pinen.

Neben den ätherischen Ölen ist das Lärchenterpentin reich an Harzen (Harzsäuren). Ihr Anteil liegt zwischen 50 und 65%.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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