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Königskerzenblüten (Wollblumen) – Verbasci flos

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2014-09-1818.09.2014
Königskerzenblüten (Wollblumen) – Verbasci flos

Milde Naturarznei bei starkem Husten

Königskerzenblüten (medizinisch: Wollblumen) verfügen über besonders milde, wohltuende, aber durchaus effektive Eigenschaften bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege und sind vor allem dann geeignet, wenn sich festsitzender Bronchialschleim gebildet hat und gleichzeitig ein starker Hustenreiz quält.

Die Blüten eignen sich zur Anwendung bereits ab dem Säuglings- und Kleinkindalter. Sie schmecken angenehm, müssen aber stets trocken und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Sie ziehen Feuchtigkeit leicht an, verfärben sich dann bräunlich und verlieren in Folge an Wirksamkeit.

In der Volksmedizin werden Königskerzenblüten innerlich bei Nierenbeschwerden, Blasenerkrankungen, Schleimhautentzündungen des Darms, Hämorrhoiden, und bei schmerzhaften Durchfällen sowie bei Asthma eingesetzt. Äußerlich finden Wollblumen traditionell gegen Ohrenschmerzen und Ohrenfurunkel, Mittelohrentzündungen, entzündete Haut, Insektenstiche und alle juckenden Hauterkrankungen Anwendung.

Auf einen Blick:

Königskerzenblüten

  • Wirken: schleimverflüssigend, auswurffördernd, hustenreizlindernd, entzündungshemmend
  • Können eingesetzt werden: bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege

Inhaltsstoffe der Königskerzenblüten

In den Blüten der Königskerze sind besonders drei Inhaltsstoffgruppen von medizinischem und pharmazeutischem Interesse. Dazu gehören Saponine, Schleimstoffe (3%) und Iridoidglykoside.

Bei Atemwegsentzündungen wirken die enthaltenen Saponine schleimlösend und auswurffördernd. Die Schleimstoffe hingegen können starken Hustenreiz lindern, während die Iridoidglykoside Entzündungen hemmen können.

Wirkung bei festsitzendem Husten und Hustenreiz

Schleimlösend bei entzündlichen Atemwegserkrankungen

In mancher Literatur werden Sie auf den Satz stoßen „Die Wollblume ist eine der stärksten Schleimdrogen“. Was etwas unappetitlich, sogar nach Drogenmissbrauch klingt, meint vielmehr die starke hustenreizlindernde Wirkung der Heilpflanze. Auch ist mit dem Wort „Droge“ kein Rauschgift gemeint. In der Pharmazie ist eine Droge üblicherweise der getrocknete Pflanzenteil, der medizinischen Einsatz findet..

Der Schleimanteil in den Wollblumen ist mit etwa 3% sehr hoch. Schleimstoffe besitzen die Eigenschaft, dass sie sich bei innerlicher Einnahme über entzündete, wunde Schleimhautstellen, etwa im Rachen, schützend ausbreiten. Sie bilden eine sinnbildliche Schutzbarriere. Mit der Ein- und Ausatmung gelangen stets Fremdkörper in die Atemwege, bzw. sie werden ausgeschieden. Besonders Staub oder scharfe Stoffe können den Hustenreiz fördern. Durch die schützenden Schleimstoffe, gleiten diese Substanzen jedoch über der gereizten Stelle hinweg, sodass diese verheilen kann.

Zusätzlich enthalten die Königskerzenblüten (Wollblumen) wertvolle Saponine, die für die schleimverflüssigende und auswurffördernde Wirkung der Heilpflanze zuständig sind. Innerlich aufgenommen lösen die Saponine einen Reiz auf die Schleimhaut im Magen-Darmtrakt aus. Auf reflexivem Weg wird dieser Reiz an das Gehirn weitergeleitet, das wiederum die Information an die Bronchien weitergibt vermehrt dünnflüssiges Bronchialsekret zu bilden. Das dünnflüssige Sekret löst im nächsten Schritt den zähen, festsitzenden Schleim der Atemwege, sodass dieser (leichter) abgehustet werden kann und die Atemwege frei werden.

Unterstützt werden die Schleimstoffe und Saponine durch Iridoidglykoside, vor allem durch die Komponente Aucubin. Aucubin tötet nachweislich Bakterien ab und wirkt dadurch entzündungshemmend.

Königskerzenblüten lassen sich gut mit anderen Heilpflanzen kombinieren, zum Beispiel, um einen reizlindernden Hustentee zuzubereiten. Dazu zählen etwa Huflattich, Malve, Spitzwegerich oder auch Fenchel.

 

Königskerze

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Anwendung und Dosierung der Blüten der Königskerzenblüten (Wollblumen)

Königskerzentee

Bei festsitzendem Husten und entzündeten Atemwegen sind Königskerzenblüten eine hervorragende pflanzliche Alternative, auch weil sie den Magen-Darmtrakt nicht belasten.

Überbrühen Sie 2 bis 3 Teelöffel (1,5 g) der Blüten mit 1 Tasse (150 ml) heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten lang ruhen, und sieben Sie die Blüten anschließend ab.

Dosierung

Trinken Sie den Tee aus den Blüten dreimal täglich zwischen oder zu den Mahlzeiten.

Königskerzenblüten

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis 3 bis 4) der Wollblumen nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus der Blüte der Königskerze sind als standardisierte Fertigarzneimittel nicht verfügbar. Getrocknetes Wollblumenkraut erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Weiterhin ist Arzneitee mit diesem Wirkstoff (in Kombination) erhältlich.

Königskerzenblüten (Wollblumen) sind zur Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen besonders gut geeignet, wenn sich die Beschwerden durch festsitzenden Bronchialschleim, kombiniert mit Hustenreiz äußern. Sie wirken nachweislich verflüssigend auf Bronchialschleim und auswurffördernd sowie reizlindernd und antientzündlich.

 

Quellen:
  • Augustin M, Schmiedel V: Leitfaden Naturheilkunde. 4. Auflage, Stuttgart 2003
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. 8. Auflage, Heidelberg 2007

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.