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Kreuzkümmel – Cuminum cyminum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2016
Kreuzkümmel – Cuminum cyminum

Bedeutsame Heil- und Gewürzpflanze – vor allem in Asien

Der Kreuzkümmel, ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, ist heute in der asiatischen Medizin von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel ein tibetischer Arzt und Apotheker ein Arzneimittel herstellt, wird er dabei Gebetsformeln rezitieren. Tibetische Ärzte sind in der Regel gläubige Buddhisten. Sie wünschen durch ihre Gebete, dass die von Ihnen hergestellten Arzneimittel Gesundheit und Glück für ihre Patienten bringen. 

Wobei hilft Kreuzkümmel?

Kreuzkümmelfrüchte und Kreuzkümmelöl sind volksmedizinisch eingesetzte Wirkstoffe. Kreuzkümmelfrüchte können bei Magenbeschwerden, Durchfall und gegen Krämpfe eingesetzt werden. Kreuzkümmelöl wird traditionell gegen Blähungen und Darmkrämpfe genutzt.

Die Heilwirkung von Kreuzkümmel wurde bis heute von offizieller Seite noch nicht bestätigt: Weder die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte, noch der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) haben die Wirksamkeit der Wirkstoffe bewertet. Es liegen keine ausreichenden Daten zur Wirkung auf den Menschen vor.

Wissenswertes über den Kreuzkümmel

In der traditionellen Medizin Tibets zählt der Kreuzkümmel zu den wichtigsten Heilpflanzen. In den Höhen des Himalayas wächst er jedoch gar nicht, sondern wird in tropischen und subtropischen Gebieten Indiens, Pakistans und Chinas angebaut. Er wird jedoch auch in den USA und in Südamerika kultiviert. Um Tibet  zu erreichen, muss der Kreuzkümmel also weite Wege hinter sich bringen.

Als Gewürz ist der Kreuzkümmel von weltweiter Bedeutung. Er ist Bestandteil des berühmten Currypulvers und in Asien aus dem Medizinschrank nicht wegzudenken.

Aber auch auf dem europäischen Kontinent ist das würzige Gewächs nicht unbekannt. Vor mehr als 2.000 Jahren kannten den Kreuzkümmel bereits die Griechen und Römer, ist seine Heimat doch Oberägypten und Turkestan. Seiner ursprünglichen Heimat wegen wird er auch Ägyptischer Kümmel genannt, heißt aber auch Haferkümmel oder Welscher Kümmel.

Schon damals, vor über 2.000 Jahren, wurden die Früchte des Kreuzkümmels bei Magenbeschwerden aber auch gegen Mundgeruch eingesetzt.

Einen Platz als Arzneipflanze fand der Kreuzkümmel in unserer Naturapotheke in Deutschland allenfalls am Rande, obwohl er hier durchaus gedeihen könnte. Sein Verwandter, der Kümmel (Wiesenkümmel), der bei uns in Deutschland heimisch ist, konnte sich besser etablieren, wohl weil er stets verfügbar und gut untersucht ist.

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Botanik des Kreuzkümmels

Der zarte Kreuzkümmel ist eine einjährige 10 bis 50 cm hochwachsende Pflanze, die zu der Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae/Umbelliferae) gehört. Sein kahler Stängel verzweigt sich gabelästig und seine Laubblätter sind eher kahl, zerteilt und lang-linealisch. Die unteren Blätter sind meistens doppelt 3-zählig zerschnitten.

Die weißen oder rosafarbenden Blüten sind 3- bis 5-strahlige Dolden, die von langen Hüll- und Hüllchenblättern umgeben sind. Nach der Blüte entwickeln sich die kleinen, gelbbraunen Spaltfrüchte, die den Früchten des hiesigen Kümmels sehr ähnlich sehen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Kreuzkümmels

Die Heilwirkung des Kreuzkümmels steckt in seinen Früchten und dem daraus gewonnenen Öl. Es handelt sich bei ihnen um volksmedizinisch angewandte Wirkstoffe, 

Dennoch wurden die Wirkstoffe hinsichtlich ihrer inhaltstofflichen Zusammensetzung untersucht. Kreuzkümmelfrüchte enthalten vor allem ätherische Öle, fette Öle, Eiweiße und Harze.

In dem Kreuzkümmelöl sind die durch Wasserdampfdestillation gewonnenen ätherischen Öle aus den Früchten enthalten.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.