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Kürbissamen – Cucurbitae peponis semen

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Kürbissamen – Cucurbitae peponis semen

Mit Kürbiskernen die Harnwegsorgane stärken

Der Wirkstoff des Kürbis sind seine Samen, die man in der Regel Kürbiskerne nennt. Auch das fette Öl, das aus diesen Samen gewonnen wird, kann zu Heilzwecken eingesetzt werden. Beide Wirkstoffe der Pflanze haben eine lange Tradition in der Naturheilkunde. In der modernen Schulmedizin ist bislang nur die Wirkung der Kürbissamen anerkannt. Da Kürbiskernöl aber aus den Samen gewonnen wird, kann man annehmen, dass die Wirkungen identisch sind.

Kürbissamen entfalten ihre medizinischen Effekte vor allem auf die Harnwege. Sie helfen nachweislich bei Beschwerden beim Wasserlassen durch eine vergrößere Vorsteherdrüse (Prostata) und können dazu beitragen, das der Harnabgang erleichter wird. Außerdem nützen die Samen des Kürbis nachweislich gegen die Symptome einer Reizblase und können bei unwillentlichen Harnabgang und Bettnässen zur Blasenstärkung beitragen.

Auf einen Blick:

Kürbissamen

  • Wirken: entlastend auf den Blasen- und Harnleiterdruck, entzündungshemmend, gegen Harnstauung, entwässernd, antioxidativ, blasenstärkend
  • Können eingesetzt werden: bei Beschwerden und Schmerzen beim Wasserlassen, bei Reizblase, bei unwillentlichem Harnabgang

Inhaltsstoffe der Kürbissamen

Die Wirkung der Kürbissamen beruht vor allem auf den enthaltenen Phytosterolen, die in freier oder gebundener Form vorkommen können. Sie bewirken nachweislich, dass das entzündete Stützgewebe der Prostata nicht weiterverbreitet werden kann. Außerdem enthalten Kürbissamen fette Öle, Mineralstoffe wie Magnesium, Spurenelement (Selen), Vitamine (Vitamine E), die entzündungshemmend wirken können und sowohl Bindegewebe als auch Muskeln stärken sollen.

Wirkung bei vergrößerter Prostata

Entlastung der Vorsteherdrüse

Eine Prostatavergrößerung kann für die Betroffenen zu einer echten Qual werden. Ständige oder häufige Harndränge gehen zudem oft mit Entzündungen einher.

Zwar können Kürbissamen keine Heilung bei der Prostataekrankung bewirken. Sie können aber den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und die Beschwerden lindern. An diesem Wirkmechanismus sind vor allem die enthaltenen Phytosterole beteiligt. Zum einen kann das enthaltene β-Sitosterol dazu beitragen, dass entzündungsauslösende Hormone (Prostaglandine) weniger gebildet werden. Dieser Prozess bewirkt zusätzlich, dass weniger Wasser eingelagert werden kann. Aus diesem Grund kommt es in Folge zu einer Druckentlastung auf die Prostata und das Wasserlassen gerät weniger schmerzhaft.

Die Phytosterole nehmen jedoch auch noch auf andere Hormone Einfluss, z.B. auf das Dihydrotestosteron (DHT), das die stärkste Form des Testosterons darstellt. Hier bewirkt das β-Sitosterol, dass die Bildung von DHT gehemmt wird. So kann sich das entzündete Gewebe der Prostata nicht weiter ausbreiten und die Stoffwechselvorgänge der Drüse können sich wieder normalisieren.

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Wirkung bei Reizblase und unwillentlichem Harnabgang

Hilfe bei hohem Blasendruck und Stärkung bei schwacher Blase

Kürbissamen enthalten eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die sich in ihren Wirkungen für den Menschen untereinander begünstigen. Es sind Selen und Carotinoide enthalten, die beispielsweise Sauerstoffradikale Stoffe „fangen“ und unschädlich machen können. Diese Eigenschaft bewirkt, dass Entzündungen generell verringert werden können.

Entzündungen können aber auch speziell an Muskeln z.B. am Blasengrund entstehen, was für Betroffene deshalb schwierig ist, weil die Schließmuskeln der Blase davon betroffen sein können. In Folge kommt es zu einem plötzlichen, starken Harndrang oder dem unwillentlichen Abgang des Urins. Hier kommt die in den Kürbissamen enthaltene Linolsäure ins Spiel. Die Linolsäure ist eine Fettsäure, die bereits Vorläufer von entzündungsauslösenden Hormonen beeinflussen und hemmen kann. Hierdurch werden Entzündungen gemindert.

Zusätzlich können Kürbissamen auch das Bindegewebe und die Muskulatur stärken. Diese Wirkung erklärt, warum der Wirkstoff nicht nur bei einer Reizblase hilfreich ist, sondern auch beim nächtlichen Bettnässen oder bei unwillkürlichen Harnabgang. Für diese wichtige Wirkung ist das fettlösliche Vitamin E (Tocopherol) zuständig.

Vitamin E macht also den Wirkmechanismus komplett.

Kürbissamen

Anwendung und Dosierung der Kürbissamen

Kürbissamen

Bei Schwierigkeiten beim Wasserlassen, durch ein vergrößerte Prostata, einer Reizblase oder bei unwillentlichem Harnabgang, empfiehlt es sich, Kürbissamen am besten ganz oder grob zerkleinert im Rahmen der täglichen Ernährung zu verzehren. Sie können die Kürbissamen pur, als Bestandteil von Müsli, Joghurt oder als „Dekoration“ mit gekochten Gerichten verzehren.

Dosierung

Verzehren Sie täglich 10 g Kürbissamen. Sie eignen sich zur Langzeitanwendung.

Kürbissamen

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Kürbissamen nicht bekannt.

In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Kürbissamen sind als Fertigarzneimittel in Form von Kapseln erhältlich (Mittel gegen Blasenschwäche). Weiterhin sind sie in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Kapseln, Film- und Kautabletten verfügbar. Außerdem erhalten Sie die reinen Kürbissamen im Handel.

Kürbissamen wirken nachweislich entzündungshemmend und hemmend auf die Ausbreitung von entzündetem Prostatagewebe. Außerdem können sie die Muskulatur im Bereich der Harnwege stärken. Kürbissamen können daher gut bei Schmerzen beim Wasserlassen durch eine vergrößerte Prostatadrüse, bei einer Reizblase und bei unwillentlichem Harnabgang, auch nächtliches Bettnässen, eingesetzt werden.

In der Volksmedizin werden Kürbissamen innerlich bei Nierenentzündungen und gegen Darmparasiten eingesetzt. Äußerlich finden Kürbissamen zur Wundheilung Einsatz.

Quellen:
  • Augustin M, Schmiedel V: Leitfaden Naturheilkunde. 4. Auflage, Stuttgart 2003
  • Schilcher H: Möglichkeiten und Grenzen der Phytotherapie am Beispiel pflanzlicher Urologika. In: Urologe (B) 1987; 27: 316-319
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.