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Korianderfrüchte – Coriandri fructus

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
Korianderfrüchte – Coriandri fructus

Stimulierend auf die Verdauung

Die medizinischen Wirkstoffe des Korianders sind seine reifen, getrockneten Früchte und das Korianderöl, das ein ätherisches Öl darstellt. Korianderfrüchte entfalten ihre wohltuenden Eigenschaften auf den gesamten Verdauungstrakt. Ihre Inhaltsstoffe bewirken dabei nachweislich die erhöhte Bildung von Verdauungssäften wie Speichel oder Magensaft, und haben zusätzlich leicht entkrampfende und blähungstreibende Eigenschaften auf den Magen-Darmbereich. Der Wirkstoff kann daher als pflanzliches Arzneimittel und Gewürz sehr gut bei schlechtem Appetit und bei Verdauungsbeschwerden, verbunden mit Blähungen und Völlegefühl, eingesetzt werden.

Auf einen Blick:

Korianderfrüchte

  • Wirken: anregend auf die Speichelbildung, blähungstreibend, fördernd auf die Magensaftbildung, krampflösend
  • Können eingesetzt werden: gegen Appetitlosigkeit, bei Verdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe der Korianderfrüchte

Die Wirkungen der Korianderfrüchte werden durch ihre enthalten ätherischen Öle ausgelöst. Je nach Herkunft kann der Wirkstoff zwischen 0,4 bis 1% der flüchtigen Öle enthalten, wobei die Hauptkomponente und Geruchsträger des Öls mit 60 bis 70% das D-(+)-Linalool (kurz Linalool) ausmacht. Linalool wirkt nachweislich schützend auf den Magen-Darmtrakt.

In Tierversuchen wurde dem ätherischen Öl zudem eine Schutzwirkung bei einem akuten Magengeschwür und gegen Wassereinlagerungen (Ödeme) nachgewiesen.

Anwendung bei mangelndem Appetit

Fördernd auf den Speichelfluss

Fast alle Heilpflanzen, die verdauungsfördernde Eigenschaften besitzen, haben zudem mehr oder weniger ausgeprägte appetitanregende Effekte. Dieser Mechanismus setzt auch bei dem therapeutischen Einsatz der Korianderfrüchte ein – sozusagen als Mittel zum Zweck, weil die Verdauung bereits im Mund startet. Die ätherischen Öle der Korianderfrucht schmeckt in erster Linie würzig, aber auch etwas bitter, wodurch reflexiv die Speichelproduktion im Mund auslöst wird. Dabei werden allerdings keinesfalls ungezügelte Hungergefühle entwickelt! Im Speichel befinden sich einerseits kleinste Eiweiße (Enzyme/ α-Amylase), die Zuckerverbindungen (Kohlenhydrate) bereits im Mund spalten sowie Schleimstoffe (Muzine), die die Nahrung besser gleitfähig und schluckfähig machen. Die ätherischen Öle der Korianderfrüchte sorgen somit gewissermaßen für eine Balance zwischen der Bildung von Verdauungssäften und der Nahrungsaufnahme. Die appetitanregende Eigenschaft der Korianderfrüchte ist daher ein wichtiger Teil der verdauungsverbessernden Wirkung.

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Anwendung bei Verdauungsbeschwerden

Entspannend und verdauungserleichternd auf den Magen-Darmtrakt

Die Wirkungen der Korianderfrüchte gehen auf die enthalten ätherischen Öle des Wirkstoffes zurück, die auf reflektorischem Weg geschehen. Zum einen beginnt die Verdauung bereits im Mund (s. Anwendung bei mangelndem Appetit), andererseits verfügt der Wirkstoff durch seine ätherischen Öle auch über örtlich reizende und damit durchblutungsfördernde Eigenschaften. Gelangen sie in den Magen, so werden durch die sanfte Reizung der Magenschleimhaut vermehrt Magensäfte gebildet.

Parallel wird die Muskulatur des Magen-Darmtrakts aktiviert und nimmt an Fahrt auf, wodurch die aufgenommene Nahrung schneller als ohne Korianderfrüchte die Verdauungsorgane passiert. Dadurch werden die Speisen insgesamt schneller aufgenommen und Gase, die natürlicherweise während der Verdauung entstehen werden in ihrer Produktion gehemmt.

Hervorzuheben ist bei den Korianderfrüchten zusätzlich besonders die krampflösende Eigenschaft des Wirkstoffes. Die ätherischen Öle wirken nachweisbar auf glatte Muskeln, z.B. im Darm, und beeinflussen Botenstoffe, die zwischen den Nervenzellen tätig sind. Dieser Effekt hat zur Folge, dass sich verkrampfte Muskeln im Verdauungstrakt lockern.

Korianderfrüchte

Darreichungsform und Dosierung der Korianderfrüchte

Tee

Korianderfrüchte können bei Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Völlegefühl ein hilfreiches pflanzliches Arzneimittel darstellen. Überbrühen Sie auf einen ½ Teelöffel (1 g) der zuvor zerquetschten Korianderfrüchte mit 1 Tasse (150 ml) heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen, bevor Sie die Früchte durch ein Teesieb absieben.

Dosierung

Trinken Sie jeweils ½ Stunde vor den Mahlzeiten bis zu 3-mal täglich eine Tasse des Korianderfrüchte-Tees.

Korianderfrüchte

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 3,0 g) der zerquetschten Korianderfrüchte nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Korianderfrüchten sind als zugelassene Fertigarzneimittel derzeit nicht erhältlich. Korianderfrüchte werden aber als unterstützendes Mittel in einem traditionellen Arzneimittel (Kräuter Dragees) verwendet.

Korianderfrüchte enthalten wertvolle ätherische Öle, die den Speichelfluss anregen können und dadurch den Appetit, vor allem aber die Verdauung nachweislich steigern. Zusätzlich bewirkt der Wirkstoff beweisbar eine verstärkte Magensaftbildung und zeigt blähungstreibende sowie krampflösende Eigenschaften. Korianderfrüchte eigenen sich daher hervorragend zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen oder Völlegefühl.

In der Volksmedizin werden Korianderfrüchte äußerlich bei Kopfschmerzen und innerlich bei Mund- und Rachenbeschwerden sowie gegen Mundgeruch eingesetzt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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