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Kürbis – Cucurbita pepo

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Kürbis – Cucurbita pepo

Die Heilwirkungen der größten Beere der Welt

Wenn Kinder zu Halloween den Kürbis zu einer grässlichen Fratze umgestalten, dann ist ihnen wahrscheinlich gar nicht bewusst, dass sie die größte Beerenfrucht der Welt in der Hand halten. Der Kürbis, der im Herbst in allen möglichen Farben und Formen geerntet werden kann, ist darüber hinaus auch noch richtig gesund.

Wie wirkt der Kürbis?

Der Wirkstoff des Kürbis dient traditionell zur Stärkung und Kräftigung der Blasenfunktion. Die Samen des Kürbis gehören zu den bekanntesten pflanzlichen Arzneimitteln, die in der Therapie bei einer vergrößerten Prostata eingesetzt werden. Sie helfen darüber hinaus nachweislich bei einer Reizblase. Symptome wie schmerzhaftes Wasserlassen, häufiger, auch nächtlicher Harndrang, Harnverhalt und Restharnbildung sollen gelindert werden können.

Offiziell anerkannte Wirkungen:
  • Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) hat Kürbissamen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft.
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Kürbissamen „bei Reizblase und bei Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom (Stadium I und II nach Alken).“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) schließt sich dieser Bewertung an und empfiehlt den Einsatz zusätzlich „bei Miktionsbeschwerden wie übermäßigen Harndrang, nächtlicher Harndrang und unwillkürlicher Harnabgang.“

Wissenswertes über den Kürbis

Im Herbst darf der Kürbis nicht auf dem ausgewogenen Speiseplan fehlen. Er besitzt ein leckeres, süßliches Fruchtfleisch, das mit einem Nährwert von lediglich 26 Kalorien je 100 Gramm ein vorzügliches Diätgemüse darstellt und zugleich mit jeder Menge Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium und Natrium daherkommt. Das Fruchtfleisch enthält Kieselsäure, die sich positiv auf Bindegewebe, Haut und Nägel auswirkt. Auch die Kürbissamen (Kürbiskerne) sind eine echte Delikatesse, vor allem geröstet. Vor allem aber haben Kürbissamen und das daraus gewonnene Kürbiskernöl herausragende medizinische Wirkungen – ohne Nebenwirkungen. Deshalb ist kaum eine Arzneipflanze als Lebensmittel so sehr von Bedeutung wie der Kürbis.

Heimisch ist der Kürbis eigentlich in Amerika. Er wurde nach der Entdeckung der neuen Kontinente nach Europa und in andere Erdteile eingeführt und ist heute weltweit verbreitet. Als Arzneipflanze wird der Kürbis heutzutage auf speziellen Flächen gezüchtet. Aber natürlich wird der Kürbis damals wie heute auch in Privatgärten oder auch größeren landwirtschaftlichen Nutzflächen angebaut. Darum nennt man die bunte Frucht auch Feldkürbis, Gartenkürbis, Kürbsch, Ölkürbis oder Plutzersamen. Wegen seiner harten Schale wird die riesige Frucht manchmal auch als Panzerbeere bezeichnet.

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Botanik des Kürbis

Der gewöhnliche Kürbis erscheint in den verschiedensten Formen. Unterschieden werden dabei jedoch vor allem zwischen Cucurbita pepo, das sind vor allem die kultivierten Ess-Sorten des Gartenkürbis, und anderen Unterarten wie Cucurbita texana und ovifera. Das wurt Cucurbita leitet sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem altindischen Wort für Gurke ab. Curcubita pepo heißt daher soviel wie: reife Gurke (griech. pepon=reif).

Ein einzelner Kürbis kann ein Gewicht von bis zu 25 kg erreichten, wobei sich die Maße der Frucht des Kürbisgewächses (Curcurbitaceae) kaum in mit einer normierten Maßeinheit festlegen lässt. Die Pflanze selbst ist einjährig und wächst zwischen 3 und 8 Metern lang. Je nachdem ob eine Kletterhilfe vorhanden ist oder nicht wächst der scharfkantige, längsgefurchte und stachelig behaarte Stängel niederliegend am Boden oder er klettert empor. Die borstig behaarten, langgestielten und sehr großen Blätter des Kürbisses sind wechselständig angeordnet, von herzförmiger Gestalt und in 5-Lappen zerteilt.

Schön anzusehen ist die leuchtend gelbe, einhäusige Blüte, die von trichterförmiger Gestalt ist und männlich oder weiblich sein kann. Die Früchte gehören zu den größten der Pflanzenwelt. Wurde die harte Schale durchtrennt, so gibt sie ihr gelb-oranges Fruchtfleisch frei in dem sich zahlreiche spitzovale, flache, grünliche oder bräunliche Samen befinden. Sie erreichen eine Länge von bis zu 2 cm.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Kürbis

Die medizinisch verwendeten Pflanzenteile des Kürbisses sind seine Samen beziehungsweise Kürbiskerne. Sie werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Cucurbitae peponis semen bezeichnet. Die Anforderungen an die Qualität der Samen sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgelegt.

Kürbissamen enthalten eine Vielzahl verschiedener und wirksamer Phytosterole. Darüber hinaus sind sie reich an fetten Ölen, Eiweißen, Aminosäuren, Vitamin E und Mineralstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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